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Nachhaltigkeit in Lilienthal
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Strom aus eigener Produktion

Klaus Göckeritz 13.05.2019 0 Kommentare

Christian Meyer-Hammerström und Jost-Hendrik Maaß begehen die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Logistikzentrums von Müller-Licht.
Christian Meyer-Hammerström und Jost-Hendrik Maaß begehen die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Logistikzentrums von Müller-Licht. (Maximilian von Lachner)

Lilienthal. Die Müller Licht GmbH hat einen insgesamt zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Logistikzentrum im Gewerbegebiet Moorhausen investiert. Zentraler Baustein ist eine zwölf Meter hohe und 12 000 Quadratmeter große Halle mit mehr als 15 000 Palettenstellplätzen. Von Besuchern, Kunden und Lieferanten unentdeckt arbeitet eine Solaranlage auf dem Dach. Hier produzieren mehr als 2300 Module umweltfreundlichen Strom – und zwar viel mehr, als das international tätige Handelshaus von Licht und Leuchten selbst verbraucht. 15 Prozent der Strommenge wird direkt genutzt, der überwiegende Teil wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist.„Wir sind für das Thema Energieeffizienz von Haus aus sensibilisiert“, sagt Geschäftsführer Jost-Hendrik Maaß zum Hintergrund dieser Investition.

Beim Bau des Logistikzentrums am Ende der Edisonstraße hat das in Lilienthal ansässige Unternehmen früh auf Energieeffizienz geachtet. Eine höherwertige Dämmung des Gebäudes gehört ebenso dazu wie der Einsatz von Solarenergie zur Stromerzeugung. Der Bedarf des Mittelständlers mit rund 100 Mitarbeitern und einem Umsatz von jährlich etwa 70 Millionen Euro ist erheblich. Für gleichbleibende Wärme in der 15000 Quadratmeter großen Halle sorgt eine Fußbodenheizung, die Lagertechnik mit so genannten Flurförderfahrzeugen benötigt für die Aus- und Einlagerung der Lampen und Leuchten viel Energie, die Büros und Rechner sind am internen Stromnetz angeschlossen und nicht zuletzt wird eine Stromtankstelle für das elektrobetriebene Firmenfahrzeug versorgt. Für die Solaranlage hat das Unternehmen rund eine halbe Million Euro in die Hand genommen. Nach gut neun Jahren habe sich die Anlage amortisiert, rechnet Jost-Hendrik Maaß vor – und auch die Umweltbilanz falle ins Gewicht. Der ökologisch produzierte Strom bedeute eine Einsparung von rund 370 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids pro Jahr.

Mit im Boot sitzen die Osterholzer Stadtwerke, die sich bei der Ausschreibung des Projekts durchgesetzt hatten. Die Investition in Moorhausen sei ein Paradebeispiel in Sachen Effizienz und Nachhaltigkeit, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström betont. Der Mittelständler und der Energieversorger haben ein Paket geschnürt. Dazu gehörten sowohl eine enge Kooperation bei der Planung und dem Bau, als auch Vereinbarungen zu Wartung, Unterhaltung und Betrieb der Anlage. Demnach fließen rund 15 Prozent des auf dem Dach erzeugten Stroms in das eigene Firmennetz, der große Rest geht zu einem ausgehandelten und vergleichsweise niedrigen Basispreis in das allgemeine Netz und wird an der Strombörse verkauft. Weil die Preise dort kurzzeitig schwanken, werde die Differenz mit einer so genannten Marktprämie ausgeglichen, wie Meyer-Hammerström zur wirtschaftlichen Seite der auf  25 Jahre angelegten Kooperation erklärt. Die Leistungsfähigkeit und Größe der Anlage mit 2300 Solarmodulen, neun Wechselrichtern und einer Stromproduktion von 600 000 Kilowattstunden pro Jahr ist nach Angaben des Energieversorgers im Landkreisvergleich außergewöhnlich.

Weitere Informationen

Die Müller Licht GmbH

gehört zu den großen deutschen Anbietern von Leuchtmitteln für Privathaushalte und bietet außerdem professionelle Lichtlösungen für Firmen an. Der Schwerpunkt liegt auf energiesparender LED-Technik. Unter der Marke Blaupunkt vertreibt das Unternehmen onlinebasierte Sicherheits- und Automationslösungen für Privathäuser und Büros. Müller-Licht beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und weist einen Jahresumsatz von 70 Millionen Euro aus. Das Unternehmen ist international tätig und unterhält  Büros in den USA, England, Hongkong, Shanghai und Australien sowie eine Außenstelle in Frankreich. Geschäftsführer sind Navid Sanatgar, Jost-Hendrik Maaß und Björn Peters. Seit 2011 gehört die Müller-Licht International GmbH der Wünsche Group an, einem international tätigen Hamburger Handelsunternehmen mit über 1000 Mitarbeitern.


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Leserkommentare
holger_sell am 20.10.2019 15:36
Kultur ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und gerade auch in Bremen ein Magnet für den Tourismus.
Außerdem ist Kulturbewusstsein ein großer ...
holger_sell am 20.10.2019 15:30
Jede Politik hat ihre Klientel.
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