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Grundschule Falkenberg
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Der Berg kommt weg

Lutz Rode 09.10.2018 0 Kommentare

Baggerarbeiten an der Grundschule Falkenberg: Der Erdhügel an der Falkenberger Landstraße wird platt gemacht.
Baggerarbeiten an der Grundschule Falkenberg: Der Erdhügel an der Falkenberger Landstraße wird platt gemacht. (Lutz Rode)

Lilienthal. Ein großer Teil des Schulhofes an der Falkenberger Grundschule ist derzeit von einem Bauzaun umgeben. Die Gemeinde Lilienthal nutzt die Herbstferien, um den großen Hügel abtragen zu lassen, der unmittelbar an der Falkenberger Landstraße liegt. Auch wenige hundert Meter Luftlinie entfernt sieht man derzeit Bauarbeiter statt Schulkinder: An der Integrierten Gesamtschule (IGS) wird im Auftrag des Landkreises das Baufeld hergerichtet, auf dem das sogenannte „Oberstufenhaus" entstehen soll. In diesem neuen Gebäude sollen künftig die Jahrgänge 12 und 13 unterrichtet werden. Ende September haben die Arbeiten begonnen.

Ganz so große Sprünge wie an der IGS stehen aktuell an der Grundschule Falkenberg nicht an: Der Berg soll komplett weg, weil er die Schule schon lange gestört hat. Bei Trockenheit fegte der Sand über den Hof, wenn es regnete, schleppten die Kinder den Schmutz mit in die Flure hinein. Und dann gab es noch die Stolperfallen durch herausstehende Wurzeln der Sträucher und Bäume. Und nicht nur die: „In dem Berg stecken auch Moniereisen, die herausgucken, weil sich die Erde gesetzt hat. Da ist die Unfallgefahr zu groß“, erläutert Andreas Cordes, Fachbereichsleiter im Lilienthaler Rathaus, den Hintergrund der aktuellen Arbeiten.

Konzept liegt vor

Mehr als der Bagger-Einsatz ist erst einmal nicht vorgesehen. Dabei gibt es seit Jahren umfassende Ideen, wie der Schulhof der Grundschule Falkenberg umgestaltet werden könnte, um den Kindern den Pausenaufenthalt angenehmer zu machen und die Fläche auch für Unterrichtszwecke besser nutzen zu können. In einer Arbeitsgemeinschaft wurden Pläne geschmiedet, Kostenschätzungen vorgenommen und in einem 43-seitigen Papier zusammengefasst. Zwei Jahre ist es her, dass Lilienthals Bildungspolitikern während einer Ausschusssitzung das Konzept präsentiert wurde und man entschied, 30 000 Euro für die Umgestaltung des Schulhofes bereitzustellen. Danach passierte nicht mehr viel, der Plan blieb Stückwerk.

Zu tun hatte dies wohl auch damit, dass neben der Schulhof-Umgestaltung auch die Erweiterung des Schulgebäudes im Gespräch war. Die Gemeinde wollte vermeiden, auf dem Gelände erst neue Rutschen, Schaukeln oder Fußballtore aufzustellen, um sie dann wenig später wegen eines Anbaus wieder wegnehmen zu müssen. So dümpelten die Pläne vor sich hin. Was von ihnen am Ende übrig bleibt, ist offen. „Die aktuellen Arbeiten sind ein erster Schritt, alles weitere muss mit der Schulleitung besprochen werden“, heißt es in der Gemeindeverwaltung. 

Klarere Vorstellungen gibt es dagegen zu dem, was auf dem Gelände der Integrierten Gesamtschule passieren soll. Im Grunde sind es zwei Baustellen: Zum einen wird das Oberstufenhaus gebaut, in dem unter anderem offene Lernbereiche vorgesehen sind, um den pädagogischen Anforderungen und Ansätzen der IGS gerecht zu werden. Das zweite Bauvorhaben betrifft den bisherigen Kindergarten „Schatzkiste“, der umfassend umgebaut und künftig vom elften Jahrgang der IGS genutzt werden soll.

Wie die Kreisverwaltung auf Nachfrage mitteilte, sollen die Umbauarbeiten des Kindergartens voraussichtlichen im Januar 2019 beginnen. Spätestens zu den Herbstferien 2019 sollen die gesamten Baumaßnahmen an der IGS abgeschlossen sein.

Die voraussichtlichen Kosten für alle Maßnahmen wie Planung, Bau und Herrichtung der Außenanlagen beziffert der Landkreis Osterholz als Schulträger mit rund vier Millionen Euro. Darin noch nicht enthalten sind die Kosten für den Erwerb des Kindergartengebäudes und des dazugehörigen Grundstücks von der Gemeinde Lilienthal. 1,5 Millionen Euro sind dafür in diesem Jahr im Haushalt des Landkreises eingeplant.


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Leserkommentare
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...