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Lions Club LIlienthal: Sie kann Leben retten
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Eine Box für den Notfall

Silke Looden 23.04.2019 0 Kommentare

Die Notfallbox des Lions Clubs.
Die Notfallbox des Lions Clubs. (Maximilian von Lachner)

Lilienthal. „Die Notfallbox kann Leben retten“, ist der Präsident des Lions Clubs in Lilienthal, Klaus Fittschen, überzeugt. Die kleine gelb-blaue Dose wird im Kühlschrank aufbewahrt. Ein Aufkleber an der Innenseite der Haustür weist Ersthelfer darauf hin. In der unscheinbaren Plastikröhre ist ein Datenblatt mit wichtigen persönlichen Informationen hinterlegt. „Im Notfall können die Rettungskräfte die Situation dann schneller einschätzen und müssen nicht warten, bis Angehörige Auskunft geben“, betont Fittschen.

Die Notfallbox ist eine Erfindung der Briten, die damit auf die zunehmende Zahl der Singles reagiert haben. In Folge des demografischen Wandels leben auch hierzulande mehr und mehr ältere, aber auch junge Menschen allein. Nicht selten wird die Lilienthaler Feuerwehr zu einer Notöffnung gerufen, weil eine Person nicht mehr erreichbar ist. Ist tatsächlich etwas passiert, kommt die Notfallbox zum Einsatz – sofern vorhanden.

Der Lions Club Lilienthal hat die Idee aufgegriffen, aber auch die Lions in Worpswede, Ritterhude und Osterholz-Scharmbeck unterstützen die Aktion. Anderswo haben Sozialverbände oder das DRK die Box eingeführt, in Tarmstedt der Seniorenbeirat. „Die Box ist in Apotheken und teils auch in Arztpraxen erhältlich“, erklärt Fittschen. In Lilienthal gibt es die Box sogar in allen Apotheken, in Arztpraxen nur teilweise, weil das Ausfüllen des Datenblatts eben auch Arbeit macht. „Wichtig ist, dass die Informationen aktuell sind“, betont denn auch der Lilienthaler Präsident der Lions und rät dazu, dass Angehörige beim Ausfüllen helfen.

Wenn der Notfall eintritt, können Ersthelfer sich dann schnell und umfassend informieren. Neben den Daten zur Person wie Name, Alter, Adresse sind vor allem Informationen über Vorerkrankungen, Allergien oder Medikamente von Bedeutung. „Für denn Notarzt ist es wichtig zu wissen, ob jemand eine Penicillin-Unverträglichkeit hat oder einen Blutverdünner nimmt“, erklärt Fittschen. Auch der Hinweis darauf, wer im Notfall informiert werden soll, sei enthalten. In der Box können übrigens auch Informationen über Haustiere hinterlegt werden. So wissen die Retter, wer sich in der Zwischenzeit um die Katze kümmern kann.

Fittschen betont, dass die Box nicht nur für Senioren geeignet ist, sondern auch für Menschen mit Handicap. Geld wollen die Lions mit der Box nicht verdienen. Die zwei Euro pro Box sind eine Spende. Diese wird in die Anschaffung weiterer Boxen investiert. Zwischenzeitlich, weiß Fittschen, gab es bereits Lieferengpässe wegen der großen Nachfrage.


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Leserkommentare
MaxHeinken am 21.10.2019 19:17
„Über die Hotline....“

...wenn man denn dort mal durchgestellt wird.
Diese Hotline ist leider immer überlastet und nicht zu ...
nizo800 am 21.10.2019 19:11
Werbung, ja bitte! Auch im Weser-Kurier. Aber, bitte, nicht in Form eines Artikels vorgetragen! Das ist hier Fall. Leider.
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