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Brian Parrish
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Der Schatten einer langen Karriere

Lars Fischer 20.05.2019 0 Kommentare

Brian Parrish, britischer Rockmusiker mit Worpsweder Wohnsitz, tritt erneut in
Brian Parrish, britischer Rockmusiker mit Worpsweder Wohnsitz, tritt erneut in "seinem Wohnzimmer" auf. Am Sonnabend, 25. Mai, ist er in der Music Hall zu sehen. (Lars Fischer)

Worpswede. Ein Schatten seiner selbst – das ist Brain Parrish ganz sicher nicht. Und mit dem Titel „Shadowman“, der über sein neues Live-Programm und auch über seinem kommenden Album stehen soll, spielt der Brite mit deutschem Pass und Worpsweder Wohnsitz auf etwas ganz anderes an. In den neuen Liedern, von denen er bei seinem Auftritt am Sonnabend, 25. Mai, ab 20 Uhr in der Music Hall (Eintrittskarten kosten 20 Euro) bereits eine Handvoll spielen will, geht es um die dunkle Seite in einem. Die Figur des Schattenmenschen ist kein anderes Wesen, es ist die Verkörperung der eigenen Ängste und verdrängten Regungen. Inspiriert ist das Bild von Filmklassikern wie etwa „Nosferatu“ oder auch „Der dritte Mann“, die cineastisch mit den Schatten-Silhouetten spielen.

Für Parrish, dessen Karriere Mitte der 60er-Jahre im Hamburger Star Club an der Seite von Rock-Pionieren wie Gene Vincent begann, ein ungewöhnlich düsteres Thema. Er steht eigentlich eher für bluesigen Rock, der meist mit Groove das Leben feiert. Aber er dekliniert das Motiv wie üblich in verschiedenen Stilen durch, in der Jazz-Ballade „Noir“ geht es um ein merkwürdiges Zusammentreffen in einer Pariser Bar, im Titelsong eher um Kindheitstraumata. Und das Leben des Musikers, der mit Größen wie Eric Burdon, Johnny Hallyday, Alvin Stardust, Beatles-Produzenten George Martin, Jon Lord (Deep Purple), Graeme Edge (Moody Blues), Herbie Hancock, Peter Green oder Tony Kaye von Yes zusammenarbeitete, verlief nicht immer stromlinienförmig. Er weiß also, wovon er singt.

Seit 2004 lebt Brian Parrish in Norddeutschland und alle paar Jahre gibt er eine Art Statusmeldung über sein musikalisches Schaffen in der Music Hall ab. Seine Konzerte sind dabei nie gleich, denn wenn er auch von sich sagt, er arbeite langsam, so arbeitet er doch stetig. Viele Songideen verschwinden wieder in Schubladen, manche aber schaffen es auf die Bühne und später auch auf ein Album. Bis die Aufnahmen aber fertig sind und eine Platte erscheint – was ebenfalls eine langer und kostspieliger Prozess ist – gibt es sie nur im Konzert zu hören. Für Parrish ist das kein Testen des Materials, er sagt, wenn er nicht von einem Stück vollends überzeugt wäre, würde er es auch nicht spielen. Aber oft entwickeln sich die Lieder weiter und selten sind Live- und Studiofassung identisch.

Rock'n'Roll gehört auf die Bühne, findet der 71-Jährige und fragt: „Was ist das Aufregende daran, sich 3000 Stücke aus dem Internet runterzuladen?“ Für ihn zählt das Konzerterlebnis. Mit Gitarrist Tim Fischer, Keyboarder Axel Meyer, dem Worpsweder David Jahn am Bass sowie seinem langjährigen Produzenten Stefan Ulrich hinterm Schlagzeug will er genau das am Sonnabend kreieren.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...