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Borgfelder Sommerfest
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Borgfeld in Sommerlaune

Petra Scheller 16.06.2019 0 Kommentare

Das Borgfelder Sommerfest war schon abgesagt, doch dann wurde es doch noch ein großer Erfolg: Hunderte Gäste machten die Borgfelder Heerstraße für ein Wochenende zur Fußgängerzone und Flohmarktmeile. Möglich wurde das, weil zahlreiche Ehrenamtliche
Das Borgfelder Sommerfest war schon abgesagt, doch dann wurde es doch noch ein großer Erfolg: Hunderte Gäste machten die Borgfelder Heerstraße für ein Wochenende zur Fußgängerzone und Flohmarktmeile. Möglich wurde das, weil zahlreiche Ehrenamtliche das Ruder noch einmal rumrissen und das Fest trotz vieler Widrigkeiten im Vorfeld ausrichteten. (Christian Kosak)

Borgfeld. Borgfeld feiert den Sommer. Ein Wochenende lang sitzen Nachbarn in Liegestühlen und schlürfen bunte Cocktails, essen Eis und lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Kinder spielen mit großen Bällen, die in einem riesigen Planschbecken liegen – und das alles mitten auf der Heerstraße.

Schülerbands rockten die Bühne vor Rewe und zogen Jugendliche aus vielen Stadtteilen an die Wümme. „Das könnte immer so sein“, sagen zwei Mädchen, die sich in Liegestühlen auf der Flaniermeile fläzen und alkoholfreie Getränke aus Gläsern trinken – nicht aus Plastikbechern, betonen sie. Als „bunt, nachhaltig und sehr entspannt“, beschreiben die Jugendlichen das Fest. 45 Schausteller trugen zum Gelingen bei. An zwei Tagen präsentierte Moderator Frank Harreß elf Auftritte auf der großen Festbühne – Profibands und Schüler wechselten sich ab. Die Kinder der Tanzschule Picasso brachten die Straße mit ihrem Auftritt zum Wippen. Hunderte Besucher nutzen das schöne Wetter, um über den Flohmarkt zu bummeln.

Rund um den Borgfelder Ortskern flanierten die Menschen gemütlich und ohne großes Gedränge durch die Straßen. Die Stände standen dicht an dicht. Alt und Jung bummelten vom Entenangeln zur Hüpfburg bis zum Auto der Freiwilligen Feuerwehr. Es gab Popkorn, Waffeln, Würstchen, Kaffee und Kuchen, Bungee-Jumping auf Riesentrampolinen, Torwand-Schießen, eine Open-Air-Galerie und Trikes, auf denen man eine Spritztour vom Ortskern bis in die Wümmewiesen unternehmen konnte. Der Trike Stammtisch Bremen lud zum Cruisen auf bunten Motorrädern ein, der Erlös geht an das Kinderhospiz Löwenherz.

Auch viele andere Stände sammelten ihre Einnahmen für einen guten Zweck. Darunter ein Cocktailstand und die Weinverkostung des Lions Club Bremen-Wümme. Deren Vizepräsident Sven Schoon kam mit dem Verkauf von kühlen Weißweinen kaum hinterher. 20 Club Mitglieder wechselten sich an dem begehrten Ausschank ab. Der Erlös soll unter anderem für Borgfelder Spielplätze eingesetzt werden und „vielleicht für eine Bank im Ratsspieker-Park“, sagte Schoon.

Das Sommerfest, das in diesem Jahr unter ganz besonderen Umständen stattfand, wurde – trotz vieler Widrigkeiten im Vorfeld – ein riesiger Erfolg. Wie in jedem Jahr zeichnet der Borgfelder Bürgerverein für das bunte Treiben verantwortlich. Diesmal jedoch mit Hindernissen: Nachdem bekannt wurde, dass Ortsamtsleiter Gernot Neumann-Mahlkau, der das Fest vor vielen Jahren ins Leben gerufen hatte, nicht mehr als Organisator zur Verfügung stehen würde, wurde das Ganze zunächst abgesagt. Schließlich übernahm die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Gaby Piontkowsi die Festleitung und stellte alles binnen weniger Wochen und mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher auf die Beine. Initiator Gernot Neumann-Mahlkau verstarb währenddessen völlig unerwartet (wir berichteten). Ein Schock für das Orga-Team, das sich entschloss, gerade ihm zu Ehren weiterzumachen. Karin Neumann-Mahlkau, die Ehefrau des ehemaligen Ortsbürgermeisters, kam zur Festeröffnung, die von der Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer übernommen wurde. „Hinter so einem Fest steht die Arbeit von vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Sie machen unsere Stadt lebens- und liebenswert“, lobte die Bürgerschaftspräsidentin.

Tombola ist der Renner

Als am Sonnabend Drippey Spirit von der Oberschule in Habenhausen die Bühne betrat, drängte sich das Publikum vor dem Platz unter der Linde. Auch der Frühshoppen am Sonntag wurde gut besucht. Ein besonderer Renner war die Tombola. Bereits am Sonnabend waren 1250 Lose verkauft. 250 Stück bewahrten Inge und Gert Rehder an der Los- und Gewinnausgabe noch für den Sonntag auf. Auch die beiden ehemaligen Banker sprangen spontan ein. Die Hauptgewinne, ein 400-Euro-Gutschein für den Weser-Park und ein Wochenende mit einem Volvo-Cabrio, wurden bereits am Sonnabend gezogen. Borgfelder Geschäftsleute, Privatpersonen und Vereine spendeten die Gewinne. Seniorensprecher Johannes Huesmann wurde stolzer Gewinner einer Rock-CD. „Eine schöne Erinnerung“, sagt der 85-Jährige. „So ein Fest schweißt die Menschen zusammen, ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat. Die CD wird mich immer an diesen Tag erinnern.“


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...