Förderverein putzt Museum für Sonderausstellung heraus/ Schmiedefest 2011 zog 1000 Besucher Zum Jubiläum tut sich was in der Waldschmiede

Beckedorf. 2012 wird für den Förderverein Beckedorfer Schmiedemuseum ein ereignisreiches Jahr. Die Waldschmiede wird 200 Jahre alt und aus diesem Anlass herausgeputzt. Dann steht zum Schmiedefest am 1. Mai auch noch eine Sonderausstellung ins Haus.
24.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Beckedorf. 2012 wird für den Förderverein Beckedorfer Schmiedemuseum ein ereignisreiches Jahr. Die Waldschmiede wird 200 Jahre alt und aus diesem Anlass herausgeputzt. Dann steht zum Schmiedefest am 1. Mai auch noch eine Sonderausstellung ins Haus.

Bereits in den nächsten Tagen legen die Mitglieder in der Schmiede Hand an. Der Ausstellungsraum wird renoviert, anschließend wird die Sonderschau "Geschichte einer Harpune" aufgebaut. Das Museum wird dafür einen ganzen Monat geschlossen. Vom 6. bis 30. April müssen Besucher draußen bleiben, damit der Verein drinnen werkeln kann.

Im Verlauf des Jahres sind auch in der Schmiede-Werkstatt umfangreiche Arbeiten geplant, wie der Vorsitzende Norbert Krause jetzt in der Jahreshauptversammlung angekündigt hat. Die Außenwand zur Straße "An der Waldschmiede" gibt nach und muss stabilisiert werden.

"Der Vorstand wird versuchen, in Zusammenarbeit mit dem Ortsrat geeignete Mittel zu finden", so Krause. Der Fußboden in der Werkstatt soll erneuert werden, auch hier ist die Finanzierung noch offen. Für den geplanten Einbau einer Heizung in der Schmiede hofft der Verein, der Ende vergangenen Jahres 79 Mitglieder zählte, unter anderem auf finanzielle Unterstützung durch Sponsoren.

Schon 2011 investierte der Verein Geld und auch eigene Arbeitskraft in die Renovierung der Schmiede. Eine Firma aus Beckedorf erneuerte das Dach für den Aufenthaltsraum, das Lager und die Werkstatt. Bei der Isolierung und Holzvertäfelung der Decke packten Vereinsmitglieder selbst an. Gerhard Schwarz, Karl-Heinz Grube, Heinz-Hermann Albrecht, Adolf Ebner, Jens Krössig, Reinhard Benndorf, Klaus Sonnenburg und der Vereinsvorsitzende Norbert Krause investierten rund 80 Arbeitsstunden. Das Isoliermaterial stiftete laut Krause die Gemeinde.

Zahlreiche Kindergärten, Schulen und Erwachsenengruppen besuchten im vergangenen Jahr das Schmiedemuseum. Insgesamt 400 kleine und große Gäste zählte der Verein zu vereinbarten Terminen. Dazu kamen laut Krause Besucher, die an den Öffnungszeiten freitags von 15 bis 18 Uhr hereinschauten. Schwach besucht gewesen sei das Museum nur Anfang 2011.

Der Grund waren nach den Worten des Vorsitzenden "der harte Winter und fehlende Heizungsmöglichkeiten". Dafür boomte es am 1. Mai beim Schmiedefest. Rund 1000 Besucher zählte der Vorstand. "Das Schmiedefest war wieder ein voller Erfolg", stellte Krause zufrieden fest. Der Besucherandrang füllte 2011 auch die Vereinskasse. Karl-Heinz Grube, Referent für historische Schmiedetechnik, hatte die Zahl parat: "Durch Führungen und Besichtigungen kamen im vergangenen Jahr rund 820 Euro an Spenden zusammen."

Viele Besucher verspricht sich der Verein von der neuen Ausstellung, die pünktlich zum diesjährigen Schmiedefest eröffnet wird. Die Begleitbroschüre ist laut Krause schon fertig. Der Vorsitzende hat die Schau über die Rolle der Schmiede für den Walfang im 19. Jahrhundert zusammen mit Gerhard Schwarz geplant. Im April, nach Abschluss der Renovierungsarbeiten, wird sie aufgebaut.

Diverse Ausstellungsstücke seien eigens in der Schmiede hergestellt worden, machte Krause schon im Vorfeld neugierig. Der Verein will darüber hinaus die Dauer der Sonderschau nutzen, um die alte Ausstellung zu überarbeiten. Krause kündigte außerdem den Aufbau eines Museumsarchivs an.

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