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Seniorenresidenz „Hinter den Eichen“
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Dritte Pflegeeinrichtung vollendet

Johannes Heeg 16.05.2019 0 Kommentare

Anna Mierau, Jens Tegeler, Johannes Oltmann und Gabriele Gallinat (von links) bei der Eröffnung der Seniorenresidenz
Anna Mierau, Jens Tegeler, Johannes Oltmann und Gabriele Gallinat (von links) bei der Eröffnung der Seniorenresidenz "Hinter den Eichen" in Tarmstedt. (Johannes Heeg)

Tarmstedt. Mit der neuen Seniorenresidenz „Hinter den Eichen“ ist am Mittwochnachmittag ein Zehn-Millionen-Euro-Projekt feierlich seiner Bestimmung übergeben worden. Frank Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe als Bauträger, sah damit den Dreiklang vollendet, den das neue Haus zusammen mit der benachbarten, 2017 eröffneten Tagespflegestation mit betreutem Wohnen und dem 2013 eröffneten Jan-Reiners-Seniorenzentrum an der Bremer Landstraße bilde.

Im Neubau an der Straße Zum Eichenbruche sind 56 Pflegeapartments untergebracht, die zwischen 20 und 25 Quadratmeter groß sind, die Nasszellen nicht mitgerechnet. Sie seien schon längst komplett verkauft worden, so Markus, und zwar an Investoren, die dafür jeweils 130 000 bis 140 000 Euro hingelegt hätten. Alle 56 Eigentümer haben ihre Zimmer an die Betreiber der Tarmstedter Senioreneinrichtung für 20 Jahre vermietet. „Mit dem Kauf haben die Eigentümer gleichzeitig ein bevorzugtes Belegungsrecht erworben“, erklärt Markus. Wer selbst ins Heim wolle oder müsse, habe Anspruch auf die nächste frei werdende Wohnung. Das müsse nicht unbedingt die eigene sein. Mit diesem Modell arbeite die Specht-Gruppe seit 30 Jahren.

Betrieben wird das neue Seniorenheim von einer Firma, die die Specht-Gruppe aus Bremen und die Tegeler-Gruppe aus Wunstorf gemeinsam gegründet haben. Bei ihr ist Anna Mierau angestellt, die Leiterin des neuen Hauses. Nach ihren Worten ziehen die ersten fünf Bewohner Ende Mai ein. Danach kämen jeden Monat weitere sieben bis zehn Bewohner dazu, sagt Gabriele Gallinat, Prokuristin bei Specht & Tegeler. Entsprechend werde auch das Personal aufgestockt. Mit zehn Beschäftigten – auch für Küche und Verwaltung – gehe die neue Einrichtung an den Start. "Bei voller Belegung werden wir bei 50 bis 70 Mitarbeitern landen", so Gallinat. Die Mitarbeiterzahl hänge auch davon ab, wie viel Teilzeitstellen darunter seien. Außerdem werde überlegt, ob mittelfristig ein Mittagstisch für externe Gäste und Essen auf Rädern angeboten werde. Das Haus verfüge jedenfalls über eine eigene Küche, in der frisch gekocht werde.

Gelöst sei ein anderes Problem, das in der Samtgemeinde für Irritationen gesorgt hat: „Die ärztliche Versorgung ist gesichert“, betont Geschäftsführer Frank Markus. Im Februar hatten die in Tarmstedt und Wilstedt praktizierenden Hausärzte Ulrike und Traugott Riedesel, Falk Landen und Florian Steiner gemeinsam erklärt, dass sie „wegen Überlastung“ weiteren Patientinnen und Patienten im neuen Pflegeheim nicht den gebotenen Standard in der medizinischen Versorgung garantieren könnten. Versuchten sie es dennoch, „würde die Qualität der Versorgung unserer aktuellen Patienten sinken“. Das sei inakzeptabel und laufe „dem Anspruch an uns selbst entgegen“. Daher sei ihnen „die ärztliche Versorgung weiterer Patientinnen und Patienten im neuen Pflegeheim leider nicht möglich“. Das Problem sei – in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung – gelöst worden, erklärte Markus nun in seiner Eröffnungsansprache. Wie, das wollte er noch nicht verraten. Aber die meisten der künftigen Bewohner kämen sowieso aus der Samtgemeinde Tarmstedt und würden schon jetzt von einem der ansässigen Ärzte versorgt.

Tarmstedts Bürgermeister Wolf Vogel nannte den Bau der drei, wie er sagte, hochwertigen Senioreneinrichtung innerhalb weniger Jahre „eine unglaubliche Geschichte“. Zur Einweihung überreichte er Anna Mierau eine Ausgabe der Tarmstedter Chronik.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?