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Schumacher begleitet die IGS-Oberstufe
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Dezernentin ist Patin

Silke Looden 04.02.2019 0 Kommentare

Dezernentin Heike Schumacher (7. von links) hat den Elftklässlern eine Grünpflanze mitgebracht. Mit ihnen freut sich Schulleiterin Karina Kögel-Renken (ganz links).
Dezernentin Heike Schumacher (7. von links) hat den Elftklässlern eine Grünpflanze mitgebracht. Mit ihnen freut sich Schulleiterin Karina Kögel-Renken (ganz links). (Silke Looden)

Lilienthal. Heike Schumacher sitzt inmitten der Elftklässler und lässt sich Löcher in den Bauch fragen. Die Dezernentin des Landkreises Osterholz hat die Patenschaft für den ersten Oberstufenjahrgang der Integrierten Gesamtschule in Lilienthal übernommen und nimmt ihre neue Aufgabe ernst. Die Fragen drehen sich vor allem um den Neubau für die Oberstufe. Vier Millionen Euro investiert der Landkreis Osterholz in das neue Gebäude. Die heutigen Elftklässler werden die ersten sein, die dort einziehen.

Die Schülerinnen interessieren sich vor allem für die Ausstattung des neuen Oberstufenhauses. Sie fragen nach schnellem Internet, nach dem Equipment für den Fachunterricht, nach Sofas und Kicker, als handele es sich um eine Jugendfreizeitstätte. Heike Schumacher hört zu, verspricht WLAN im ganzen Haus und eine gute Ausstattung. Auf Sofa und Kicker geht sie nicht weiter ein. Die Schüler wollen die Pausenfüller denn auch über Sponsoren finanzieren.

„Ihr seid der erste Jahrgang im neuen Haus. Ihr könnt also noch viel gestalten und euch einbringen“, sagt Schumacher, „aber ihr seid auch gefordert, denn vieles ist noch nicht fertig.“ Im Herbst sollen die dann Zwölftklässler in das neue „Lernhaus der Oberstufe“, wie es Schulleiterin Karina Kögel-Renken nennt, einziehen. Vier „Inputräume“ oder Kursräume wird es geben und dazu einen großen offenen Bereich, in dem sich die Schüler in kleinen Lerngruppen zusammenfinden werden.

Die Schüler interessieren sich für die verschiedenen Fachrichtungen. Physik ist ein Thema. Schumacher verspricht: „An der Ausstattung wird es jedenfalls nicht scheitern.“ Etwaige aktuelle Mängel würden behoben, aber eben nicht sofort. Es gehe reihum, eine Schule nach der anderen. Der Landkreis investiere viel Geld in die Schulen, betont die Dezernentin. Sie will die 64 Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur begleiten und „mit ihnen im Gespräch bleiben“.

Die Schüler fragen nach der geplanten Kooperation mit dem Gymnasium. Die Schulleiterin hält sich mit Versprechungen zurück. Erst vor Kurzem hatte die IGS eine öffentliche Abfuhr bekommen. Kögel-Renken möchte an der Idee festhalten, um eine größere Fächervielfalt in der Oberstufe anbieten zu können, „aber wir schaffen das auch allein“, sagt sie und will zunächst die Gespräche mit ihrem Amtskollegen Denis Ugurcu abwarten. Die 80-Minuten-Stunden an der IGS seien jedenfalls nicht das Problem, so Kögel-Renken auf Nachfrage.

Schülersprecher Joschua Helvogt nutzt den Besuch der Dezernentin, um sie auf die Probleme mit den Schulbussen anzusprechen. Der Takt passe nicht immer zu den Unterrichtszeiten, vor allem aber sei der Schulbus in der Oberstufe teuer. Schumacher erklärt, dass der Landkreis Osterholz fünf Millionen Euro im Jahr für den Schülertransport ausgebe. Die Übernahme der Kosten für die Oberstufe würde noch einmal eine Million Euro mehr kosten. Da das Land Niedersachsen bereits angekündigt habe, diese Kosten zu übernehmen, werde der Landkreis abwarten.

Nils Pump lenkt den Austausch mit Schumacher auf die lokale Politik: „Was halten Sie denn von Fracking?“, fragt er die 58-Jährige nach ihrer persönlichen Meinung angesichts der Demonstrationen gegen die Erdgassuche im Landkreis Osterholz. „Nix“, sagt Schumacher ganz spontan und erklärt, dass sie persönlich Bedenken wegen der gesundheitlichen Gefährdung der Bevölkerung habe. Der Landkreis aber müsse die Dinge differenzierter bewerten, räumt sie ein, und verweist auf die Resolution des Kreistages gegen die Erdgaserkundung.

Hospitation im Kreishaus

„Ich finde es klasse, wenn sich junge Leute engagieren“, sagt Schumacher und freut sich über soviel Offenheit. Sie lädt die Schülerinnen und Schüler ein, einen Tag im Keishaus zu hospitieren. Um die vielfältigen Aufgaben der Verwaltung aufzuzeigen, hat sie ein Organigramm mitgebracht. Die Schüler können damit offenbar wenig anfangen. Schumacher versucht es mit zwei Beispielen: „Im Gesundheitsamt haben wir Labore. Im Veterinäramt werden Lebensmittel überwacht. Letztlich haben wir für alles ein Amt“, lacht sie. Das Eis scheint gebrochen.

Zum Schluss überreicht sie den Schülern noch eine Grünpflanze für das neue Gebäude, das voraussichtlich im Herbst bezugsfertig sein wird. Spätestens zur Einweihung, verspricht Schumacher, werde sie wieder nach Lilienthal kommen und mit den dann Zwölftklässlern diskutieren.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...