Kreisaltenheim in Wildeshausen will sich demnächst nur noch auf die Gerontopsychiatrie konzentrieren Zurück zu den Wurzeln

Wildeshausen. Das Kreisaltenheim in Wildeshausen wird sich im Laufe der nächsten zwei Jahren neu aufstellen. 'Komplett neu ist unser künftiges Angebot allerdings nicht', versichert Heimleiterin Susanne Beckmann. Viel mehr will das Haus zurück zu seinen Wurzeln. Das heißt: Die Arbeit in der Gerontopsychiatrie soll wieder vertieft werden.
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Zurück zu den Wurzeln
Von Florian Cordes

Wildeshausen. Das Kreisaltenheim in Wildeshausen wird sich im Laufe der nächsten zwei Jahren neu aufstellen. 'Komplett neu ist unser künftiges Angebot allerdings nicht', versichert Heimleiterin Susanne Beckmann. Viel mehr will das Haus zurück zu seinen Wurzeln. Das heißt: Die Arbeit in der Gerontopsychiatrie soll wieder vertieft werden.

'Wir kümmern uns schon immer um Menschen, die älter als 60 sind und psychische Probleme haben. In Zukunft wollen wir das aber nur noch ausschließlich machen', teilt Beckmann mit. Bisher setzte das Altenheim zum Großteil auf eine nicht spezialisierte Altenpflege. Doch um weiterhin auf dem Markt bestehen zu können, musste eine neue Idee her. 'In Wildeshausen gibt es unter den verschiedenen Heimen eine nicht geringe Konkurrenzsituation', sagt die Heimleiterin.

Aufgrund dieser Konkurrenz sei eine Veränderung des vom Bezirksverband Oldenburg geführten Seniorenheims unumgänglich gewesen. 'Wir haben deshalb überlegt, was wir in Zukunft anbieten können. Schließlich haben wir uns dazu entschieden, das zu machen, was wir am Besten können - und das ist die Gerontopsychiatrie', erläutert Beckmann.

Schwerpunkt liegt nicht auf Demenz

Gerontopsychiatrie ist ein Fachgebiet der Psychiatrie, das sich mit psychischen Erkrankungen älterer Menschen beschäftigt. Eine der Hauptkrankheitsbilder ist die Demenz. Mit diesem Fachgebiet wollen sich Beckmann und Pflegedienstleiterin Susanne Jäschke, die zusammen mit der Heimleiterin das neue Konzept erarbeitete, jedoch nicht beschäftigen. 'Bei uns sollen die Schwerpunkte viel mehr auf die Menschen gelegt werden, die an Depressionen, Schizophrenie oder Wahnvorstellungen leiden', erklärt Susanne Beckmann. Dass sich das Kreisaltenheim neu aufstellt, hängt jedoch nicht nur mit der Konkurrenzsituation in Wildeshausen zusammen. 'Wir wollen dadurch auch gewährleisten, dass wir unsere Belegschaft weiterhin nach Tarif bezahlen können', erklärt Susanne Beckmann. Sie macht zudem deutlich, dass auf ihre Mitarbeiter ebenfalls eine ganz neue Situation wartet. Darauf wird sich allerdings schon seit längerem fleißig vorbereitet. 'Unsere Belegschaft hat bereits mehrere Schulungen

besucht', erzählt die Heimleiterin.

Neu wird auch eine künftige Kooperation mit der Karl-Jaspers-Klinik in Oldenburg sein. Das Krankenhaus beschäftigt sich ausschließlich mit der Psychotherapie und wird die künftigen Bewohner des Kreisaltenheims fachärztlich begleiten. 'Die Ärzte werden dafür extra zur Visite in unser Heim kommen', sagt Beckmann. 'Das ist für alle ein großer Vorteil. Außerdem bekommt die Einrichtung noch eine spezielle Ergotherapie.

Das Konzept steht also. Aber dennoch geht Beckmann davon aus, dass die Veränderungen nicht einfach sein werden und es Zeit braucht, bis alles reibungslos läuft. Vor allem was die Situation der jetzigen Bewohner angeht. Beckmann ist sich allerdings sicher, dass auch sie von dem neuen Konzept profitieren werden. 'Die Menschen, die hier jetzt leben, werden von uns aufgefangen. Das ist uns sehr wichtig', sagt sie.

Durch all diese Neuerungen erhofft sich Beckmann, dass ihre Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal in Wildeshausen erreicht. Dazu soll auch der bereits bestehende Bauerngarten und der kleine Tierstall, in dem unter anderem Hühner leben, beitragen. 'Wir werden den Garten noch viel mehr mit den Bewohnern nutzen', sagt Beckmann. 'Auch deshalb wird sich das Gesicht unseres Hauses kaum verändern.'

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