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Brandschutz im Landkreis Osterholz
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Feuerwehren investieren viel Zeit

Johannes Kessels 25.11.2018 0 Kommentare

Landrat Bernd Lütjen (rechts) und Kreisbrandmeister Jan Hinken (hinten) ehrten (von links) Heiner Schomaker, Jürgen Schöne, Manfred Otten und Gernot Mehrtens. 
Landrat Bernd Lütjen (rechts) und Kreisbrandmeister Jan Hinken (hinten) ehrten (von links) Heiner Schomaker, Jürgen Schöne, Manfred Otten und Gernot Mehrtens.  (Kosak)

Grasberg. Die Freiwilligen Feuerwehren haben eine Zukunft, und mehr Geld wird für ihre Ausrüstung bald auch zur Verfügung gestellt. Das ist dringend nötig, meinte Jan Hinken,   Kreisbrandmeister von Osterholz, bei der Dienstversammlung, zu der die sieben Gemeindekommandos des Landkreises und die übrigen Funktionsträger der Kreisfeuerwehr nach Wörpedorf gekommen waren.

Grasbergs Bürgermeisterin Marion Schorfmann betonte, dass die Brandschützer nicht nur Verantwortung für ihre Kameraden trügen, sondern auch für die Kommunen. Deshalb gehöre es sich für ihn als Landtagsabgeordneten, zu der Dienstversammlung zu erscheinen, sagte Axel Miesner. Er nehme von der Feuerwehr immer wieder Themen nach Hannover mit. Der Osterholzer Landrat Bernd Lütjen lobte die gute Übersicht über das Einsatzgeschehen, die er bei den Versammlungen bekomme. Weniger lobenswert sei das Verhalten der Bundeswehr bei dem Moorbrand bei Meppen gewesen. Die Feuerwehr im Landkreis habe sich eine Woche lang bereithalten müssen, ehe eine endgültige Absage gekommen sei – dabei hätten die Feuerwehrleute sich schließlich auch mit ihren Arbeitgebern abzustimmen. „Die Feuerwehr musste das ausbaden, was die Bundeswehr verschuldet hat.“ Viermal sei die Kreisfeuerwehr angefordert worden, viermal sei ihr wieder abgesagt worden, ergänzte Jan Hinken.

Der Kreisbrandmeister stellte Björn Plate aus Sankt Jürgen und Mathias Kück aus Lilienthal/Falkenberg als neue Kreisbereitschaftsführer beziehungsweise Zugführer des Umweltschutzzuges vor. Beide wurden befördert: Björn Plate zum Hauptbrandmeister, Mathias Kück zum Hauptlöschmeister.

1037 Einsätze wurden seit dem 1. Januar im ganzen Kreisgebiet gefahren, berichtete Jan Hinken, davon 333 Brände inklusive Fehlalarme und 579 Hilfeleistungen. Letztere Zahl sank etwas, weil es weniger Sturmschäden gab als 2017. Noch mehr Zahlen hatte der Kreisbrandmeister parat: Es gebe in Niedersachsen nur elf Berufsfeuerwehren – wenn auch jeweils mit mehreren Wachen -, aber 3300 Freiwillige Feuerwehren, davon 52 Ortswehren im Landkreis Osterholz, der gar keine Berufsfeuerwehr besitzt. Hinkens Folgerung: „Wir müssen die Erhaltung der Freiwilligen Feuerwehren favorisieren.“ Mit der Novellierung des niedersächsischen Brandschutzgesetzes sei die Feuerwehr allerdings nicht ganz einverstanden, deshalb sei jetzt eine Kommission gebildet worden. „Da werden sicherlich gute Ideen kommen“, hofft Hinken. Die Akademien für Brand- und Katastrophenschutz in Loy und Celle würden ausgebaut, damit dort künftig 100 000 statt 75 000 Lehrgangsteilnehmertage im Jahr stattfinden können.

Die Leistungsvergleiche, die dieses Jahr die alten Wettkämpfe abgelöst haben, werden auf Regionalebene durch ein viertes Modul für Atemschutzträger ergänzt, was Jan Hinken kritisch sieht. Er befürchtet eine zu starke Abnutzung des Materials unter Zeitdruck. Sehr notwendig sei es, dass der Bund seine Mittel für den Zivilschutz innerhalb der nächsten vier Jahre von 42 auf 100 Millionen Euro aufstocke. Dafür könnten 1000 neue Fahrzeuge gekauft werden, aber allein in Niedersachsen sei von den 90 großen Katastrophenschutz-Löschgruppenfahrzeugen mit Tragkraftspritze vom Typ LF 16 TS Kat nur noch ein Drittel einsatzbereit. Das letzte seiner Art im Landkreis Osterholz habe man im Sommer ausmustern müssen.

Der Grasberger Gemeindebrandmeister Norbert Blanke meinte, es gehe der Feuerwehr „den Umständen entsprechend“ gut, aber bei Ausrüstung und Gebäuden fehle es an vielen Punkten, doch das liege nicht an den Gemeinden, sondern am Land. Es könne aber, so sein Lilienthaler Kollege Andreas Hensel, auch keine Dauerlösung sein, beim Neubau von Feuerwehrhäusern hauptsächlich auf Eigenleistungen zu setzen. Zudem müsse die Alarmierung wieder schneller werden, hier gebe es Probleme seit der Umstellung auf Digitalfunk. Die werde dieses Jahr in Lilienthal als der letzten Gemeinde im Landkreis abgeschlossen.

Der Kreis-Jugendfeuerwehrwart Björn Finken sprach eine Warnung aus: Es seien gefälschte E-Mails mit Rechnungen der Jugendfeuerwehr aufgetaucht. Die sollten sofort gelöscht werden. „Wir verschicken unsere Rechnungen ausschließlich per Post“, sagte er.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.