Seit 20 Jahren wird das Instrument von der Gemeinde genutzt Wulsbütteler feiern ihre Orgel mit einem Konzert

Von Andreas Palme
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Von Andreas Palme

Wulsbüttel. Unter dem Motto 'Wohl denen, die da wandeln' wurde die Hillebrand-Orgel am 28. Oktober 1990 eingeweiht. Nun feierte die evangelische Kirchengemeinde Wulsbüttel das zwanzigjährige Bestehen ihrer Orgel mit einem Konzert in der Santa Lucia Kirche.

Es spielten die Organisten der Südregion in einer vollbesetzten Kirche. In ihrer Begrüßungsrede freute sich Pastorin Rita Mayer über den guten Besuch des Konzerts und lobte den Klang des Instrumentes. Fred Gerken spielte zur Einführung ein Präludium in G-Moll von Johann Sebastian Bach. Im Anschluss sangen die Anwesenden begleitet von Renate Knappe 'Wohl denen, die da wandeln'. Neben Viktoria Jugsch spielte auch der 17-jährige Hendric Myschker verschiedene Stücke auf dem Instrument. Thomas Rogalla auf der Orgel und Jan-Hendrik Ehlers mit der Posaune schlugen den Bogen von Bach zum Jazz. Bei 'One for my Baby' wippten die Zuhörer im Takt mit den Füßen. Die Flötengruppe 'Sonatina' unterstützten die Solisten mit ihrem Spiel.

Nach der musikalischen Darbietung dankte die Hausorganistin Sabine Steilen den Spendern von damals für ihre Großzügigkeit und hob hervor, dass die Musikanten des Abends erstmals in dieser Formation gespielt hätten. Der Kirchenvorsteher Hinrich Hannken-Illjes gab einen Rückblick auf die bewegte Geschichte der Orgel. Die erste Orgel aus dem Jahre 1906 wurde in Wulsbüttel bis zur Kirchenrenovierung 1970 genutzt. Sie war nicht mehr zu reparieren. So erhielt die Gemeinde als Ersatz eine kleine, transportable Orgel. Der Motor zur Lufterzeugung war aber sehr laut und störte den Gottesdienst. Eine Reparatur wäre teuer geworden.

Unter Pastor Michael Meyer-Blanck gründete sich Anfang 1987 ein Orgelbauverein. Am 24. Juni wurde dann die Firma Hillebrand aus Altwarmbüchen mit dem Neubau beauftragt. Das Unternehmen baute eine Orgel im Renaissance-Stil nach dem Vorbild des Instruments der Innsbrucker Hofkirche. Weil der Orgelbauverein mit der Arbeit einverstanden war, konnte die Orgel am 28. Oktober durch Landessuperintendent Manske geweiht werden. Insgesamt beliefen sich die Kosten für das Instrument auf 158000 Deutsche Mark (DM). Die Landeskirche gab 95000 DM dazu, die Kirchengemeinde beteiligte sich mit 21000 DM. Vom Orgelbauverein kamen 42000 DM.

Dass der Bau eine insgesamt lohnende Investition war, davon konnten sich die Besucher des Konzerts jetzt noch einmal überzeugen. Im Anschluss an die Veranstaltung lud der Kirchenvorstand die Gäste ins Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen ein, um in geselliger Runde auf die Ereignisse zurückzublicken. Etwa 40 Besucher informierten sich dabei über die Geschichte des Orgelbauvereins.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+