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Perspektive Wiedereinstieg
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Starthilfe bei der Berufsrückkehr

Friedrich-Wilhelm Armbrust 13.10.2019 0 Kommentare

Anja Knübel-Gröger, Beraterin Tanja Heidt, Projektleiterin Andrea Krückemeier und Coach Anke Tielker (von links).
Anja Knübel-Gröger, Beraterin Tanja Heidt, Projektleiterin Andrea Krückemeier und Coach Anke Tielker (von links). (Armbrust)

Landkreis Osterholz. Anja Knübel-Gröger hat sich vor einiger Zeit an das Projekt „Perspektive Wiedereinstieg“ im Landkreis Osterholz gewandt. Jetzt arbeitet sie mit 20 Stunden pro Woche als Hauswirtschaftsleiterin. „Ich bin beruflich dort angekommen, wo ich hin wollte“, sagt sie rückblickend. Nach ihren Worten hat sie im Coaching und in den Seminaren des Projekts Anregungen und Handwerkszeug bekommen, um nach einer längeren beruflichen Auszeit neu zu beginnen. Während der vergangenen 17 Jahre habe sie sich hauptsächlich um die Familie gekümmert, berichtet Knübel-Gröger.

Die Beschäftigungsgesellschaft Pro-Arbeit bietet „Perspektive Wiedereinstieg“ an. Das Projekt richtet sich an Frauen und Männer, die nach einer Familienphase einen Neuanfang anstreben. Auf dem Markt fehlten Arbeitskräfte, sagt Armin Zubrägel, Mitglied der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Wir suchen händeringend Menschen.“ Es zeichne sich ein Fachkräftebedarf ab. Man müsse deshalb gerade diejenigen Menschen unterstützen, die nach einer Familien- oder Pflegezeit in den Beruf zurück möchten. „Und das hier ist eine super Anlaufstelle“, lobt er die Perspektive Wiedereinstieg im Landkreis Osterholz. 

Laut Projektleiterin Andrea Krückemeier können jetzt auch Personen beraten und geschult werden, die den Wiedereinstieg bereits geschafft haben, sich aber nun weiter entwickeln möchten oder Karriere-Ambitionen haben. Außerdem gibt es in der neuen Förderphase einen Qualifizierungsschwerpunkt zum Erwerb digitaler Kompetenzen.

Die klassischen Wiedereinsteigerinnen werden ebenfalls weiter beraten. „Seit Mitte 2015 haben wir 144 Frauen unterstützt“, bilanziert die Projektleiterin. „Zwei Drittel konnten in Arbeit oder Weiterbildung vermittelt werden.“ Der Einstieg in das Projekt sei jederzeit möglich, so Krückemeier. „Und was viele erst einmal nicht glauben: Das Ganze ist kostenfrei.“ Viele Frauen sind nach den Worten der Projektleiterin eine „stille Reserve“, die sie gerne auf den Arbeitsmarkt locken möchte.

In den Seminaren dazu geht es um Zeit- und Selbstmanagement und um das Auffrischen von Computer-Kenntnissen. Der Aikido-Workshop sorgt für selbstsicheres Auftreten. Zu den Workshops zählen weiter Pferdecoaching, Collagen und Fotoshootings sowie das Xing-Netzwerk, in dem Mitglieder ihre beruflichen Kontakte verwalten. 

Es wird auch mit sogenannten Webinaren gearbeitet; das sind interaktive Seminare via Internet. „Durch dieses virtuelle Klassenzimmer kann man sich zum Beispiel rund um das Marketing weiterbilden “, sagt Coach Tanja Heidt. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.“ Hilfe ist nach ihren Worten bei Online-Bewerbungen nötig. „Das ist noch eine große Hürde.“ Heike Schumacher vom Vorstand von Pro-Arbeit freut sich, dass das Projekt bis Ende 2021 läuft. „Es gibt nur positives Feedback von den Teilnehmern. Sie sind vom Coaching und der intensiven und  individuellen Begleitung begeistert.“

Neben dem sechsmonatigen Coaching bietet die Pro-Arbeit auch Einelveranstaltungen an. Am Mittwoch, 23. Oktober, steht ein Unternehmensbesuch beim Pflegedienst in Lilienthal auf dem Programm. Am Montag, 28. Oktober, hält Lutz Herkenrath den Vortrag „Böse Mädchen kommen in die Chefetage“. Wie jemand mit seinem Lebenslauf punkten kann, ist am Dienstag, 12. November, im Wiedereinstiegs-Café in Hambergen zu erfahren.    

Näheres unter www.perspektive-wiedereinstieg-ohz.de sowie unter 04791/ 930 36 18.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?