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Frischdienst Behrens
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Wörpedorfer wachsen weiter

Klaus Göckeritz 25.03.2019 0 Kommentare

Frischdienst Behrens: Günther Behrens und und Tochter Maike, die seit neun Jahren im Wörpedorfer Familienbetrieb mitarbeitet und dessen Tradition fortführen will.
Frischdienst Behrens: Günther Behrens und und Tochter Maike, die seit neun Jahren im Wörpedorfer Familienbetrieb mitarbeitet und dessen Tradition fortführen will. (Christian Kosak)

Grasberg. Die Firma Frischdienst Behrens ist ein Beispiel für gesundes Wachstum. Der Mittelständler mit Sitz an der Wörpedorfer Straße in Grasberg hat eine stetige Entwicklung vom Direktvermarkter eigener Hofprodukte zum Lebensmittelgroßhändler hingelegt. Anfangs lieferte man landwirtschaftliche Erzeugnisse an die private Kundschaft, spezialisierte sich dann auf Vorzugsmilch, baute dieses Angebot durch Übernahmen aus, erweiterte das Sortiment schrittweise um Obst, Gemüse, Feinkost und Tiefkühlware und wurde  zum Großhändler. Zuletzt kaufte Inhaber und Firmengründer Günther Behrens einen großen Nahrungsmittelspezialisten aus einer Insolvenz zu. Heute beschäftigt er in seinen Firmen Frischdienst Behrens und HaWe Nahrungsmittel GmbH 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Geschäftsgebiet umfasst den gesamten norddeutschen Raum von Ostfriesland und den Inseln über das Elbe-Weser-Dreieck bis nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Berlin.

„Wir sind Schritt für Schritt gewachsen“, sagt der Wörpedorfer. Frischdienst Behrens ist ein Familienunternehmen im besten Sinne. Günther Behrens und seine Frau Ingrid übernahmen den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb 1987 und lieferten ihre Produkte an Haushalte in der Region und in Bremen. Wenig später folgte der Einstieg in Produktion und Vermarktung von Vorzugsmilch, den der Gründer in der Rückschau als wichtigen Schritt einordnet. Die Nachfrage stieg, in der Folge übernahmen die Wörpedorfer den Kundenstamm eines Betriebes auf der Weserinsel Harriersand – und versorgten fortan Kitas in Bremen-Nord mit Milch und Milchprodukten. Es folgten Verträge mit dem Magistrat der Stadt Bremerhaven über die Lieferung von Schulmilch, die bis heute gelten. Und das Milchgeschäft sprudelte weiter. In Bremen übernahm Günther Behrens die Kunden von Milchbetrieben im Viertel und in der Neustadt, in der Region übernahm er die Kunden eines Molkereibetriebs und von der Großmolkerei Bremerland einen Auftrag zur Schulspeisung.

Behrens erweiterte das Sortiment schrittweise um Gemüse, Obst, Feinkost, Tiefkühlware und Getränke. Gleichzeitig investierte die Familie in den Betrieb an der Wörpedorfer Straße. Die Lagerflächen und Kühlhäuser wuchsen auf die jetzige Größe von rund 400 Quadratmetern. Frischdienst Behrens beliefert Großkunden und Einrichtungen wie Kitas, Hotels, Krankenhäuser, Alteneinrichtungen oder Gastronomiebetriebe im gesamten Elbe-Weser-Raum mit eigenen Kühllastern. Eine Episode blieb dagegen der kurzzeitige Einstieg ins allgemeine Speditionsgeschäft. „Weil unsere LKW meist nachts und früh morgens unterwegs waren, hatten wir tagsüber freie Kapazitäten“, sagt der Firmengründer. Vom Speditionsgewerbe haben sich die Wörpedorfer allerdings wieder verabschiedet. Die Branche habe ihre eigenen Gesetze. 

In diesem Februar expandierte der Mittelständler einmal mehr. Günther Behrens übernahm die Firma HaWe Nahrungsmittel GmbH aus Neuenkirchen bei Schwanewede aus der Insolvenz. HaWe sei am Markt als Marke etabliert, aber wegen eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks und Preiskampfes in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, wie aus dem Haus des Insolvenzverwalters, des Unternehmens Schultze & Braun hierzu übermittelt wurde. „Das Sortiment und die Kundenstruktur passten, wir wurden uns schnell einig“, stellte Günther Behrens zu den Übernahmeverhandlungen fest. HaWe ist ein sogenannter Quasi-Hersteller, der Rezepturen für Soßen, Bouillons, Suppen und Gewürze entwickelte, von der Industrie herstellen ließ und ebenso an Großverbraucher wie Küchen von Kindergärten, Schulen, Alteneinrichtungen, Krankenhäuser oder Hotels lieferte. Mit der Übernahme wuchs der Wörpedorfer Mittelständler schlagartig um 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gleichzeitig erweiterte Behrens sein Sortiment um Bio-Produkte.     

Günter Behrens bereitet die Firma auf die Zukunft vor. Eine Erneuerung des Fuhrparks steht ebenso auf der Agenda wie Investitionen in den Außendienst mit vier Mitarbeitern. Diese werden in diesem Frühjahr in neuen Fahrzeugen unterwegs sein. Mit Unterstützung einer Software werden betriebliche Abläufe effizienter gemacht. So können die  Außendienstler von unterwegs per Laptop zum Beispiel den Warenbestand am Stammsitz einsehen und Dokumente wie Kundenaufträge und  Lieferscheine vor Ort erstellen. Gleichzeitig haben sie Einblick in die Gewohnheiten des Kunden. Die Mitarbeiter können sich zum Beispiel die Bestellungen anzeigen lassen und den Kunden entsprechend beraten. Parallel hierzu wurde die Firmenzentrale an der Wörpedorfer Straße mit passender Hard- und Software ausgerüstet.

Dazu soll im Sommer eine Grundsatzentscheidung fallen. Die Firmen Frischdienst Behrens und HaWe Nahrungsmittel GmbH werden unter gemeinsamem Dach und Namen zusammengeführt. Über die neue Firmierung denkt der Gründer und Inhaber noch nach. Aber der Name Behrens werde sicherlich bleiben. Dies gilt im Übrigen auch für die Nachfolge. Tochter Maike Behrens ist seit mehr als neun Jahren in der Firma tätig und wird die Geschicke des Mittelständlers fortführen. Günther Behrens sagt: „Dann können wir Alten uns schrittweise zurückziehen.“


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...