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Real Madrid in Grasberg
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Kicken wie die Stars

Sabine von der Decken 11.07.2019 0 Kommentare

„Funino“ garantiert mit oft wechselnden Allianzen den jungen Spielerinnen und Spielern viele Ballkontakte im Real-Madrid-Fußballcamp.
„Funino“ garantiert mit oft wechselnden Allianzen den jungen Spielerinnen und Spielern viele Ballkontakte im Real-Madrid-Fußballcamp. (Sabine von der Decken)

Grasberg. „Wir sind hier nicht zum Scouting, sondern um Techniken von Real Madrid zu zeigen“, macht Honorartrainer Thomas Rosin deutlich. Gemeinsam mit drei anderen für das Fußballcamp von Real Madrid engagierten Trainern vermittelt er in der ersten Ferienwoche 58 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren eine Woche lang Fußball nach Art des spanischen Vereins, der in Sachen Fußball zu den berühmtesten der Welt zählt.

Zum ersten Mal hat die Turn- und Sportgemeinschaft Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf die „Königlichen“ zu Gast. Die kamen als Nachfolger des FC St. Pauli, der im vergangenen Sommer als Erster in Grasberg ein Fußballcamp angeboten hatte. Mit Real Madrid erfolgte eine von den Eltern gewünschte Abwechslung im Ferienprogramm. Die allerdings brachte eine Kostensteigerung um 100 Euro für die einwöchige Betreuung auf grünem Rasen mit sich. Eine Woche Fußballschule Real Madrid gab es ab 259 Euro. Trotzdem sei die Resonanz auf das Angebot der TSG WGE in diesem Jahr vergleichbar ausgefallen, so Stefan Renken, Jugendleiter U6 bis U10. Manche Eltern aber hätten beim diesjährigen Preis etwas geschluckt. Für die nächsten  Sommerferien habe der Verein daher wieder ein kostengünstigeres Fußballcamp in Planung.

Sport und Spaß

Die Intention der Eltern sei bei der Buchung eines Fußballcamps durchaus unterschiedlich. Die meisten wünschen sich eine Woche lang Ferienbetreuung mit viel Sport und Spaß für ihre Kinder. Manchmal spielten aber auch sportliche Ambitionen und Zukunftswünsche eine Rolle. Doch solcherlei Wünsche werden nur selten wahr. Renken erinnert sich an ein Kind aus der Nachbarschaft, das von Real Madrid nach Berlin eingeladen wurde. Das Ticket nach Madrid aber blieb aus. Im Anschluss an eine Woche Fußball nach den Vorgaben der Real Madrid Jugendakademie werden auch aus Grasberg die beiden besten Spieler des Camps nach Berlin eingeladen, um hier mit Glück ein Ticket nach Madrid und eine Trainingseinheit im Estadio Santiago Bernabéu zu erhalten. Für die TSG WGE bewährt sich das Fußballcamp sowohl als Ferienbetreuungs- als auch als Schnupperangebot, um den Kontakt zwischen Kindern und dem Grasberger Verein herzustellen, sagt Stefan Renken.

Wie bei anderen Fußballcamps erhielten die Kinder am ersten Tag Trikots und Fußbälle. Noch waren sie ein wenig aufgeregt, nervös, manche zurückhaltend. Nach einer Woche gemeinsamen Spielens aber, berichtet Thomas Rosin aus Erfahrung, hat sich eine feste Gruppe gebildet. Die Trainingsmethoden der Spanier unterscheiden sich von den Angeboten anderer Fußballclubs durch die verwendete Technik wie GPS, Tracktic, Sportstation und Exerlights. Die machen es möglich, Sprint-, Dribbling- und die Durchschnittslaufgeschwindigkeit während eines Spiels zu messen.

Auf dem Grasberger Rasen spielen die kleinen Fußballer in Gruppen, die die Spielernamen Ramos, Hazard, Juvic und Kroos tragen. Alle sind motiviert und haben Spaß, auch wenn es mal ein wenig regnet. Und sie spielen „Funino“, einer Spielform auf Kleinfeld mit vier Kleintoren. Dieses Spiel in kleiner Gruppe ermögliche viele Ballkontakte, so Rosin. Und das sei sehr motivierend. „Motivation und Technik werden dadurch geschult.“

Das Spielsystem Exerlights schaffe mittels wechselnder Farben von LED-Leuchten an Spielern und Toren ständig neue Allianzen und Spielverläufe. Dadurch werden in kurzen Abständen Gegner zu Mitspielern. „Es sind Trainingsmethoden dabei, die auch Real Madrid im Jugendbereich anwendet“, berichtet Thomas Rosin über das Konzept.

Zu diesem gehören neben dem sportlichen Training auf dem Grün mit jeweils zwei Einheiten pro Tag auch sportgerechte Mahlzeiten und Ernährungstipps sowie die Wertevermittlung am und über den Fußball. Ausreden lassen, Zuhören und Respekt sind Begriffe, die die Trainer vom ersten Tag an mit Leben füllen und den Mädchen und Jungen erklären. „Wir achten auf Mannschaftsverhalten, Kameradschaft, Disziplin und Teamgeist“, betont Rosin.

Mittags sitzen Trainer und Kinder an einem Tisch, alle haben das Gleiche auf dem Teller: Blumenkohl, Kartoffeln und Würstchen. Nicht gerade das, was andernorts unter Kinderessen verstanden wird. Wer aber zwei bis drei Stunden Sport hinter sich habe, der freue sich einfach auf eine gute Mahlzeit, weiß auch Stefan Renken.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...