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Ortsfeuerwehr Lilienthal
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Viele Einsätze und eine denkwürdige Begegnung

Lutz Rode 13.01.2019 0 Kommentare

In der Lilienthaler Ortsfeuerwehr sind mehrere Mitglieder befördert worden. Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen (rechts) und Gemeindebrandmeister Andreas Hensel (links) nahmen im Beisein von Bürgermeister Kristian Tangermann (Fünfter von rechts)
In der Lilienthaler Ortsfeuerwehr sind mehrere Mitglieder befördert worden. Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen (rechts) und Gemeindebrandmeister Andreas Hensel (links) nahmen im Beisein von Bürgermeister Kristian Tangermann (Fünfter von rechts) die Beförderungen vor. (Lutz Rode)

Lilienthal. Die Lilienthaler Feuerwehr zählt 54 Männer und vier Frauen, die da sind, wenn es brennt, einen Verkehrsunfall gibt oder ein Baum aufs Haus zu fallen droht. Sie alle arbeiten ehrenamtlich, doch das scheint längst nicht jedem klar zu sein. Als die Feuerwehr im vergangenen Jahr nachts zu einem Baumeinsatz gerufen wurde, hatte Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen eine Begegnung, die ihn nachdenklich stimmte. Die Arbeiten am umgestürzten Baum liefen noch, als sich eine Nachbarin an ihn wandte und darum bat, das Notstromaggregat endlich abzuschalten.  Bei dem Lärm könne sie nicht schlafen. Dass dort Freiwillige und keine Berufsfeuerwehrleute unterwegs waren, die die Nacht opferten, um anderen zu helfen, hatte die Frau wohl übersehen.

Doch es gibt auch die andere Seite, wie bei der Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Nach einem erfolgreich bekämpften Kellerbrand schickten die Hauseigentümer einen Dankesbrief ans Feuerwehrhaus in der Edisonstraße – Worte, die gut ankamen. „Es ist schön, im Nachgang eines Einsatzes solch eine Bestätigung zu bekommen. Sie zeigt uns, dass es sich lohnt, für die Ideale der Feuerwehr einzustehen“, sagte van den Hoogen.

173 Einsätze zählte die Feuerwehr 2018 und damit nur geringfügig weniger als im „Unwetterjahr 2017“, als die Lilienthaler auch wegen der vielen Stürme 182 Mal rausrücken mussten. Beim Großbrand bei Lürssen halfen die Lilienthaler, zweimal auch bei Bränden in Grasberg. In Lilienthal war die Feuerwehr gleich am ersten Tag des Jahres besonders gefordert: In der Hinrich-Meyerdierks-Straße brannte ein Carport lichterloh und das Feuer drohte, aufs Haus überzugehen. Ende August stand in der Pillauer Straße ein Dachstuhl in Flammen, dann gab es im September und Oktober gleich drei Traktorbrände in Folge. Am Tag des dritten Treckerbrandes kam es auch zum Feuer in der Lackiererei von Nabertherm.  „Es gab mehrere Einsätze, wo es Spitz auf Knopf stand. Doch wir konnten die Lage jeweils zu unseren Gunsten drehen. Wir haben Sachwerte in Millionenhöhe gerettet“, so der Ortsbrandmeister.  

Mit Blick nach vorn will die Lilienthaler Feuerwehr ihre Öffentlichkeitsarbeit verstärken. So wird derzeit ein gemeinsamer Internet-Auftritt der Feuerwehren aus der Gemeinde vorbereitet. Wenn alles gut läuft, soll die Ortsfeuerwehr 2019 ihren neuen Gerätewagen Logistik erhalten. Abzuwarten bleibt, wie es mit dem Plan weitergeht, eine Wetterschutzhalle an das Feuerwehrhaus anzubauen. Mittlerweile ist klar, dass die eigentlich vorgesehene Holzkonstruktion nicht genehmigt wird, sondern sie aus Stahl sein muss, was das Vorhaben deutlich verteuern dürfte. Der Blick richtet sich auch schon auf das Jahr 2020, wenn die Lilienthaler Feuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen feiern will.

Gemeindebrandmeister Andreas Hensel sieht die Feuerwehren in der Gemeinde insgesamt als „gut aufgestellt“ an. Er ist froh, dass es in Lilienthal nicht solche Debatten gibt, wie sie aktuell in Ritterhude geführt werden, wo es darum geht, die Zahl der Ortsfeuerwehren von fünf auf drei zu reduzieren. Auch Bürgermeister Kristian Tangermann ließ bei der Hauptversammlung keinen Zweifel daran, wie sehr er die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr schätzt.

Es gab auch Beförderungen: Lorenz Zimmer und Jacob Bittner dürfen sich jetzt Feuerwehrmann nennen, Robert Murken, Ralph Bruder und Florian Hempel sind Hauptfeuerwehrmann, Thomas Schmidtke und Ingmar Ebling 1. Hauptfeuerwehrmann. Hinzu kommen Andreas Däne (Löschmeister) und Jan-Hendrik Thölken (Oberlöschmeister).


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Leserkommentare
suziwolf am 21.10.2019 12:01
Warum dieser einfache Hinweis
auf www.spiegel.de
[ ,auf Erweiterung der Information‘ ]
mit „👎“ bewertet wird,
erklärt sich ...
peteris am 21.10.2019 12:00
Bundesaußenminister
Maas: Türkische Offensive nicht mit Völkerrecht im Einklang.

Für "Diktatoren" wie Putin,Erdogan usw. gibt es ...