Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Premiere im Theater am Deich
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Komik und Tragik im Schönheitssalon

Ulrike Schumacher 21.03.2017 0 Kommentare

Borgfeld Theater Am Deich Probe
Clairee Belcher (Anja Solveigh Cordes, links) und die Salonangestellte Annelle Dupuy (Corinna Grund) treffen in Truvys Schönheitssalon zum ersten Mal aufeinander. (Hans-Henning Hasselberg)

Borgfeld. Die Trockenhaube fehlt genauso wenig wie der Frisierumhang. Kamm und Bürste liegen bereit, und die erste Kundin steht auch schon in der Tür. Beim Theater am Deich wird in der neuen Spielsaison geföhnt, gekämmt, gepudert und nebenbei Dramatisches an die Oberfläche befördert. Der Schönheitssalon bildet den Rahmen für das Theaterstück, das am Freitag, 24. März, ab 19.30 Uhr im Theaterhaus am Lehester Deich Premiere feiert.

Auf seinen Spielplan hat das Theater am Deich in diesem Frühjahr das tragikomische Stück „Magnolien aus Stahl“ gesetzt. Vor knapp 30 Jahren lief es als Film mit Julia Roberts, Sally Field, Dolly Parton und Shirley MacLaine in den Hauptrollen im Kino. Jetzt schlüpfen Heike Weppler-Vollbrecht, Corinna Grund, Anja Solveigh Cordes, Linda Peetz, Hilke Müller und Helga Goll in die Rollen der Salonbetreiberin, ihrer Mitarbeiterin und deren Kundinnen.

Borgfeld Theater Am Deich Probe
Clairee Belcher (Anja Solveigh Cordes, links) und Salonbetreiberin Truvy Jones (Heike Weppler-Vollbrecht) haben immer etwas zu besprechen. (Hans-Henning Hasselberg)

Das Theaterhaus mit der Adresse Am Lehester Deich 92a rückt für die Zeit der Proben und der Aufführungen ins amerikanische Louisiana. Dort betreibt Truvy Jones in einer Kleinstadt einen Schönheitssalon. In ihrem Beauty Parlor sind die Damen schon ein bisschen aus dem Häuschen. Im Ort steht eine Hochzeit auf dem Plan. Shelby Eatenton, die Braut, deren Mutter M'Lynn und zwei weitere Kundinnen – die kratzbürstige Ousier Boudreaux und die footballverrückte Clairee Belcher – zieht es nacheinander unter Truvys Trockenhaube. Nebenbei laufen wichtige Gespräche um das Wesentliche im Leben: um Glück und Verlust, Kinder und Männer, Nagellack und Frisuren, um Zukunft, Trauer und Träume.

Bühne als Frisiersalon

Borgfeld Theater Am Deich Probe
Clairee Belcher (Anja Solveigh Cordes, links) und Salonbetreiberin Truvy Jones (Heike Weppler-Vollbrecht) haben immer etwas zu besprechen. (Hans-Henning Hasselberg)

Regisseurin Mary Janz hatte anfangs gezweifelt, ob es etwas werden würde mit der Salonatmosphäre im Lehesterdeicher Theaterhaus. „Ich dachte, es könnte schwierig werden, die Bühne in einen Frisiersalon zu verwandeln“, erinnert sie sich an ihre Bedenken. Aber dann reiste Mary Janz in ihre schottische Heimat und kam zuversichtlich zurück. In einem kleinen Theater hatte sie genau dieses Stück gesehen.

Es fand sich schließlich aber auch für das Theater am Deich eine Trockenhaube, die das Bühnenbildner-Team um Detlef Müller stilgetreu an die Bühnenwand geschraubt hat. Und Nachhilfe in Sachen Frisierhandwerk gab es ebenfalls. „Unsere Maskenbildnerin Gabriele Heyer hatte wunderbare Vorschläge.“ Seit September laufen beim Theater am Deich nun die Proben. Und wer an einem solchen Abend vorbeischaut, dem könnte glatt der Wunsch „waschen, schneiden, föhnen bitte“ über die Lippen kommen. Salonbesitzerin Truvy und ihre Angestellte Annelle ziehen im rosafarben gestalteten Salon fachkundig eine Haarsträhne nach der anderen auf Lockenwicklern stramm und treiben nebenbei die Handlung voran.

Borgfeld Theater Am Deich Probe
Clairee Belcher (Anja Solveigh Cordes, links) und Salonbetreiberin Truvy Jones (Heike Weppler-Vollbrecht) haben immer etwas zu besprechen. (Hans-Henning Hasselberg)

Die beginnt bei dieser Probe mit einem lauten Knall und einem Bellen. Der Vater der Braut pflegt der Vogelplage in seinem Garten mit Schüssen aus seinem Gewehr Herr zu werden. Sehr zum Unmut seiner Nachbarin. Die besitzt einen Magnolienbaum, aber wer dessen Pracht genießen will, muss sich sehr beeilen. Bei der Knallerei bleibt nicht ein Blütenblättchen am Baum. Das ist aber nur das Drama am Rande. Das wirkliche bahnt sich erst noch an.

Autor Robert Harling, der auch das Drehbuch für den Kinofilm geschrieben hat, widmete das Stück seiner Schwester Susan. Sie starb 1985 an den Folgen ihrer Diabetes-Erkrankung. Die Rolle der jungen Braut ist ihr nachempfunden. Linda Peetz steht für diesen Part erst zum zweiten Mal auf der Bühne und hat als Shelby Eatenton ein großes Pensum zu leisten. Insbesondere da sich die anfangs heitere Stimmung später stark wandeln soll. „Am Ende spitzt sich die Handlung noch sehr zu“, verrät Mary Janz.

Nach der Premiere am Freitag, 24. März, ab 19.30 Uhr ist „Magnolien aus Stahl“ noch 22 Mal zu sehen. Abendvorstellungen ab 19.30 Uhr gibt es am 31. März sowie am 5., 7., 11., 19., 21. und 26. April und am 3., 5., 10. und 12. Mai. Nachmittags, jeweils ab 17 Uhr, ist das Stück am 26. März sowie am 1., 2., 8., 9., 22. und 23. April und am 6., 7., 13. und 14. Mai zu sehen. Karten können dienstags von 18 bis 20 Uhr, Sonnabends von 9 bis 11 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 04 21 / 27 12 34 oder per Mail unter karten-theateramdeich@gmx.de vorbestellt werden. Informationen gibt es auch unter www.theateramdeich.de.


Meine Wümme-Region
Ihr Portal für die Wümme-Region

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für die Wümme-Region. In diesem Portal informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Region.

Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 14 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
Fehleinkauf am 22.10.2019 10:30
Was als für immer unerreichtes Märchen in den 70ern begann, ist heute nur noch peinlich.

Peinliche Story
Peinliche ...
Izmir_Fuchs am 22.10.2019 10:27
Keine Sorge, das dient nur AKKs Profilierung. Sie kann den Vorschlag doch nur aufgreifen, weil sie genau weiß, dass da nichts passieren wird.