Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Dorfgemeinschaft Eickedorf
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Die nächste Generation gestaltet mit

Undine Mader 17.04.2019 0 Kommentare

In der Dorfgemeinschaft Eickedorf wachsen junge Leute in die Verantwortung hinein (von links): Tanja Brüggemann, Kevin Stellmacher, Peter Junge, Jonas und Vanessa Hirsch.
In der Dorfgemeinschaft Eickedorf wachsen junge Leute in die Verantwortung hinein (von links): Tanja Brüggemann, Kevin Stellmacher, Peter Junge, Jonas und Vanessa Hirsch. (Maximilian von Lachner)

Peter Junge wäre gerne Grasberger. Auch wenn er in Lilienthal wohnt, fühlt er sich Grasberg und speziell Eickedorf verbunden. Die Großmutter hat da gewohnt, mit Freunden stand er dort am Osterfeuer oder fuhr auf dem Maiwagen mit, und auch andere Aktionen der Dorfgemeinschaft Eickedorf gefielen ihm. Umso mehr freute ihn, dass er auch als Nichtgrasberger Mitglied der Dorfgemeinschaft werden konnte, so wie seine Eickedorfer Freunde. Die sind zwischen Mitte 20 und Anfang 30. Manche von ihnen wuchsen im Dorf auf, andere haben eingeheiratet. Sie eint die Lust, das Dorfleben aktiv mitzugestalten, was für die Dorfgemeinschaft Eickedorf seit rund drei Jahren eine motivierte Truppe junger Leute bedeutet, die sich vom Kinderschminken beim Osterfeuer über den Freimarktswagen bis zur Pflege der Internetseite in den Verein einbringt.

„Die Dorfgemeinschaft verbindet die Leute, die hier wohnen. Sie ist etwas, wo man dazu gehört und wo man was beitragen kann“, beschreibt Vanessa Hirsch, was ihr die Dorfgemeinschaft Eickedorf bedeutet. Dass sie Mitglied wurde, habe sich so ergeben. Sie ist ein Eickedorfer Kind und hat inzwischen hier gebaut. In der Dorfgemeinschaft fühlt sie sich „herzlich aufgenommen“ und „gleich integriert“. Und: „Die Älteren freuen sich, dass wir uns engagieren.“ Die Vorschläge der jungen Leute kommen an, wie die Idee, am Grasberger Weihnachtsmarkt mit einem Essensstand teilzunehmen oder am Freimarktsumzug. 2018 war dort Premiere für den Eickedorfer „Schlager“-Wagen. Hirsch schwärmt von der altersgemischten Gemeinschaft, die sich abends traf und daran baute. „Das macht die Dorfgemeinschaft Stück für Stück moderner.“

Gemeinsam mit Peter Junge zeichnet Kevin Stellmacher für den Internetauftritt der Dorfgemeinschaft verantwortlich. Sie wollen wieder aktuelle Termine und Fotos von den jeweiligen Aktionen einpflegen. Das gebe einen besseren Einblick in die Dorfgemeinschaft. Für Stellmacher bedeutet Dorfgemeinschaft „einen großen Freundeskreis“. Peter Junge ergänzt: „Man verbringt wieder Zeit mit seinen Freunden.“

160 Mitglieder zählt der Verein unter Vorsitz von Axel Schloo. Im Unterschied zu anderen Dorfgemeinschaften verfügen die Eickedorfer über kein eigenes Haus. „Die Dorfgemeinschaft trifft sich draußen, am Dorfstein oder bei Mitgliedern im Carport oder in der Scheune“, erklärt Stellmacher. Das spare Kosten und Arbeit, die sie lieber in andere Projekte stecken, und bisher sei noch keine Aktion am fehlenden Ort gescheitert. Die junge Riege ist sich einig, dass genau dieser Aspekt für diese Gemeinschaft spreche. Dorfgemeinschaften sind für sie alles andere als ein Auslaufmodell. Sie verhindern, dass der Ort trotz Zuzug anonym werde.

Mangels Domizil bietet die Eickedorfer Dorfgemeinschaft keine regelmäßigen Veranstaltungen an. Mal treffen sie sich am Dorfstein zum Dorfputz oder unternehmen einen gemeinsamen Kohlgang – für sechs Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr. „Eine sehr günstige Möglichkeit, um sich in die Gemeinschaft zu integrieren“, findet Tanja Brüggemann. Für sie profitieren hier Jung und Alt voneinander. „Jeder bringt ein anderes Wissen ein“, und: „Man wird von den Älteren mitgezogen.“ Wie das Miteinander der Generationen in Eickedorf funktioniert, erklärt sie am diesjährigen Kohlgang: „Alle waren da willkommen, vom Dreijährigen bis zum Rollstuhlfahrer.“ Bei Wind und Regen wanderten rund 40 Menschen gen Gaststätte, dort schlossen sich dann noch jene dem Kohlessen an, die nicht so gut zu Fuß waren.

Im Vorstand der Dorfgemeinschaft arbeitet noch keiner von ihnen mit. Es irgendwann einmal zu tun, kann sich Kevin Stellmacher vorstellen, und Vanessa Hirsch sagt: „Das ist eine Aufgabe, in die man reinwächst.“


Meine Wümme-Region
Ihr Portal für die Wümme-Region

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für die Wümme-Region. In diesem Portal informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Region.

Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?