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Borgfelder Sommerfest fällt aus

Petra Scheller 26.03.2019 0 Kommentare

Beim Sommerfest in Borgfeld war in den vergangenen Jahren immer was los. In diesem Jahr aber wird die Veranstaltung ausfallen.
Beim Sommerfest in Borgfeld war in den vergangenen Jahren immer was los. In diesem Jahr aber wird die Veranstaltung ausfallen. (Christian-Kosak)

Nachbarn treffen und sich spontan an einen Tisch setzen, Musik hören, lecker essen, Leute kennenlernen und darüber staunen, wie viele Vereine und Initiativen es in Borgfeld und Umgebung gibt. So beschreiben Besucherinnen und Besucher Jahr für Jahr ihre Lieblingsmomente auf dem Borgfelder Sommerfest.

In drei Monaten sollte es eigentlich wieder so weit sein. Das kommende Sommerfest ist für das Wochenende 15./16. Juni geplant, hieß es noch Anfang des Jahres aus dem Borgfelder Ortsamt. Viele Borgfelder hatten sich das Datum bereits im Familienkalender angestrichen. Doch nun kommt es anders. Überraschend wird bekannt: Das Sommerfest fällt in diesem Jahr aus.

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Besonders hart trifft diese Nachricht den ersten Vorsitzenden des Bürgervereins, Heiko Wagener. Er hat erst vor wenigen Tagen von der Absage des Festes erfahren. Der Schock sitze tief.

„Ich bin sehr traurig darüber“, sagt Wagener auf Nachfrage. Seit über neun Jahren zeichnet der Bürgerverein für das Fest verantwortlich. Organisiert wurde es auf Initiative des Ortsamtsleiters Gernot Neumann-Mahlkau hin. 

„Ich dachte mir irgendwann einmal, wir müssen den Borgfelderinnen und Borgfeldern hier doch auch mal was bieten“, sagt der Amtsleiter im Gespräch. So habe die Sache mal ganz klein angefangen. Inzwischen sei über ein Jahrzehnt vergangen.

Geld, Zeit und Mühe

Zwar hatte der Ortsamtsleiter schon lange angekündigt, dass er sich nach den Wahlen am 26. Mai aus seinem Amt zurückziehen werde. Dass damit jedoch auch ein Ausstieg aus vielen anderen Ehrenämtern verbunden sein wird, war bislang nicht klar. Gründe für den Rückzug gibt es offenbar mehrere, auch wenn sie niemand konkret benennen möchte.

So ist von Organisationsschwierigkeiten die Rede, davon, dass das Fest Jahr für Jahr von vielen Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt worden war, die sich nun einfach einmal – auch aus Altersgründen – zurückziehen wollen.

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Jahr für Jahr investierte Ortsamtsleiter Gernot Neumann-Mahlkau viel Zeit und Mühe, um das Fest mit einer Gruppe von Freunden auf die Beine zu stellen. Zuletzt wuchsen die Organisationsaufgaben beinahe in den Himmel. Über 80 Aussteller kamen zwischenzeitlich zum Sommer-Event nach Borgfeld.

Jahr für Jahr wurden die Bühnen-Projekte professioneller – das Fest entwickelte sich zum Publikumsmagneten. Im vergangenen Jahr kamen allein über 3000 Menschen zum WM-Public-Viewing in der Borgfelder Ortsmitte zusammen.

Tombola von Geschäftsleuten gespendet

Damit alles reibungslos lief, wurden ab Dezember Anträge an das Stadtamt geschrieben: Straßen mussten gesperrt, Wasser und Strom bereitgestellt werden. Auf die aufwendige Logistik der Standplanung folgte die Akquise der Aussteller. Bands mussten angefragt werden sowie eine Bühne mit Licht und Musikanlage. Über 14 Gigs wurden an zwei Tagen präsentiert. Besonders beliebt beim Publikum war eine Tombola mit über 500 Preisen, die zum größten Teil von den Borgfelder Geschäftsleuten gespendet worden waren, berichtet Neumann-Mahlkau.

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Doch das Fest sei nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch sehr kostenintensiv gewesen, fasst der Ortsamtsleiter zusammen. Bis zu 10 000 Euro mussten jedes Jahr ausgelegt werden, bevor ein Teil des Geldes durch die Schausteller wieder eingefahren werden konnte. Die Summe wurde von Neumann-Mahlkau aus seiner Privatkasse vorgestreckt. „Meistens ging es hinterher auch ganz gut auf“, sagt der Ortsamtsleiter. Doch ein Risiko sei natürlich immer dabei gewesen. „Da finden Sie mal jemanden, der bereit ist, das zu tragen!“ Er habe sich in den vergangenen Wochen umgehört, aber niemanden gefunden, der die Organisation verantworten wolle.

Hoffnung auf Fortsetzung

Mitorganisatoren wie der Unternehmer und Moderator Frank Harreß hoffen jedoch darauf, dass das Fest nur in diesem Jahr ausfallen wird. „Das Organisationsteam muss sich jetzt neu finden“, sagt Harreß. Gesucht seien Leute, die aktiv mit anpacken wollen. „Das große Ziel ist, dass es im kommenden Jahr wieder stattfinden soll“, sagt der Unternehmer für Radiosoftware.

Wer dann federführend verantwortlich zeichnen wird, sei indes noch unklar. Es gäbe da verschiedene Möglichkeiten, sagt Harreß. Mehr wolle er nicht verraten. Auch Deike Meyer wünscht sich „eine Fortsetzung des Borgfelder Sommermärchens.“ Aber es sei schwer, ein zuverlässiges Team zusammenzustellen, räumt die Sprecherin der Borgfelder Kaufleute ein.

Ausfall soll nicht zum Regelfall werden

„Bühne, Gastro, Schausteller, Kleinkunst – das muss alles lange im Vorfeld des Festes organisiert werden.“ Bislang habe Neumann-Mahlkau den Löwenanteil dieser Arbeit übernommen. „Das grenzt wirklich im Nachhinein an ein Wunder, was der Mann alles organisiert hat“, ergänzt der Bürgervereinsvorsitzende Heiko Wagener. Wichtig ist auch ihm: Das Fest soll nicht grundsätzlich ausfallen. „Wir tun alles dafür, dass es im kommenden Jahr wieder steigt!“


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Leserkommentare
admiral_brommy am 19.10.2019 13:20
Durchaus nicht.



Bildungserfolg hängt immer von diversen Faktoren ab. Daher ist es Aufgabe der Politik, diese Faktoren so ...
suziwolf am 19.10.2019 13:17
@Siegfried ...

Sie machen aber jetzt die Idee der BI zum
regelrechten Mischmasch.

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