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KGS Tarmstedt
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Der Plan für die Schulerweiterung in Tarmstedt steht

Johannes Kessels 03.04.2019 0 Kommentare

Die KGS in Tarmstedt braucht mehr Platz. Jetzt liegen die Pläne für die Erweiterung vor.
Die KGS in Tarmstedt braucht mehr Platz. Jetzt liegen die Pläne für die Erweiterung vor. (Maximilian von Lachner)

Tarmstedt. Im August vorigen Jahres wurde zum bisher letzten Mal über die Erweiterungspläne für das Gebäude der Oberstufe der Kooperativen Gesamtschule (KGS) beraten. Nun lagen die Pläne wieder auf dem Tisch des Schulausschusses, allerdings in deutlich geänderter Form: Der Anbau soll so errichtet werden, dass ein Innenhof entsteht.

Der Ausschussvorsitzende Hartmut Otten (CDU) sagte, im November habe ein eigens für die Erweiterung gebildeter Unterausschuss des Schulausschusses den überarbeiteten Plan beraten. Was dabei herausgekommen ist, stellte der Architekt Martin Menzel aus Rotenburg jetzt dem Schulausschuss vor. Das Gebäude der Oberstufe, ursprünglich für die längst wieder abgeschaffte Orientierungsstufe gebaut, sei sukzessive erweitert worden. Bei der jetzigen Erweiterung habe er darauf geachtet, dass ein möglichst kompakter Baukörper entstehe.

Im vorigen Jahr war noch beabsichtigt, an die beiden Flügel, die sich hinter dem Altbau nach hinten erstrecken, je ein Stück anzusetzen – an den einen Flügel ein etwas längeres Stück als an den anderen. Nun soll das Gebäude einen Querriegel erhalten, der beide Flügel im Norden verbindet. Der Haupteingang im Altbau vorn im Süden bleibt, es kommt aber ein neuer Haupteingang im neuen Querstück im Norden hinzu, der in ein Treppenhaus führt. Zusätzlich wird es zwei neue Seiteneingänge geben.

Durch den Querriegel entstehen umlaufende Gänge im Erd- und Obergeschoss, wobei diese auf den Seiten des Innenhofs liegen. Alle Unterrichtsräume, abgesehen von je zwei Differenzierungsräumen pro Etage für Musik, haben ihre Fenster an den Außenseiten. Weil hinten ein neues Treppenhaus entsteht, können die Stahltreppen außen am Gebäude, die als Notausgang dienen, abgebaut werden.

Vier neue Musikräume, je zwei oben und unten und etwa 106 Quadratmeter groß, sollen entstehen, hinzu kommen in jedem Geschoss vier Differenzierungsräume, die etwa 20 Quadratmeter groß sind. Die Musikräume werden an der Ostseite des Gebäudes liegen. Auf der Westseite, jenseits des Treppenhauses, liegen im Erdgeschoss zwei Zeichenräume, 80 und 90 Quadratmeter groß, sowie ein Materialraum. Im ersten Stock befinden sich darüber zwei ebenso große Räume für die naturwissenschaftlichen Fächer, ebenfalls ergänzt um einen Materialraum ganz am westlichen Rand, der eine Tür zum alten Chemieraum erhält. Der bisherige Klassenraum unter dem Chemieraum wird in ein Lehrerzimmer umgewandelt, weil der Verwaltungstrakt derzeit sehr eng ist. Dafür gibt es zwei neue Klassenräume direkt hinter der Rückwand des östlichen Flügels, der jetzt etwas kürzer ist als der westliche, aber wegen des Querriegels auf die gleiche Länge gebracht werden muss. In jedem Geschoss werden neue Toiletten eingebaut.

Der Querriegel wird ein Pultdach erhalten und soll, so Martin Menzel, optisch wie ein freistehendes Gebäude wirken. Dies wird erreicht, indem die Zwischenstücke zu den beiden Flügeln leicht nach innen zurückspringen und eine andere Fassade erhalten als das übrige Gebäude. „Die sollten farbig werden, blau, grün oder gelb“, sagte der Architekt. Der östliche, längere Zwischentrakt bekommt über den neuen Klassenräumen ein Satteldach wie der alte Flügel.

An Baukosten hatte man bisher mit 4,2 Millionen Euro gerechnet, nun wird es voraussichtlich 50 000 Euro billiger – bei der letzten Beratung im August vorigen Jahres ging man allerdings noch von 3,87 Millionen Euro aus. Nicht in den Gesamtkosten enthalten sind 80 000 Euro für einen neuen Parkplatz und 90 000 Euro für die Verlegung des Basketballfeldes. Sabine Grimmelijkhuizen, die Leiterin der benachbarten Grundschule, fragte nach dem Grund. Ihr antwortete Schulamtsleiter Henning Aßmann, es sei früher einmal beschlossen worden, dass dies separat entschieden werden solle, weil darüber noch diskutiert werden müsse. „Da werde ich natürlich hellhörig“, sagte Sabine Grimmelijkhuizen – das könne also bedeuten, dass der Basketballplatz nicht verlegt, sondern abgeschafft werde, und dies wäre sehr schade für die Grundschule. „Wir müssen so schon was von unserem Schulhof abgeben.“ Samtgemeindebürgermeister Frank Holle dagegen meinte: „Wir können nur beten, dass wir schnell Handwerker finden und die Kalkulation einhalten.“ Sicher sei, dass von der 100-Meter-Bahn 25 Meter verlorengingen. Der Landkreis übernehme 47 Prozent der Kosten, die Verhandlungen seien sehr fair verlaufen.

Für Gerrit Köcher als Vertreter der KGS ist der vorgelegte Plan ein sinnvoller Kompromiss. Natürlich hätte seine Schule gern größere Räume, aber die jetzt geplanten Maße seien immer noch mehr, als der Landkreis zunächst habe bewilligen wollen. Dann solle man die Diskussionsphase jetzt möglichst kurz halten, damit im Sommer mit dem Bau begonnen werden könne und im nächsten Jahr der Anbau fertig sei, meinte Hartmut Otten, und sein Appell wurde befolgt: Ohne weitere Debatte stimmte der gesamte Ausschuss dem Planentwurf zu.      


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Leserkommentare
suziwolf am 19.10.2019 16:09
Anmerkung von @suziwolf
D o p p e l t ... hält nicht immer besser.

Nun also das 3. Mal:

Die Luft ist erfüllt von ...
butenbremer_in_altona am 19.10.2019 15:40
Das Schiff an Land aufpallen, sturmfest machen und aufhübschen. Dann kann Bremerhaven das Museumsstück behalten und man muss kein Geld ausgeben, um ...