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Skulpturen aus Zweigen

Marius Roskamp 17.09.2018 0 Kommentare

Wolfgang Buntrock vom Atelier Land-Art hilft beim Bau der Skulpturen.
Wolfgang Buntrock vom Atelier Land-Art hilft beim Bau der Skulpturen. (Marius Roskamp)

Wilstedt. In den 60er Jahren entwickelte sich als eine Art Gegenrichtung zur kommerziellen Kunst Andy Warhols und Konsorten eine Kunstform, die sich als vergänglich und unverkäuflich charakterisierte. Diese Kunstform, die Land-Art (Gelände-Kunst), hat sich Martin Koch-Siepe vom Kultur-Forum Samtgemeinde Tarmstedt ausgesucht, um das Programm seines Vereins um Bereiche aus der bildenden Kunst zu erweitern. Aus diesem Grund hält er sich gemeinsam mit zwölf Teilnehmern und dem künstlerischen Leiter Wolfgang Buntrock von Freitag bis Sonntag an verschiedenen Orten innerhalb der Landschaft der Samtgemeinde Tarmstedt auf. Der Land-Art-Workshop soll die junge Kunstform mit Stöcken, Steinen, Gras, Blumen und anderem nahe bringen.

„Es ist unsere erste Veranstaltung zur Land-Art,“ berichtet Koch-Siepe. „Bisher war es aber eine derart positive Erfahrung, dass wir das wohl auch in Zukunft anbieten werden.“ Am Sonntag findet der abschließende Teil des Workshops statt. In der Nähe des Dreiecksees bauen die Kursusteilnehmer eine Präsentation ihres eigenen Körpers. Koch-Siepe steht vor einem Turm aus Zweigen, der ihm etwa bis zur Hüfte reicht. „Ich habe noch einiges vor, der Turm soll so groß werden wie ich“, erzählt er mit einem Lachen. In dem Reihenwäldchen finden sich genügend Zweige und andere Mittel, um die vergänglichen Kunstwerke zu bauen. „Wenn die Leute erst einmal Stöcke und ähnliches für ihre Skulpturen sammeln, ist das eine sehr viel geringere Hürde als ein leeres Blatt Papier und ein Aquarellkasten“, sagt Koch-Siepe.

Die Zielsetzung des zweiten Vorsitzenden des Kultur-Forums war es, das Programm und Angebot seines Vereins sinnvoll zu erweitern. Workshops zum Chorgesang und Kurse für Poetry Slams, einer Mischung aus Dichtkunst und künstlerischer Performance, und andere Angebote gäbe es schon, die bildende Kunst soll das Angebot nun erweitern. Ein bekannter Künstler aus dem Bereich der Land-Art sei Andy Goldsworthy, über dessen Arbeit schon Dokumentationen gedreht wurden. Sein Name wurde beispielhaft als „Lockmittel“ eingesetzt. Mit Erfolg, der Workshop zur Land-Art war  ausgebucht. Heike Meyn hat den Flyer zur Veranstaltung in ihrem Heimatort Rhade gesehen und fühlte sich davon angesprochen, „drei Tage im Wald zu verbringen.“ Kunst hat sie nach eigener Aussage noch nie gemacht, zeigt aber stolz ein Foto der großen Skulptur, die in gemeinsamer Arbeit in Tarmstedt entstanden ist.

Wolfgang Buntrock vom Atelier LandArt aus Hannover fungiert als künstlerischer Leiter des Workshops und bestätigt: „Mit vielen Händen kann man auch viel schaffen.“ Er freut sich besonders über die Gruppe, die interessiert lerne und sehr gut zusammenarbeite. Er selbst habe sich autodidaktisch als Künstler ausgebildet, seit 20 Jahren arbeitet er hauptberuflich mit Land-Art. Mit seinem Partner schaffe er Installationen für Wettbewerbe oder auch Auftragsarbeiten. „Unsere Skulpturen halten mindestens fünf Jahre. Mit Garantie“, sagt er. Kostproben des Ateliers kann man sich auf der Internetseite www.landart.de ansehen.

Auch wenn die Land-Art von der Idee her unbeweglich und vergänglich ist, wird der Workshop doch fleißig fotografisch dokumentiert. Martin Koch-Siepe kann noch nicht mit Bestimmtheit sagen, in welcher Form die Ergebnisse des Workshops präsentiert werden. Eine Ausstellung der Fotografien oder einen Bildband hält er aber für möglich. Bis dahin kann man die Skulpturen der vergänglichen Kunst mit etwas Glück noch im „Dicken Holz“ in Tarmstedt und Am langen Damm in Wilstedt sehen.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
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aguahorst am 20.10.2019 16:55
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