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Vom Beisitzer zum Vorsitzenden

Lutz Rode 04.12.2018 0 Kommentare

Marcel Habeck
Marcel Habeck (fr)

Lilienthal. Die CDU sucht einen Vorsitzenden. Während auf der Bundesebene die Entscheidung näher rückt, ist sie auf kommunaler Ebene schon gefallen. Der 28-jährige Marcel Habeck trat bei den Vorstandswahlen für den Gemeindeverband Lilienthal gegen den Amtsinhaber Ralf Gohlisch an – und gewann. Ziemlich klar sogar: 21 Mitglieder stimmten bei der Versammlung in Rohdenburgs Gaststätte für Habeck, 14 für Gohlisch. „Ich bin damit natürlich zufrieden“, sagt Habeck im Gespräch mit der WÜMME-ZEITUNG.

Bisher gehörte der Worphauser dem Vorstand der CDU als Beisitzer an. Schon länger habe er überlegt, ob er bei den anstehenden Vorstandswahlen seinen Hut in den Ring werfen solle. „Ralf Gohlisch hat einen guten Job gemacht. Doch es gab ein oder zwei Dinge, die ich anders machen wollte“, sagt Habeck zu seiner Motivation, sich um den Posten zu bewerben. Die Lilienthaler CDU sei zuletzt zu sehr damit beschäftigt gewesen, sich selbst zu verwalten. Habeck will das ändern, stärker als bisher auf die Mitglieder zugehen, Veranstaltungen organisieren und die politische Debatte innerhalb der Partei anschieben. Ende Februar oder Anfang März soll es als einen ersten Schritt in diese Richtung eine Veranstaltung zum Europawahlkampf geben, kündigt der neue Vorsitzende an.

Über seine Kandidatur-Absicht hatte Habeck seinen Amtsvorgänger vorab informiert. Und der nahm den Wettbewerb sportlich auf: „Das ist Demokratie, jeder kann sich zur Wahl stellen. Ein ganz normaler Vorgang“, sagt Gohlisch, der den Vorsitz der Lilienthaler CDU fünf Jahre lang innehatte. Vor seiner Wahl im Jahr 2013 war die Partei tief gespalten, doch diese Grabenkämpfe unter den Mitgliedern gibt es nicht mehr, versichert Gohlisch. „Das war eine meiner Hauptaufgaben, die CDU wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Das haben wir geschafft. Es gibt wieder Teamarbeit“, sagt er. Habeck bestätigt das: „In der Sache wird bei uns hart diskutiert, doch es geht dabei fair zu“, umschreibt er das Klima bei den Christdemokraten.

Habeck übernimmt den Vorsitz in einer Zeit, in der die CDU, wie auch andere etablierte Parteien, unter Mitgliederschwund leiden. 123 Mitglieder zählt der Gemeindeverband aktuell, viele sind älter als 60. Habeck hofft darauf, dass er es zusammen mit seinen Mitstreitern zumindest schaffen kann, den Trend zu bremsen. Sein Rezept: „Wenn die Mitglieder zufrieden sind, spricht sich das herum. Mund-zu-Mund-Werbung ist aus meiner Sicht das beste Mittel, um wieder mehr Menschen zu erreichen.“

Seit zehn Jahren ist Habeck Mitglied in der CDU, in der zweiten Wahlperiode gehört er dem Gemeinderat an. Von Ambitionen zeugt auch sein beruflicher Werdegang: Gelernt hat er zunächst Maurer und Betonbauer, daran schloss er eine Ausbildung zum Zimmerer und dann zum staatlich geprüften Techniker an. Seit April arbeitet er in der Osterholzer Kreisverwaltung als Baukontrolleur.

Nicht nur über den Vorsitz haben die Mitglieder der CDU auf ihrer jüngsten Versammlung entschieden. So gibt es statt zwei jetzt drei Stellvertreter-Posten. Neben Manfred Kiehn und Pascal Holz, die bisher schon Vize-Vorsitzende waren, zählt nun auch Tanja Ruczynski zu diesem Kreis. Ralf Gohlisch gehört dem Vorstand weiter als Beisitzer an, neu hinzugekommen ist René Limberg vom Ortsverein Trupermoor. Uwe Hansmann vertritt die Interessen der Mittelstandsvereinigung der CDU, neu gewählt wurde auch Johannes Kempff von der Jungen Union. Herbert Kienker ist stellvertretender Schriftführer.


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Leserkommentare
reswer am 22.10.2019 09:01
Die wollen lieber ihre subventionierten Biogasanlagen behalten........Ihre Felder mit Nitrat verseuchen...zum Nachteil aller Menschen.......und ...
gorgon1 am 22.10.2019 08:55
@ManUD7... Schuld, ok, dass ist in erster Linie der Konsument ...

Moin, weshalb das denn? Würde nicht so rumgeaast in der Landwirtschaft ...