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IGS Lilienthal
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Projekt soll Zusammenhalt stärken

Katja Hofmann 30.01.2019 0 Kommentare

Die einen trieben Sport, die anderen schrieben drüber: IGS-Lehrerin Beate Elsken im Kreis ihrer Nachwuchsreporter.
Die einen trieben Sport, die anderen schrieben drüber: IGS-Lehrerin Beate Elsken im Kreis ihrer Nachwuchsreporter. (André Fesser)

Lilienthal. Aus einem Raum ertönt flotte lateinamerikanische Musik, im nächsten hören junge Leute in aller Stille in sich hinein. Etwas weiter weg, in den verschiedenen Turnhallen, wird es wieder lauter. Dort sind Fußballtore, Basketballkörbe und eine beeindruckende Parkour-Landschaft aufgebaut. Zum ersten Mal fanden in dieser Woche im neunten und zehnten Jahrgang der IGS Lilienthal  die sogenannten Sporttage statt.

Und dabei ging es nicht nur ums Laufen oder Springen – die Initiatoren haben sich noch mehr dabei gedacht. „Das Ziel ist es, durch den Kontakt auf einer anderen Ebene als der Lernebene eine ganz neue Beziehung entstehen zu lassen“, erklärt Beate Elsken, Lehrerin und Leiterin des zehnten Jahrgangs und Ideengeberin für die Sporttage. „Das gilt sowohl für die Schüler unter sich als auch für das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern.“ In den Workshops trafen nämlich Schülergruppen aus verschiedenen Jahrgängen aufeinander, die sich mitunter gar nicht kannten und nun plötzlich arrangieren mussten. Außerdem wurden die Projekte ausschließlich von Lehrerinnen und Lehrern angeboten, die in den Jahrgängen auch unterrichten.

Respekt und Miteinander

Elsken selbst hatte schon mal einen Tanztheater-Kursus an einer anderen Schule angeboten. Den Einfall, solche Sportprojekte auch an der Integrierten Gesamtschule durchzuführen, besprach sie mit ihrem Kollegen Eren Düdükcü. „Er hat Erfahrungen als Trainer und Jugendcampleiter und ist sehr beliebt bei den Schülern“, schwärmt Beate Elsken. Düdükcü selbst winkt an dieser Stelle bescheiden ab, bekräftigt aber die Aussagen seiner Kollegin: „Sport fördert die soziale Stärke und ermöglicht uns eine ganz andere Wertevermittlung“, macht er klar. „Respekt, Disziplin und Miteinander werden dann ganz groß geschrieben.“

Natürlich gab es auch ein paar Schwierigkeiten. Eine von ihnen war das „Hallenproblem“, wie Beate Elsken es nennt. Da nicht genügend Sporthallen zur Verfügung standen, konnte zum Beispiel kein Volley- oder Handball angeboten werden. Auch ließ sich die ursprüngliche Vision von drei Sporttagen nicht realisieren, sodass das Vorhaben in zwei Tage gepresst werden musste. Doch nicht zuletzt dank der Unterstützung der Schulleitung und des Kollegiums nahm das Projekt trotz aller Hürden bald seinen Lauf: Die Workshops unter der Leitung von Lehrkräften und einiger Experten von außerhalb bildeten sich nach und nach heraus. Die Schülerinnen und Schüler konnten dann ihre Lieblingsprojekte wählen und wurden anschließend auf die Angebote verteilt. „Am Freitag vor den Sporttagen konnte man eine richtige Vorfreude in der Schülerschaft spüren“, verrät Elsken.

Für alle Schülerinnen und Schüler sollte es ein passendes Angebot geben, deshalb standen neben den vielen Sportprojekten wie Yoga, Basketball, Parkour, Inlineskating, Tischtennis und verschiedenen Tanzkursen auch solche zur Auswahl, die weniger Bewegung erfordern. Eines dieser Projekte war die sogenannte Reportergruppe von Beate. Deren Mitglieder waren dafür zuständig, über die anderen Workshops zu berichten. Die entstandenen Berichte sollten in Form einer Wandzeitung in der Schule präsentiert werden. Damit diese gelingt und um den Schülerinnen und Schülern einen kleinen Einblick in das richtige Redaktionsleben zu geben, holte die IGS zwei Mitarbeiter der WÜMME-ZEITUNG als Unterstützung ins Boot: Redaktionsleiter André Fesser und Praktikantin Katja Hofmann.

Beide empfanden die zwei Tage als sehr lebhaft und produktiv, vor allem waren sie nicht mit dem normalen Schulalltag zu vergleichen. Nach einer morgendlichen Redaktionssitzung verteilten sich die 16 Mitglieder der Reportergruppe auf die anderen Projekte, um dort Mäuschen zu spielen, Interviews zu führen und Fotos zu machen. Dafür mussten sie dann auch manchmal nach Grasberg, Bremen oder Worpswede fahren, denn die Projekte fanden keinesfalls nur im Schulgebäude statt.

Mehr Spaß als gedacht

„Das Projekt hat mir mehr Spaß gemacht als zuerst gedacht“, sagt Schülerin Christin, die in der Reportergruppe mitwirkte. „Ich dachte, es würde langweilig werden und das Schreiben der Texte ewig dauern, aber so war es nicht.“ Die meisten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler stimmten ihrer Aussage zu. Aus allen 17 Projekten gab es mitunter auch Kritik und Missmut, der überwiegende Teil der Schülerrückmeldungen fiel aber positiv aus. Später am Tag traf sich die Reportergruppe dann im Computerraum, um die Rechercheergebnisse zusammenzutragen und sie mithilfe von Beate Elsken, André Fesser und Katja Hofmann zu Artikeln zu verarbeiten. Am Abschlusstag wurden die Berichte dann im Foyer der Schule an Stellwänden aufgehängt, um noch länger an die ersten Sporttage der IGS Lilienthal zu erinnern.

„Erfolgreich waren sie auf jeden Fall“, so Beate Elsken. „Ich habe vor allem gemerkt, dass es sehr gut für die Schülerinnen und Schüler ist, Personen von außerhalb an die Schule zu holen. Wir würden die Sporttage nächstes Jahr gerne erneut durchführen.“


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...