Wetter: Regen, 11 bis 14 °C
Foodsharing-Station in Lilienthal
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Weitergeben statt Wegwerfen

Emily Rosinski 20.09.2019 0 Kommentare

Heike und Yvonne Wilhelm in der neuen Foodsharing-Station.
Heike und Yvonne Wilhelm in der neuen Foodsharing-Station. (Emily Rosinski)

Lilienthal. In Großstädten kennt man das Konzept bereits und jetzt ist es auch in Lilienthal angekommen: Die Rede ist vom Foodsharing. Seit Mittwoch steht bei der Postfiliale an der Hauptstraße eine Station, an der überflüssigen Lebensmittel abgegeben werden können. Yvonne Wilhelm von „Exclusiv Mobil“ hat das Projekt mit ihrer Mutter Heike Wilhelm initiiert. Der neue Kühlschrank mit Glasfenster wurde von Elektro Nuske für diesen Zweck gesponsert. 24 Stunden am Tag läuft er.

Das Konzept „Foodsharing“ ist unkompliziert: Wer Lebensmittel zu Hause hat, für die er keine Verwendung findet, kann sie in den Kühlschrank legen und somit an Leute abgeben, die sie gebrauchen können. Da jeder mitmachen kann, ist weder Anmeldung im Geschäft noch ein Ausweis notwendig. Die Mitarbeiter von Exclusiv Mobil kontrollieren regelmäßig, ob Lebensmittel bereits verdorben sind. Doch ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum spiele dabei keine Rolle: „Es heißt 'mindestens haltbar bis' und nicht 'tödlich ab'“, betont Yvonne Wilhelm. Prinzipiell könne man alles abgeben, was genießbar aussieht und riecht. „Man sollte sich vor dem Abgeben immer fragen: 'Würde ich das mitnehmen?'“

Für Informationen über Risikolebensmittel haben die Initiatorinnen einen Hinweis am Kühlschrank angebracht. Fleischwaren gehören beispielsweise dazu, da das Verbrauchsdatum darauf nicht mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vergleichbar ist. Waren mit abgelaufenen Verbrauchsdatum sind nicht mehr zum Verzehr geeignet und dürfen somit nicht an der Foodsharing-Station abgegeben werden. Für Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, steht neben dem neuen Kühlschrank zudem ein Regal.

Hintergrund des Projekts sind laut Yvonne Wilhelm die großen Mengen an noch genießbaren Lebensmitteln, die Unternehmen sowie Privatpersonen im Müll entsorgen. Foodsharing soll in erster Linie ein Bewusstsein schaffen, dass überflüssiges Essen noch weiter verwendet werden kann. Besonders vor Urlaubsreisen würden viele ihre Reste einfach wegschmeißen. Wilhelm kritisiert zudem, dass große Packungen mit Lebensmitteln oft so viel billiger seien. „Das ist eine schreckliche Entwicklung“, sagt Wilhelm. „Wir leben im Überfluss.“ Sie betont, dass es bei dem Projekt nicht primär darum gehe, Bedürftigen zu helfen. „Das ist nur ein netter Nebeneffekt.“ Sie will damit die Mitte der Gesellschaft ansprechen. Dies würde die Foodsharing-Station auch von der Lilienthaler Tafel unterscheiden.

Eine Recycling-Station am Geschäft gibt es bereits, an der Kronkorken, Druckerpatronen, oder alte Handys abgegeben werden können. Dies komme bei den Bürgern gut an. Die Foodsharing- sowie die Recycling-Station sind immer zu den Öffnungszeiten der Postfiliale an der Hauptstraße 42 geöffnet.


Meine Wümme-Region
Ihr Portal für die Wümme-Region

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für die Wümme-Region. In diesem Portal informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Region.

Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 14 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Regen.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Regen.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 90 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
Bunker-F76 am 20.10.2019 11:04
Ich habe in diesem Artikel ganze achtmal des Wort Rechtsextrem(ismus) registriert.
Linksextrem(ismus) kein einziges mal.
Dabei sollte ...
Opferanode am 20.10.2019 10:48
"Endlich mal ein Angebot, wo Bremen offenbar einen Spitzenplatz hält, und interessierte Menschen die Qual der Wahl haben."
Das kann ja wohl ...