Ziervögelzüchter zeigen ihre seltenen Schönheiten

Osterholz. "Wir sind wohl der einzige Verein für Ziervögel in Bremen", vermutet Peter Draeger. Der Kassenwart des Vogelschutz- und Zuchtvereins Bremen von 1993 züchtet seit vielen Jahren selbst Vögel. Augenblicklich sitzt er zwischen Papieren mit Zahlen und künstlichen Blüten, deren Stempel Platzierungsnummern tragen - wie jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende zeigen die 23 Vereinsmitglieder ihre Ziervögel in einer Ausstellung und informieren über die Haltung, nach Jahren in Mahndorf zum dritten Mal am Nusshorn.
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Von Edwin Platt

Osterholz. "Wir sind wohl der einzige Verein für Ziervögel in Bremen", vermutet Peter Draeger. Der Kassenwart des Vogelschutz- und Zuchtvereins Bremen von 1993 züchtet seit vielen Jahren selbst Vögel. Augenblicklich sitzt er zwischen Papieren mit Zahlen und künstlichen Blüten, deren Stempel Platzierungsnummern tragen - wie jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende zeigen die 23 Vereinsmitglieder ihre Ziervögel in einer Ausstellung und informieren über die Haltung, nach Jahren in Mahndorf zum dritten Mal am Nusshorn.

Die meisten ausgestellten Tiere unterliegen dem Artenschutz. Da sie nach den bestehenden Gesetzen nicht importiert werden dürfen, ist der hiesige Bestand Züchtern zu verdanken. In Deutschland gibt es sie weder in freier Wildbahn noch aus Importen. Der Vereinsvorsitzende Horst Lüssen, aus Hemelingen betont, dass es Ziervogelzüchtern weder um massenhafte Nachzucht noch um Profit geht. Sie seien darauf bedacht, gesunde Vögel aufzuziehen, Arten zu erhalten, und sie haben Freude daran die Brut, Aufzucht und das Flüggewerden der meist kleinen Feder-Viecher mitzuerleben. Nur ein Teil der ausstellenden Züchter gebe seine Vögel überhaupt in die Wertung, was bei anderen Tierausstellungen üblicherweise der Höhepunkt sei.

Am Nusshorn verteilen sich zwischen 300 und 400 Ziervögel auf deckenhohe Volieren mit Schwärmen, Vitrinen mit Familien und Käfige für einzelne Tiere. Zwischen dekorativen Zweigen und Blüten flattern, singen und sitzen Gould-Amadine, Kanaren-Girlitze, Zebrafinken, Pfirsichköpfchen, Masken-Amadine oder Bourke-Sittiche. "Der Wellensittich hat seinen Spitzenreiterplatz in der allgemeinen Beliebtheit abgegeben. Großsittiche nehmen an Beliebtheit zu", erzählt Horst Lüssen.

Kontakt: Vogelschutz- und Zuchtverein Bremen von 1993, Horst Lüssen, Telefon 453 454

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