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Europawahl 2019
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Gummibärchen für die Helfer

Lutz Rode 23.05.2019 0 Kommentare

Die Europawahl kann kommen - in der Gemeinde Lilienthal ist alles dafür organisiert. 15 568 Wahlberechtigte leben in der Gemeinde.
Die Europawahl kann kommen - in der Gemeinde Lilienthal ist alles dafür organisiert. 15 568 Wahlberechtigte leben in der Gemeinde. (Ralf Hirschberger/dpa)

Lilienthal. Im Lilienthaler Rathaus ist alles angerichtet für die Europawahl am 26. Mai. Mitarbeiterinnen der Bürgerdienste-Abteilung waren am Mittwoch damit beschäftigt, Kisten mit dem Equipment für die Wahllokale im Gemeindegebiet zu packen. Stimmzettel, Stifte oder Tesa-Film finden sich in den Boxen, aber auch die eine oder andere Gummibärchen-Tüte. „Etwas für die Seele“, sagt Abteilungsleiterin Manuela Langer zu dem Gruß, der den Wahlhelfern in den 14 Wahlbezirken den Sonntag ein wenig versüßen soll.

15 568 Wahlberechtigte aus Lilienthal sind aufgerufen, ihre Stimme zur Europawahl abzugeben. Auch in Lilienthal zeichnet sich der Trend zur Briefwahl deutlich ab: Am Mittwoch hatten bereits 2251 Männer und Frauen ihre Stimmzettel in den Umschlag gesteckt und abgegeben. Damit sind bereits vier Tage vor dem Wahltermin deutlich mehr Briefwähler zusammen gekommen als bei der Europawahl 2014 insgesamt. Vor fünf Jahren lag die Zahl der Briefwähler bei 1423, wobei es auch etwas weniger Wahlberechtigte gab.

Damit aber auch im Wahllokal die Stimmabgabe am Sonntag reibungslos funktioniert, hat die Lilienthaler Gemeindeverwaltung für die jeweiligen Wahlvorsteher, deren Stellvertreter und Schriftführer die Teilnahme an einem Schulungsabend organisiert. Die Lilienthaler haben sich in die Schulung eingeklinkt, die von der Gemeinde Grasberg organisiert wurde, um das Einmaleins der Wahl zu vermitteln.

Genügend Personal für die Wahlbezirke in Lilienthal steht zur Verfügung. Anfang April hatte sich das noch ganz anders angehört, als die Gemeindeverwaltung den Notstand ausrief, weil erst knapp die Hälfte der 122 benötigten Helferinnen und Helfer beisammen war. Nach einem Bericht in der WÜMME-ZEITUNG  meldeten sich im Rathaus zahlreiche Lilienthaler und erklärten sich bereit, einzuspringen. Damit blieben der Verwaltung die  befürchteten Zwangsverpflichtungen erspart. Die Verantwortlichen waren erleichtert.

Auf eine Besonderheit können sich am Sonntag die Wählerinnen und Wähler einstellen, die im Wahlbezirk Falkenberg III ihre Stimme abgeben wollen. Dieses Wahllokal ist vom Landesamt für Statistik ausgewählt worden. Der Stimmzettel sieht dort etwas anders aus als das herkömmliche Exemplar – die Wähler sollen Angaben machen, etwa zu ihrem Geschlecht und ihrem Alter. Später werden die Daten statistisch ausgewertet. Rückschlüsse auf einzelne Personen seien nicht möglich. Neben Lilienthal wird auch ein Wohllokal in Osterholz-Scharmbeck für die statistische Auswertung herangezogen. 

Mehrere Nachfragen hat es im Rathaus auch wegen eines anderen Merkmals gegeben: An den Stimmzetteln fehlt jeweils rechts oben die Ecke. Zu tun hat dies mit der Schablone, die es blinden Menschen oder solchen mit Sehbehinderungen ermöglichen soll, sich an der Wahl zu beteiligen. Die Ecke fehlt, damit die Hilfe richtig angelegt werden kann. Zu beziehen sind die Schablonen auch bei dieser Wahl über den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, nicht etwa über das Rathaus.

Landrat Bernd Lütjen hat vor einigen Tagen für eine hohe Wahlbeteiligung im Landkreis Osterholz geworben. In Worpswede haben örtliche Parteien, Initiativen und Vereine ebenfalls einen Aufruf gestartet. Und auch die Kirche klinkt sich ein: Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck sollen am Sonntag dem Thema Europa gewidmet werden. Das soll auch in der Lillienthaler Klosterkirche so passieren, beim Einführungsgottesdienst von Diakon Hendrik Bahrenburg. Superintendentin Jutta Rühlemann wird dort die Predigt halten. Vorab hat sie bereits per Pressemitteilung an die Menschen in der Region appelliert, ihre Stimme zu nutzen, "um ein Zeichen für die Zukunft eines geeinten Europas zu setzen.“ Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung an der Europawahl im Landkreis Osterholz bei knapp 50 Prozent.


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