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Frühjahrsputz
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Die Region räumt auf

Patrick Reichelt 15.03.2018 0 Kommentare

Andernorts wird bereits fleißig Müll gesammelt: Mats (links) und Lio (rechts) räumen mit ihrem Vater Nico nahe der Grundschule Lahausen auf.
Andernorts wird bereits fleißig Müll gesammelt: Mats (links) und Lio (rechts) räumen mit ihrem Vater Nico nahe der Grundschule Lahausen auf. (Jonas Kako)

Lilienthal/Grasberg/Worpswede/Tarmstedt. Ob Plastiktüten, Kaffeebecher oder sogar alte Reifen: Der nahende Frühling bringt allerlei herumliegenden Müll ans Licht. Viele Vereine und Organisationen in der Region rufen deshalb fürs Wochenende zum traditionellen Frühjahrsputz auf (Termine am Ende des Textes).

In Lilienthal findet die Aufräumaktion bereits zum 25. Mal statt. Unter dem vielsagenden Motto „Lilienthal räumt auf“ sind alle Bürger der Gemeinde eingeladen, die Straßen, Gehwege und Grünflächen von Müll zu befreien. „Ich rechne mit einer ähnlichen Resonanz wie letztes Jahr, wo zirka 20 bis 30 Leute kamen“, sagt Manfred Kiehn. Der Vorsitzende der Sportkonferenz ist einer der Organisatoren der Aufräumaktion und war schon oft mit dabei. „Die Leute schmeißen vieles unachtsam weg“, findet er. Das Müllproblem habe sich in den letzten Jahren verschlimmert. „Eigentlich müssten wir die Aktion zweimal im Jahr machen, aber dafür haben wir nicht genug Leute.“ Während der Aktion wurden schon so einige kuriose Gegenstände gefunden. „Von Fahrrädern über Mopeds bis zu ausgeschlachteten Autos war schon alles dabei“, erzählt Kiehn. Besonders viel Müll finden die Freiwilligen regelmäßig rund um die Schulen, an der Ortsentlastungsstraße oder auch auf dem Jan-Reiners-Weg.

Heike Behrens vom Naturschutzbund in Lilienthal befürwortet die Müllsammel-Aktionen in der Region. „An einigen Stellen ist der Müll sicherlich mehr geworden“, sagt sie. Neben Plastikmüll seien vor allem Hundekotbeutel ein Problem. „Oft sind auch nicht genügend Mülleimer vorhanden“, so Behrens.

Kein Kavaliersdelikt

Das unachtsame Wegwerfen von Müll ist dabei kein Kavaliersdelikt. Schon für kleinere Dinge wie Bananenschalen oder Zigaretten sind Bußgelder zwischen zehn und 50 Euro fällig. Für Schadstoffe oder Sperrgut liegen die Strafen teilweise im vierstelligen Bereich. „Die illegale Beseitigung von Abfall schadet nicht nur der Umwelt, sondern stellt in bestimmten Fällen eine Straftat dar, die strafrechtliche Ermittlungen mit sich bringt“, sagt eine Sprecherin des Landkreises Osterholz.

Auch in der Gemeinde Worpswede wird in den nächsten Wochen kräftig aufgeräumt. Los geht‘s an diesem Wochenende mit dem Natur- und Geschichtspfad Hüttenbusch. Wie in den vergangenen beiden Jahren wollen die Jugendfeuerwehren im Rahmen des „Tages zum Umweltschutz“ wieder mithelfen, den Pfad instandzusetzen. Organisatorin Ilse-Marie Seijger rechnet mit etwa 40 Kindern und Jugendlichen samt Betreuern. Die Verschmutzung hat sich laut Seijger in den letzten Jahren nicht verschlimmert. „So langsam hat es sich in den Köpfen festgesetzt, den Müll nicht einfach in die Gegend zu werfen.“ Eine Woche später rufen dann die Stiftung und der Heimatverein in Worpswede alle Einwohner auf, den Ortskern und den Weyerberg von Müll zu befreien.

In Tarmstedt fand die Müllsammel-Aktion bereits am vergangenen Sonnabend statt. „Es gab erfreulich wenig zu sammeln“, so Jan Dohrmann, Jugendwart der Jugendfeuerwehr. Etwa 25 Jugendliche und Kinder beteiligten sich an der Aktion und säuberten Wald- und Forstwege. „Hauptsächlich waren es Zigarettenschachteln, Flaschen oder Plastikmüll“, so Dohrmann.

Bereits zum dritten Mal ruft die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf zum Müllsammeln auf. Die letzte Aufräumaktion ist schon einige Jahre her. In Zukunft soll das gemeinsame Müllsammeln wieder zu einem festen Termin werden. Ingo Kück, Sportwart bei der TSG, hofft auf 30 bis 40 Helfer. „Wir versuchen auch andere Vereine und Feuerwehren in der Region einzubeziehen, denn nur gemeinsam sind wir stark“, sagt Vereinsmitglied Ingo Kück.


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Leserkommentare
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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