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Katzen wohl nicht mutwillig vergiftet

Johannes Heeg 07.10.2019 0 Kommentare

Zur Bekämpfung der Mäuseplage ist offenbar verstärkt auch Gift zum Einsatz gekommen. Katzen, die auf diese Art getötete Mäuse fressen, vergiften sich ebenfalls.
Zur Bekämpfung der Mäuseplage ist offenbar verstärkt auch Gift zum Einsatz gekommen. Katzen, die auf diese Art getötete Mäuse fressen, vergiften sich ebenfalls. (Julian Stratenschulte/dpa)

Tarmstedt. Was die Fälle der beiden vergifteten Katzen aus Wilstedt und Tarmstedt betrifft, geht die Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Tarmstedt „eher nicht mehr davon aus, dass es sich um eine mutwillige Vergiftung von Katzen handelt“. In einer Stellungnahme zum Artikel „Katzen im Koma“ heißt es: „Der Wirkstoff ,Alpha-Chloralose' oder seine Abbauprodukte wurden in den bei uns vorgestellten Katzen nicht direkt nachgewiesen, es wurde aus Kostengründen auch auf eine entsprechende Untersuchung verzichtet.“ Die Symptome – Krämpfe, Übererregbarkeit, dann tiefes Koma, extreme, tödliche Unterkühlung – sprächen jedoch sehr für dieses Gift.

Es sei eher anzunehmen, dass aufgrund der aktuellen Mäuseplage Gifte mit Alpha-Chloralose (zum Beispiel „Black Pearl Mäusegift“, „Celaflor Mäuse-Getreideköder Alpha-C“) verstärkt eingesetzt wurden, und dass die betroffenen Katzen frisch vergiftete, geschwächte Mäuse gefressen haben. Ausdrücklich weist die Praxis darauf hin, dass diese Mäusegifte auch für andere Kleintiere gefährlich sind: „Auch Greifvögel sind gefährdet!“

Die Tierärztin Nicola Ohlmann schreibt: „Die Hersteller werben zum Teil damit, das Gift sei ,human', weil im Gegensatz zum klassischen Rattengift die Tiere nicht verbluten, und dass die Gefahr sogenannter Sekundärvergiftungen sehr gering sei. Das könnte zu einem recht sorglosen Umgang mit diesem Gift geführt haben.“

Katzen reagierten jedoch deutlich empfindlicher als Mäuse auf dieses Gift: Zwei Mäuse reichten, um eine Katze zu töten. Sollte ein Tier eine verdächtige Substanz aufgenommen haben, sollte innerhalb einer Stunde Erbrechen durch einen Tierarzt herbeigeführt werden. Mäusegifte mit Alpha-Chloralose sollten zum Schutz von anderen Tieren nur in Innenräumen angewendet werden, und tote – aber auch geschwächte Mäuse – eingesammelt und unschädlich entsorgt werden, raten die Tarmstedter Tierärzte.


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Leserkommentare
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...