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Sexueller Missbrauch
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Wilstedter zu Haftstrafe verurteilt

Friedrich-Wilhelm Armbrust 20.09.2019 0 Kommentare

In einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Stade ist ein Mann aus Wilstedt wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
In einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Stade ist ein Mann aus Wilstedt wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. (Peter Steffen/dpa)

Stade/Wilstedt. Zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilte das Landgericht Stade am Freitag einen Wilstedter wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Die 21 Vorfälle ereigneten sich 2010 und im April 2011. Damals war das betroffene Mädchen 15 beziehungsweise 16 Jahre alt.

Schon im April 2017 begann der Prozess im Amtsgericht in Zeven gegen den damals 50-jährigen Wilstedter. Das Verfahren zog sich in die Länge, weil die Vorsitzende Richterin wechselte. Zudem wurde ein Befangenheitsantrag gegen einen Schöffen gestellt. Außerdem wurde die Frage diskutiert, ob es um sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen oder sexuellen Missbrauch von Jugendlichen gehe. Unter Missbrauch von Jugendlichen versteht der Gesetzgeber nach dem Paragraphen 182 des Strafgesetzbuches, dass der Täter zu seinen Gunsten „die Zwangslage“ eines Menschen unter 18 Jahren für sexuelle Handlungen ausnutzt. Wirtschaftliche Not wäre zum Beispiel eine Zwangslage. Darauf steht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. 

Ebenfalls stellt dieses Gesetz unter Strafe, wenn jemand über 21 Jahre jemanden unter 16 Jahren missbraucht, indem der Täter die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt. Darauf steht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Laut der Pressesprecherin des Landgerichtes Stade, Petra Linzer, hat die Kammer die zuvor eingelegte Berufung verworfen. Es werde davon ausgegangen, dass das Opfer die Wahrheit gesagt habe. „Dagegen bestehen keine Bedenken. Das ist ein sexueller Missbrauch einer Schutzbefohlenen gewesen.“ Das Gericht sei dabei mit „größtmöglicher Sorgfalt“ in das Verfahren gegangen, war der Pressesprecherin wichtig.  

Das Schöffengericht in Zeven hatte den Wilstedter zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Freiheitsstrafen von über zwei Jahren können nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden, sprich: Der Verurteilte muss seine Strafe im Gefängnis absitzen. Gegen das Urteil des Amtsgerichts Zeven hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. So kam es zur Verhandlung beim Landgericht in Stade.


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Leserkommentare
Bunker-F76 am 20.10.2019 11:04
Ich habe in diesem Artikel ganze achtmal des Wort Rechtsextrem(ismus) registriert.
Linksextrem(ismus) kein einziges mal.
Dabei sollte ...
Opferanode am 20.10.2019 10:48
"Endlich mal ein Angebot, wo Bremen offenbar einen Spitzenplatz hält, und interessierte Menschen die Qual der Wahl haben."
Das kann ja wohl ...