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Windkraftpläne für Worpswede
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Schwenke schließt Windradbau aus

Lars Fischer 13.06.2019 0 Kommentare

Pläne geknickt: Nach Aussage von Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke soll es keine Windräder in Heudorf – oder anderswo in der Gemeinde Worpswede – geben.
Pläne geknickt: Nach Aussage von Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke soll es keine Windräder in Heudorf – oder anderswo in der Gemeinde Worpswede – geben. (Christophe Gateau/dpa)

Worpswede. Am Mittwoch präsentierte die Hamburger Firma Baywa in der Worpsweder Ratsdiele noch die Idee, im Ortsteil Heudorf Windenergieanlagen zu errichten. Einen Tag später hat sich das Vorhaben offenbar erledigt: Bürgermeister Stefan Schwenke, der sich wie berichtet mit dem Projektierer und Grundstückseigentümern der anvisierten Flächen traf, macht deutlich, dass er nach wie vor den Bau von Windkraftanlagen in Worpswede ausschließt. „Es ist weiterhin so, dass es keinerlei rechtliche Möglichkeit gibt, in der Gemeinde Worpswede einen Windpark zu bauen“, schreibt der Verwaltungschef. „Das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) sowie weitere rechtliche Grundlagen widersprechen einem solchen Vorhaben.“ Dies habe er auch deutlich den Heudorfer Anliegern und den Vertretern der Baywa gesagt.

Michael Münster, „Teamleiter Greenfield und Repowering“ des Unternehmens, bestätigt das auf Nachfrage: „Stand heute ist, dass wir diese Fläche nicht weiter verfolgen.“ Die Argumente der Gemeinde seien stichhaltig gewesen, und ohne die Unterstützung der Verwaltung sei es problematisch, ein solches Projekt voranzutreiben. Auch die Neuaufstellung des RROP gibt aus seiner Sicht wenig Grund zu Hoffnung: Die Hamburger werden seiner Prognose nach nicht in Heudorf aktiv werden. Laut Schwenke hätten sie außerdem erklärt, noch keine Gespräche mit dem Landkreis Osterholz geführt zu haben.

Das gemeinsame Treffen mit den Grundstückseigentümern, bei dem nicht geladene Gäste außen vor bleiben mussten, bezeichnet Schwenke als „ein verwaltungsinternes Gespräch auf Wunsch der angegebenen Windkraftfirma“. Es handele sich aber nicht „um eine Zurverfügungstellung der Ratsdiele für die Firma, um ihre Planungen zu präsentieren und ebenfalls nicht um ein ,erstes Date' zum Kennenlernen, was ich nie gesagt habe, sondern um einen Termin, um die Sach- und Rechtslage der Firma und den Eigentümern darzustellen.“ In ihrer Einladung an die Eigentümer hatte die Baywa geschrieben, man lade ein zu einer „Versammlung mit dem Bürgermeister von Worpswede, um mit Ihnen über unsere Projektidee bezüglich Windenergienutzung auf Ihren Flächen zu sprechen.“

Auch Stefan Schwenke geht davon aus, dass mit einem neuen RROP keine Veränderung der Ausgangslage eintritt. Die Gemeinde Worpswede empfiehlt dem Landkreis Osterholz in ihrem Entwurf der Stellungnahme zur Neuaufstellung des Programms, weiterhin auf eine Ausweisung eines Vorranggebietes für Windenergieanlagen in der Gemeinde Worpswede zu verzichten. „Nach meiner Einschätzung sieht es der Rat der Gemeinde Worpswede mehrheitlich ebenso, sodass davon auszugehen ist, dass auch zukünftig ein Windpark in der Gemeinde Worpswede nicht entstehen wird.“ Rechtliche, technische und naturschutzfachliche Belange, die vor rund zehn Jahren geltend gemacht wurden, lägen unverändert weiterhin vor. Abschließend betont Schwenke, weder er noch der Hüttenbuscher Ortsvorsteher Friedrich-Karl Schröder würden in dieser Sache eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?