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Tierschutz Lilienthal, Worpswede, Grasberg
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„Samson 1“ startet durch

Lutz Rode 07.10.2019 0 Kommentare

Katzenhaus-Leiterin Kathrin Schulze freut sich über den neuen Tierhilfewagen, der jetzt vom Tierschutzverein genutzt werden kann.
Katzenhaus-Leiterin Kathrin Schulze freut sich über den neuen Tierhilfewagen, der jetzt vom Tierschutzverein genutzt werden kann. (Christian Kosak)

Lilienthal. Im Lilienthaler Katzenhaus denken die Mitglieder gern an „Samson“ zurück. Acht Jahre lang lebte das Prachtexemplar von Kater in der Station neben dem Lilienthaler Bauhof und ließ nie einen Zweifel aufkommen, wer der Chef im Ring ist. „Samson“ ist im vergangenen Jahr gestorben, doch der Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede, Grasberg will die Erinnerung an den legendären Bewohner mit vier Pfoten wachhalten. Der neue Tierhilfewagen, den Vorsitzender Sven Peters und Katzenhausleiterin Kathrin Schulze nun in Empfang genommen haben, soll künftig den Namen „Samson 1“ tragen.  

Stolz wie Samson sind sie beim Tierschutzverein auf jeden Fall, dass sie jetzt ein eigenes Auto auf dem Hof haben. Erhalten haben sie den nagelneuen Ford Transit Courier vom Deutschen Tierschutzbund. 28 speziell ausgerüstete und aus Spenden finanzierte Fahrzeuge sind es insgesamt gewesen, die der Dachverband in diesem Jahr bundesweit an Tierheime und Tierschutzvereine vergeben hat. Die Lilienthaler sind eine von fünf Tierhilfe-Organisationen aus Niedersachsen, die mit ihrer Bewerbung erfolgreich waren.

Sven Peters und Kathrin Schulze freuen sich, dass die Lilienthaler mit ihrem vergleichsweise kleinen Verein zum Zuge gekommen sind und sehen die Fahrzeugvergabe auch als Anerkennung des jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements an. „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Wir hätten aus eigenen Mitteln nie das Geld gehabt, für den Verein einen Wagen anzuschaffen“, sagt Kathrin Schulze. Der Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede, Grasberg genieße auf Landesebene einen guten Ruf, die Jugendarbeit gelte als vorbildlich. Man sei gut vernetzt – das habe vielleicht den Ausschlag bei der Entscheidung gegeben, eines der Autos von Bonn aus nach Lilienthal zu vergeben.

Bisher haben die Mitglieder des Tierschutzvereins für ihre ehrenamtliche Arbeit ihre Privatautos genutzt. Rund 30 000 Kilometer legen sie dabei in etwa pro Jahr zurück.  Fahrten zum Tierarzt stehen auf dem Programm, und regelmäßig rücken die Tierschützer bei Wind und Wetter aus, um verwilderte Katzen für die spätere Kastration einzufangen oder an den Straßenrändern nach Tieren zu suchen, die vors Auto gelaufen sind und sich verletzt haben. Auch Besuche stehen an, wenn Katzen vermittelt werden sollen oder schon welche vermittelt wurden und es Nachkontrollen gibt. „Die Arbeit wird durch den Tierhilfewagen ein Stück leichter. Es macht uns professioneller, wir können den  Anforderungen besser gerecht werden“, sagt Sven Peters.

Mehr Sicherheit beim Suchen

Was er damit meint, wird bei der Vorführung des neuen Fahrzeugs deutlich: So können im Heck bis zu drei Katzen-Boxen auf einmal untergebracht werden. Ein Trenngitter ist für den sicheren Transport auch eingebaut und die Seitenfenster sind blickdicht, sodass die Tiere bei der Fahrt nicht optischen Reizen ausgesetzt sind und sich der Stresspegel in Grenzen hält. Hinzu kommen soll noch ein kleines Schränkchen neben der Ladefläche, Warnjacken und Westen neben den Vordersitzen und oben auf dem Dach sollen laut Peters noch ein Suchscheinwerfer und eine Warnblinker-Anlage angebracht werden. Das Licht kann bei Dunkelheit helfen, vermisste Tiere im Unterholz aufzuspüren, außerdem geht es um die Sicherheit der Helfer. Neulich war Sven Peters nach einem Tiernotruf im Dunkeln an der Entlastungsstraße unterwegs. Dabei sei ihm etwas mulmig zumute gewesen. Gerade in den von weitem nicht gut einsehbaren Kurven könne es gefährlich werden, wenn die Tierschützer bei langsamer Fahrt die Straßenränder absuchen. Warnblinker könnten andere Autofahrer rechtzeitig darauf hinweisen, vorsichtig zu fahren.

Wer mehr über den Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede, Grasberg erfahren möchte, kann sich im Internet auf der Seite www.tierschutz-lilienthal.de schlaumachen. Die Liste der zu vermittelnden Tiere ist allerdings wegen einer Umstellung derzeit nicht auf dem aktuellen Stand.


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Leserkommentare
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...
oharena am 23.10.2019 09:04
wen soll man jetzt mehr "lieben" - die Polizei, de Anschläge verhindert hat - oder die "lieben" Terroristen, die keine Anschläge verübt haben?