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Frühlingsfest in Wilstedt
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Besucher informieren sich in Wilstedt

Sabine von der Decken 31.03.2019 0 Kommentare

Jede Menge Frühling, aber auch Information, Kultur und kulinarische Genüsse bot der „Frühling in Wilstedt
Jede Menge Frühling, aber auch Information, Kultur und kulinarische Genüsse bot der „Frühling in Wilstedt". (Sabine von der Decken)

Wilstedt. „Wie viele Zuckerstücke stecken in einem Brötchen?“ Diese Frage stellte Carola Schröder, Ernährungscoach für kohlenhydratreduzierte Lebensmittel, den Besuchern des Festes in der Ortsmitte. Zum ersten Mal war die Gesundheitsmesse Teil der Veranstaltung „Frühling in Wilstedt", die Wilstedter Gewerbetreibende vor 19 Jahren ins Leben gerufen hatten.

Das Angebot im Bereich alternativer Gesundheit gebündelt zu präsentieren, war Ziel der ersten Gesundheitsmesse. Sechs Stände informierten im Gebäude der Sparkasse über Gesundheit, Ernährung und Tiergesundheit.

Auf dem Tisch ihres Standes lagen Würfelzuckerhaufen neben Würfelzuckerhaufen. Carola Schröder ließ die Besucher raten, in welchem Lebensmittel der meiste Zucker steckte. Spitzenreiter war das vermeintlich so gesunde Müsli. Aber auch das trockene Brötchen hatte es in sich. Mit dem Verzehr eines normalen Weißmehlbrötchens führe man seinem Körper die Energiemenge von fast neun Stück Zucker zu. „Da sammelt sich im Laufe des Tages eine Menge an.“ Als Lösung bot Schröder die Begleitung bei der Ernährungsumstellung mit kohlenhydratarmer und ballaststoffreicher Kost mit gesunden Fettsäuren an.

Zu viel Zucker und Kohlenhydrate und die damit verbundene gestörte Darmgesundheit waren ebenfalls bei Heilpraktiker Söhnke Albat Thema. Er und Ehefrau Andrea klärten die Besucher über die Zusammenhänge von Ernährung, Lebensstil und Darmgesundheit auf und stellten die Frage: „Wie geht es dem Darm?“.

Auf einer ganz anderen Ebene widmete sich Tierheilpraktikerin Marie Otten der Thematik. In ihrer mobilen Praxis behandelt sie schwerpunktmäßig Pferde und Hunde und berät bei Futtermittelallergien und Diabetes von Tieren. Beimischungen in Fertigfutter, aber auch falsch verstandene Tierliebe seien oft genug Grund für die bei Tieren zunehmend auftretenden Beschwerden, sagte sie.

Extra aus Rotenburg waren Bianca und Olaf Ehrke zum Frühlingsfest angereist. Sie freuten sich sehr über die Informationen in Sachen Gesundheit. „Gesundheit wird immer großgeschrieben. Schaden kann das nicht“, so ihre Meinung zur Gesundheitsmesse.

So gar kein Problem mit Zucker und Kohlenhydraten hatten die Wilstedter Landfrauen in ihrem Landfrauencafé. 26 von den Landfrauen gebackenen Kuchen und Torten standen für den Ansturm zur Kaffeezeit auf dem kunterbunten Kuchenbuffet parat. „Alle sind selber gebacken. Jeder macht das, was er am liebsten mag und kann“, verriet Ivonne Willenbrock vom Wilstedter Landfrauenverein. Butterkuchen, Donauwellen und Schwarzwälderkirsch waren auch am Sonntag die Klassiker, die immer gingen.

Guten Zuspruch hatte an diesem Frühlingssonntag der Flohmarkt. Agnes Hasmann hatte jede Menge alte Knöpfe mitgebracht. Auf ihrem Flohmarkttisch lagen handgedrehte Lederknebelknöpfe aus den 1930-er Jahren neben Knöpfen aus Glas und anderen Naturmaterialien. Agnes Hasmann, die sonst auf dem Worpsweder Wochenmarkt mit ihrem Stand steht, schätzt das Wilstedter Frühlingsfest sehr. „Es ist ein ruhiger, kleiner, angenehmer Markt“, sagte sie über den Flohmarkt.

Überrascht zeigte sich Elisabeth Hintz von der großen Anzahl an Exponaten, die für die Ausstellung in der Wilstedter St. Petri Kirche zusammengekommen waren. Seit 17 Jahren beteiligt sich die Kirchengemeinde am „Frühling in Wilstedt“ mit einer wechselnden Ausstellung.

In diesem Jahr widmete sich die evangelische Kirchengemeinde dem Thema Kirchturm in Form von Fotos, Gemälden, Fahnen und Kupferstichen. "Unser Kirchturm und die vielen Kirchtürme in der näheren und weiteren Entfernung sowie ihre Geschichte“ nannte sich die Ausstellung im Kirchenschiff der St. Petri Kirche mit Beispielen aus Afrika, Russland und Deutschland.

Weil Elisabeth Hintz den Begriff Kirchturm sehr weit gefasst hatte, zeigte sie ganz unterschiedliche Kirchtürme, die auf den ersten Blick die Kriterien eines Kirchturms nicht erfüllten. Einer war der „lebendige“ Kirchturm in Hebron, ein Baum mit klingenden Metallstücken, der zum Gottesdienst ruft. Allein zwei Stellwände waren dem Wilstedter Kirchturm vorbehalten. Stetig wuchs die Ausstellung, sagte Hintz, und zeigte die Geschichte von Kirchtürmen, Glocken und Kirchturmspitzen. Wie schon in den vergangenen Jahren fand die Ausstellung in der Kirche großen Anklang.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?