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Volle Pendlerparkplätze in Borgfeld
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SPD fordert Abschaffung der Tarifzone Lilienthal

Antje Stürmann 19.10.2018 6 Kommentare

Zu viele Pendler stellen in Borgfeld ihre Autos ab, sagt die SPD – und fordert Abhilfe.
Zu viele Pendler stellen in Borgfeld ihre Autos ab, sagt die SPD – und fordert Abhilfe. (Hans-Henning Hasselberg)

Die vielen Autos von Pendlern machen den Borgfeldern zu schaffen. Vor diesem Hintergrund beantragt die SPD, dass der Ortsbeirat den Verkehrssenator auffordern soll, gemeinsam mit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) die Ticketpreise für Pendler günstiger zu gestalten, damit diese ihr Auto zu Hause stehen lassen. Eine Möglichkeit wäre, so die SPD, die zusätzliche Tarifzone in Lilienthal abzuschaffen.

Die Straßenbahnlinie 4 der BSAG verbindet Lilienthal ab Falkenberger Kreuz mit dem Bremer Straßenbahnnetz. „Wer diese Netzverbindung durchgehend nutzen will, muss sowohl in Bremen als auch in Lilienthal für die eine Fahrt jeweils einen erhöhten Fahrpreis entrichten“, begründet Bernd Vahlenkamp den Vorstoß der SPD. Um diese Mehrkosten zu vermeiden, stellten Einpendler nach Bremen ihre Autos in Borgfeld auf den Park‐and-Ride-Plätzen ab. Das führe dazu, dass die Stellflächen meist ganztägig belegt seien. Als Beispiel nennt Vahlenkamp den Park-and-Ride-Platz an der Wendeschleife beim Hamfhofsweg. Dieser wird nach Angaben der SPD zu etwa 80 Prozent für Autos mit auswärtigen, vor allem Osterholzer Kennzeichen genutzt.

„Darüber hinaus ist zeitweise zu beobachten, dass die Seitenstreifen für Kurzzeitparkplätze im Ortskern, freie Möglichkeiten in Wohngebieten und die Parkplätze des Sportvereins TSV Borgfeld ganztägig von auswärtigen Fahrzeugen belegt werden“, monieren die Sozialdemokraten. Dadurch würden die Ortsansässigen verdrängt und eingeschränkt. Sie seien in dem weitläufigen Ortsteil ebenfalls auf die Park‐and-Ride-Plätze
angewiesen. Finden die Borgfelder keine Stellflächen, werde das Angebot der BSAG für sie unattraktiv, befürchtet Vahlenkamp. Mit der Abschaffung der Tarifzone Lilienthal wollen die Borgfelder erreichen, dass es für die Pendler aus dem Umland attraktiver wird, bereits in Lilienthal in die Straßenbahnen einzusteigen – und ihr Auto zu Hause zu lassen.

Staus vermeiden in den Hauptzeiten 

Das, so Vahlenkamp, sei auch gut für die Umwelt. Denn Staus in den Hauptverkehrszeiten würden so vermieden. Seine Fraktion verspricht sich von der Maßnahme auch, dass mehr Menschen auf den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Außerdem könne ein Wegfall der zusätzlichen Tarifzone das gesellschaftliche und geschäftliche Leben der beiden Gemeinden beleben, „insbesondere auch für diejenigen, die auf die Straßenbahn angewiesen sind“, so der stellvertretende Beiratssprecher.

Über den Antrag soll der Beirat in seiner Sitzung am 23. Oktober, ab 19.30 Uhr, in der Ernst-Klüver-Hall , Hamfhofsweg 4, abstimmen.


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Leserkommentare
K_ter_Lysator am 22.10.2019 09:14
Das die Verkehrssituation in Findorff (und auch andere Stadtteile) den Status "sub-optimal" nicht erreicht ist kein vom Freimarkt abhängiges Problem. ...
Wesersteel am 22.10.2019 09:04
Deutschland soll Soldaten/innen laut AKK nach Syrien schicken UND hier sitzen die jungen Syrer im trocknen - was verkehrte Welt !

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