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Ohlenstedter Quellseen
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Weiter Kritik an Plänen für Wohnhaus

Christian Valek 15.09.2019 2 Kommentare

Die Betreiberfamilie der Ohlenstedter Quellseen möchte in Ufernähe ein 450 Quadratmeter großes Wohnhaus errichten. Die Grünen kritisieren die Größe des Baus.
Die Betreiberfamilie der Ohlenstedter Quellseen möchte in Ufernähe ein 450 Quadratmeter großes Wohnhaus errichten. Die Grünen kritisieren die Größe des Baus. (von Lachner)

Die Eigentümerfamilie der Ohlenstedter Quellseen plant einen privaten Neubau – und hat nach Kritik nun nachgebessert. Das Wohnhaus soll nun nicht mehr 600 Quadratmeter groß sein, wie aus dem Vorentwurf hervorgeht. Stattdessen wird das Haus am See 450 Quadratmeter Wohnfläche bieten, wenn der Rat dem Vorhaben am Ende grünes Licht gibt. Der Bauausschuss hat jetzt sein Okay gegeben.

Anja Heuser von den Grünen mochte dem Vorentwurf zum Bauvorhaben am Ende trotzdem nicht zustimmen. Sie enthielt sich am Ende ihrer Stimme. Und auch Wilfried Pallasch von der Bürgerfraktionsgruppe hatte bei der Beratung im Planungsausschuss noch Einwände, ehe er schließlich zustimmte.

Statt der einst geplanten zwei Geschosse verfügt das Haus am See nur noch über ein Voll- und ein sogenanntes Staffelgeschoss. Das soll helfen, das Gebäude optisch zu verkleinern, wie die Stadtplanerin Susanne Thein vom Büro Instara erläuterte. „Die Architekten haben versucht, den Gebäudekörper durch gestalterische Elemente aufzulockern.“ Das Obergeschoss ist von der Kante zurückgesetzt worden; es gibt einen langen Balkon, der einen weiteren Akzent setzt. Des Weiteren erwäge der Bauherr, die Dachfläche als extensives Gründach auszubilden und Solarkollektoren zu errichten. Die weiße Putzfassade hat Fensterrahmen in Anthrazit. Die zukünftige Gebäudehöhe über Oberkante Gelände liegt im Naherholungsgebiet nur noch bei etwa 7,5 Meter, betonte Planerin Susanne Thein. Damit sei es circa 2,7 Meter niedriger als im ersten Entwurf vom März.

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Die Zahlen des Vorentwurfs bleiben beeindruckend: Die gesamte Grundfläche des Hauses, inklusive Terrasse und Pool, wird mit 700 Quadratmeter angegeben. Dazu kommen weitere 360 Quadratmeter, die für Nebenanlagen vorgesehen sind. „Um die Auswirkungen auf das Schutzgut Boden möglichst gering zu halten, soll festgesetzt werden, dass sämtliche Flächen für Zufahrten auf dem Baugrundstück wasserdurchlässig anzulegen sind“, geht aus der Sitzungsunterlage hervor.

Der Sohn der Besitzerfamilie, der bei der Sitzung anwesend war, will auf einem gut 3300 Quadratmeter großen Grundstück mit Strand ein frei stehendes Einfamilienhaus errichten. Das Bauvorhaben beschäftigt die Ratsmitglieder seit einigen Monaten. Unter anderem gab es im Januar 2019 einen Ortstermin, bei dem sich Vertreter des Bauausschusses sowie Mitglieder des Ausschusses für Sport, Kultur und Tourismus ein Bild von der Lage machten.

In der Ausschusssitzung am 7. März kritisierten einige Ratspolitiker die wuchtige Erscheinung des Baus. Immerhin liege das Haus inmitten einer Wochenendhaus-Siedlung, die deutlich kleinere Gebäude beherbergt, so unter anderem die Kritik der Grünen.

Und auch in der vergangenen Sitzung erneuerte Anja Heuser ihre Kritik. Sie erkannte zwar an, dass das Gebäude mit 450 Quadratmetern deutlich kleiner geworden sei als in der ersten Planung. Aus ihrer Sicht aber bleibe das Haus zu groß. „Das ist riesig“, steht für sie fest. Sie gönne der Eigentümerfamilie den Bau, dennoch müsse sich das Gebäude besser in die Umgebung einfügen. Immerhin prägten ringsum deutlich kleinere Häuser das Geländebild. Die CDU-Fraktion jedenfalls unterstützte das Vorhaben. „Wir sehen sehr positiv, dass dort mit Bedacht etwas gemacht wird“, so Stefan Haake. Man sollte sich nicht zu sehr einmischen. „Es obliegt uns nicht als Stadtrat, darüber zu urteilen, wer auf wie viel Raum dort wohnen möchte.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?