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Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke
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Kirchengemeinden rücken zusammen

Johannes Heeg 04.12.2018 0 Kommentare

Die Kirchengemeinden wollen noch mehr kooperieren: Diakon Heino Meyer, Pastor Benjamin Fromm, Diakonin Sonja Winterhoff und Pastor Wolfgang Preibusch (v.l.).
Die Kirchengemeinden wollen noch mehr kooperieren: Diakon Heino Meyer, Pastor Benjamin Fromm, Diakonin Sonja Winterhoff und Pastor Wolfgang Preibusch (v.l.). (Johannes Heeg)

Wilstedt/Kirchtimke. Die Kirchengemeinden Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke wollen in Zukunft noch enger zusammen arbeiten. Dazu gehört, dass im kommenden Jahr 16 von insgesamt 65 Gottesdiensten gemeinsam gefeiert werden – abwechselnd in Wilstedt, Tarmstedt oder Kirchtimke. Der Jahresplan umfasst drei Seiten, er endet mit einem festlichen Weihnachtsgottesdienst zwischen den Jahren, hieß es am Dienstag bei einem Pressegespräch mit den Pastoren Benjamin Fromm und Wolfgang Preibusch sowie den Diakonen Heino Meyer und Sonja Winterhoff.

Klingt wie ein Sparprogramm und ist auch eins, schließlich hat die Hannoversche Landeskirche vor einigen Jahren die Kirchengemeinden Wilstedt und Tarmstedt zusammen gelegt, um eine Pastorenstelle einzusparen. Die vereinbarte engere Kooperation sei nun der Versuch, das Beste aus der Situation für die Kirchenmitglieder zu machen. Die gemeinsamen Gottesdienste – für jeden Monat ist einer geplant, hinzu kommt die Sommerkirche – wollen die Kirchengemeinden nutzen, um „thematische Highlights“ zu setzen, wie es Preibusch sagt. Er verweist auf die „volle Kirche“ in Kirchtimke am Reformationstag. „Der Tenor der Rückmeldungen war: Das müssen wir öfter machen“, berichtet Preibusch. Der „Mehrwert“ für die Gläubigen sei die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und „die Erfahrung, dass wir als Kirche in der Region zusammenstehen“. Tun sich die Gemeinden zusammen, werde aus dem kleinen Tauferinnerungsgottesdienst mit zehn bis 15 Kindern „ein richtig großes Erlebnis, das sich den Menschen einprägt“.

Dazu Pastor Fromm: „Wir wollen zeigen, dass es nicht bergab geht mit dem kirchlichen Leben, sondern vorwärts.“ Dem Spardruck könne man auf zweierlei Weise begegnen: „Man kann den Untergang verwalten, oder man kann die Zukunft gestalten.“ Letzteres sei genau das Thema der Kirche, und zwar schon immer.

Die beiden für die Kinder- und Jugendarbeit zuständigen Diakone machten deutlich, dass die Familie weiterhin einen Schwerpunkt ihres Wirkens bilden werde. „Hier nutzen wir seit langem die Chancen einer engen Zusammenarbeit“, unterstrich Meyer. Daran werde sich auch nichts ändern, wenn er in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehe. „Der Stellenplan ist bis 2022 gesichert.“

Als Vorstufe zu einer Fusion der Kirchengemeinden sei das vereinbarte Zusammenrücken nicht zu sehen, hieß es. Es gehe nur um eine inhaltliche Zusammenarbeit, keinesfalls wolle man die Identifikation der Gemeindeglieder mit ihrer Gemeinde gefährden. „Falls wir in 20 Jahren nur noch die Hälfte unserer heutigen Mitglieder hätten, würden sich solche Fragen neu stellen“, so Preibusch. Derzeit gehörten rund 6700 Menschen aus der Samtgemeinde Tarmstedt mit ihren fast 11 000 Einwohnern der Hannoverschen Landeskirche an. Weitere 290 Protestanten gehören zur selbstständigen Tarmstedter Salemsgemeinde. Die vier hauptamtlichen Kirchenleute hoffen nun, dass die Gläubigen den eingeschlagenen Weg mitgehen. „2019 wollen wir Erfahrungen damit sammeln“, so Preibusch. Termine und Orte müssten sich einspielen, man hoffe auf „konstruktive Resonanz“.

Zur Sache

Info-Abend zum Gemeindehaus

Am Dienstag, 15. Januar, will die Kirchengemeinde Wilstedt im Rahmen eines Info-Abends über den aktuellen Stand der Planungen zum neuen Gemeindehaus berichten. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gemeindehaus (Hauptstraße). Der Bauantrag für den Neubau, der auf dem Friedhofsgelände errichtet werden soll, sei noch nicht eingereicht, sagte Pastor Benjamin Fromm auf Anfrage. Er stellte klar, dass der Erlös aus dem angestrebten Verkauf des großen Kirchengrundstücks an der Hauptstraße in vollem Unfang für die Finanzierung des Neubaus verwendet werden dürfe. Das Bieterverfahren für die Fläche, auf der das marode alte Pfarrhaus und das jetzige Gemeindehaus stehen, werde wohl im Januar ausgeschrieben.


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Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
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Leserkommentare
reswer am 22.10.2019 09:01
Die wollen lieber ihre subventionierten Biogasanlagen behalten........Ihre Felder mit Nitrat verseuchen...zum Nachteil aller Menschen.......und ...
gorgon1 am 22.10.2019 08:55
@ManUD7... Schuld, ok, dass ist in erster Linie der Konsument ...

Moin, weshalb das denn? Würde nicht so rumgeaast in der Landwirtschaft ...