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Tempo 30 vor Schulen und Altenheimen
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Die Bürokratie muss sich bewegen

Johannes Heeg 05.10.2019 1 Kommentar

Vor der Schule und dem Kindergarten in Quelkhorn im Landkreis Verden gilt Tempo 30.
Vor der Schule und dem Kindergarten in Quelkhorn im Landkreis Verden gilt Tempo 30. (Flecken Ottersberg)

Tempo 30 vor der Grundschule Tarmstedt, und das dauerhaft überwacht – das wäre ein einfaches und wirksames Mittel für mehr Sicherheit auf der Straße. Der Elternrat der Schule will diese verkehrsberuhigte Zone auf der viel befahrenen Landesstraße, der Gemeinderat will sie auch. Doch beide sehen sich in der Rolle des Bittstellers, der bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Rotenburg Männchen machen muss und doch abgewatscht wird.

Voriges Jahr ist die Gemeinde Tarmstedt mit ihrem Tempo-30-Antrag beim Landkreis abgeblitzt. Dessen Verkehrsbehörde ist die Stelle, die die Tempo-30-Schilder anordnen muss. Das wäre eine leichte Übung, denn 2017 wurde die Straßenverkehrsordnung geändert, was Kommunen die Anordnung von Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen erleichtert. „Innerhalb geschlossener Ortschaften ist die Geschwindigkeit im unmittelbaren Bereich von an Straßen gelegenen Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern in der Regel auf Tempo 30 km/h zu beschränken“, heißt es in der Verwaltungsvorschrift. „In der Regel“ bedeutet: Tempo 50 wird dort die Ausnahme. Doch beim Landkreis arbeiten sie immer noch mit den Freie-Fahrt-für-freie-Bürger-Argumenten der 1960er-Jahre: Tempolimit vor der Schule gibt es nur, wenn dieser Bereich ein Unfallschwerpunkt ist. Das gleiche Argument bekommt auch die Gemeinde Wilstedt zu hören, die sich Tempo 30 vorm Altenheim und in dem engen und kurvigen Bereich der Hauptstraße bis zur Molkereistraße wünscht. Unfallschwerpunkt – soll das etwa heißen, dass erst ein Mensch angefahren werden muss, bevor sich die Bürokratie bewegt? Das wäre zynisch.

Tempo 30, das geht in Quelkhorn vorm Kindergarten und in Ottersberg vorm Altenheim, beides im Nachbarkreis Verden gelegen, schon lange. Warum nicht mal einen Versuch in Tarmstedt und Wilstedt wagen? Oder muss erst jemand klagen?


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Leserkommentare
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...