Zum „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag öffnen viele historische Gebäude ihre Türen Zeitreise bei Kaffee und Kuchen

Einmal im Jahr, am zweiten Sonntag im September, öffnen zum „Tag des offenen Denkmals“ bundesweit zahlreiche denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten ihre Türen und Pforten, es gibt Ausstellungen, kulturgeschichtliche Vorträge und die Möglichkeit, unmittelbar vor Ort etwas über die Geschichte der Denkmale, ihren baulichen Zustand und die Maßnahmen zur Instandsetzung zu erfahren.
12.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andrea Grotheer

Einmal im Jahr, am zweiten Sonntag im September, öffnen zum „Tag des offenen Denkmals“ bundesweit zahlreiche denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten ihre Türen und Pforten, es gibt Ausstellungen, kulturgeschichtliche Vorträge und die Möglichkeit, unmittelbar vor Ort etwas über die Geschichte der Denkmale, ihren baulichen Zustand und die Maßnahmen zur Instandsetzung zu erfahren.

Nachdem in Frankreich 1984 die „Journées portes ouvertes des monuments historiques“ und 1991 vom Europarat die „European Heritage Days“ ausgerufen wurden, beteiligen sich heute alle 49 Länder der europäischen Kulturkonvention am Tag des offenen Denkmals. Seit 1993 gibt es den deutschen Beitrag. Auch die Gemeinde Hagen im Bremischen verfügt über viele kulturelle Schätze, die am 14. September bei freiem Eintritt zur historischen Spurensuche einladen.

Ab 10 Uhr steht die ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaute und in ihrer heutigen Form im Jahre 1507 entstandene Burg zu Hagen den Besuchern offen. Zur gleichen Zeit öffnen das Hermann-Allmers-Haus direkt hinter dem Deich in Rechtenfleth, wo der Marschendichter von 1821 bis 1902 wohnte, und der ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Gartenfriedhof Rechtenfleth, dessen Bau der Schriftsteller initiierte und auf dem er auch, seinem letzten Willen folgend, begraben wurde. Die Burg zeigt letztmalig die Ausstellung der Insel-Bücher, in Rechtenfleth werden Führungen durch Haus und Garten angeboten. Über den Friedhof, der im Zuge der Denkmalspflege in der Zeit von 2002 bis 2004 restauriert wurde, informiert Friedhofsbeauftragter Werner Mörig.

Um 11 Uhr führt Hansdieter Kurth über den jüdischen Friedhof in Hagen (Treffpunkt beim Einkaufsmarkt Lidl), ab 12 Uhr hat die Villa Osterndorff in Offenwarden geöffnet. Es werden Führungen durch das 1896 von dem Großgrundbesitzer Hermann Dietrich Osterndorff gebaute Haus angeboten, außerdem gibt es einen großen Antik- und Trödelmarkt.

Im „Café Salon 1900“ servieren Nancy Steklar und ihr Bruder Franky, die die baufällige Ruine wieder zum Leben erweckt haben, hausgemachte Kuchen und Torten, kaffeesiert werden kann auch im großen Kaffeegarten.

Farbige Führungen

Um 13 Uhr und um 15 Uhr liest Sabine Rieß-Schäfer im Hermann-Allmers-Haus aus dem Buch von Hermann Allmers „Briefwechsel mit Freunden“, und ab 14 Uhr gibt es im Landfrauencafé der Burg zu Hagen Kaffee und Kuchen, passend dazu werden um 15 Uhr „Kaffeehausgeschichten“ vorgetragen.

Auch das Hofcafé auf dem Rittergut Frelsdorfermühlen in der Gemeinde Beverstedt öffnet um 14 Uhr seine Türen. Um 15 Uhr und 16.30 Uhr werden dort Führungen angeboten. Das ehemalige Rittergut stammt aus dem Jahre 1583. Das Gebäude, das mit einem Hauch von Patina überzogen an alte Zeiten erinnert, wurde um 1900 aufgestockt und beherbergt heute im Erdgeschoss das Hofcafé der Familie von der Ohe.

Dem Themenschwerpunkt des Aktionstages, „Farbe“, widmet sich Jutta Siegmeyer um 16 Uhr in der Burg zu Hagen. Die Geschichtskennerin informiert unter der Überschrift „Die Malereien in der Burg zu Hagen“ über Wandmalereien, die man nur durch Zufall hinter alten Tapeten und unter dicken Putzschichten entdeckte. Bei der sogenannten Vorhangmalerei, die wie Vorhänge die Fenster zierte, geht man davon aus, dass sie speziell für die Hochzeitsfeierlichkeiten des Bremer Erzbischofs im Jahre 1575 angefertigt wurde. Passend zum Thema “Farbe“ erhalten Besucher in allen Denkmalen ein farbiges Kärtchen mit einem Gedicht. Alle Sehenswürdigkeiten schließen um 18 Uhr.

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