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Vandalismus in Lilienthal
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Landkreis denkt über Objektschutz am Gymnasium nach

Lutz Rode 13.06.2019 3 Kommentare

Am Gymnasium Lilienthal kommt es seit gut einem Dreivierteljahr immer wieder zu Farbschmiereren und Sachbeschädigungen. Jetzt denkt der Landkreis Osterholz darüber nach, einen Objekt-Schutz einzusetzen.
Am Gymnasium Lilienthal kommt es seit gut einem Dreivierteljahr immer wieder zu Farbschmiereren und Sachbeschädigungen. Jetzt denkt der Landkreis Osterholz darüber nach, einen Objekt-Schutz einzusetzen. (Lutz Rode)

„Ich war hier“ hat ein Sprayer in orangefarbenen Lettern auf eine Blechwand geschrieben, die sich oben auf dem Flachdach des Musiktraktes im Schoofmoor befindet. Nur zu gern würde die Polizei wissen, wer hinter diesem „Ich“ steckt. Seit knapp einem dreiviertel Jahr bekommt das Gymnasium Lilienthal immer wieder ungebetenen Besuch von Leuten, die Farbschmierereien hinterlassen und auch vor Sachbeschädigungen nicht zurückschrecken. Der jüngste Vorfall dieser Art ereignete sich nach Angaben der Polizei zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen. Wieder wurde mit reichlich Farbe gesprüht, und auch Fensterglas ging zu Bruch. Auf mehrere Tausend Euro beläuft sich der Schaden, den die Täter allein diesmal anrichteten. Jetzt denkt der Landkreis Osterholz als zuständiger Schulträger darüber nach, am Gymnasium einen Objektschutz einzusetzen – sprich Wachleute, die das Gebäude außerhalb der Schulzeiten im Blick haben.

Zu Beginn des Jahres hatten sich in Lilienthal die Polizeimeldungen gehäuft, in denen es um Vandalismus ging. Nicht nur das Gebäude des Gymnasiums war betroffen, sondern auch an anderen Stellen des Ortes wie dem Amtmann-Schroeter-Haus tauchten Farbschmiereien auf und wurden Gegenstände zerstört. Die Vorfälle führten dazu, dass in der Politik kurzzeitig sogar über den Einsatz von Überwachungskameras an öffentlichen Gebäuden und Plätzen nachgedacht wurde. Der Plan verschwand wegen rechtlicher Bedenken und Zweifeln an der Wirksamkeit relativ schnell wieder in der Versenkung. 

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Zuletzt schien sich die Lage beruhigt zu haben, doch der Eindruck täuschte, wie sich jetzt am Gymnasium zeigt. Die Liste der Schäden, die die Hausmeister führen, ist im Laufe der vergangenen Monate immer länger geworden. Scheiben wurden eingeschlagen, Oberlichter aus Kunststoff zerstört, vor dem Gebäude wurde ein Hydrant für die Feuerwehr beschädigt und von Bäumen die Rinde abgeschabt, ganz zu schweigen von zersplitterten Schnapsflaschen und sonstigem Müll, der auf Dächern und dem Schulhof herumliegt. An einem der Schäden kommen die Schüler aktuell automatisch vorbei, wenn sie das Gymnasium betreten: Die Türgriffe sind gewaltsam entfernt worden, und Ersatz sei auf die Schnelle nicht zu bekommen, berichtet Schulleiter Denis Ugurcu. Er hofft, dass der Spuk bald ein Ende hat und die Verantwortlichen geschnappt werden. Der Sachschaden sei eine Sache, aber die Täter gehen auch das Risiko ein, selbst zu Schaden zu kommen. Der Herumklettern auf den Dächern sei gefährlich, sagt der Schulleiter.

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Wer hinter den Taten steckt und wie weit die Ermittlungen gediehen sind, dazu macht der Polizei weiterhin keine Angaben. Auch im jüngsten Fall formuliert die Pressestelle die Standardformel, die sie in den vergangenen Monaten schon so oft gebraucht hat: „Die Polizei Lilienthal hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen unter Telefon 04298/92000 um Hinweise auf verdächtige Umstände oder Personen in der Nähe.“

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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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