Bauarbeiten in Oyten Zusätzlicher Platz für alle Schulen

Was an der Grundschule Sagehorn schon in vollem Gang ist, soll in Oyten, Bassen sowie an der IGS in 2019 und den folgenden Jahren folgen: Eine bauliche Erweiterung, um die Platzprobleme zu lösen.
19.12.2018, 17:03
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Zusätzlicher Platz für alle Schulen
Von Marius Merle

In Sagehorn wird schon gebaut, in Oyten soll es in einigen Monaten losgehen und auch in Bassen werden in naher Zukunft die Bagger anrollen. Die Gemeinde Oyten wird alle seine drei Grundschulen vergrößern, um den durch zusätzliche Anforderungen entstandenen Platzproblemen Herr zu werden. Und auch die IGS, bei der in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Bauarbeiten abgeschlossen wurden, wird weiter wachsen. Dafür greift die Gemeinde auch tief in die Tasche: Von 2018 bis 2020 fließen mindestens 2,5 Millionen Euro in die Planung und Durchführung der Erweiterungspläne.

Mit 562 000 Euro kalkuliert die Verwaltung für die Arbeiten an der Grundschule Sagehorn, die in diesem Jahr begonnen haben. Durch die Aufnahme des Ganztagsbetriebes ist dort der Platzbedarf angestiegen. So entsteht in einem Anbau ein Kreativbereich mit einem Fachraum Werken und Kunst. „Da kommen hoffentlich bald die Fenster rein, damit unabhängig von der Witterung weiter gearbeitet werden kann“, gibt Fachbereichsleiter Daniel Moos einen Zwischenstand. Zusätzlich zum Anbau werden im bestehenden Gebäude Ruhe- und Differenzierungsräume sowie ein vergrößertes Lehrerzimmer geschaffen. Bis zum kommenden Sommer, so hofft Moos, werden die gesamten Arbeiten abgeschlossen sein.

Planungen laufen auf Hochtouren

Ungefähr dann soll es bei der Grundschule Oyten losgehen. Laut Verwaltung laufen die Planungen für die Erweiterung auf Hochtouren und sollen Anfang 2019 abgeschlossen sein – sodass es dann zügig losgehen soll. In dieser Einrichtung wird mehr Platz benötigt, da dort inzwischen in allen Jahrgängen drei statt wie lange Zeit zwei Klassen beschult werden. Dadurch muss der vorhandene Raum für die Klassenräume genutzt werden. „Wir brauchen also zusätzliche Differenzierungsräume, um den Ganztagsbetrieb räumlich zu unterstützen“, erklärt Moos.

Entstehen sollen diese durch bauliche Aufstockung des Querriegels zur Jahnstraße. Vier zusätzliche Räume können durch ein weiteres Stockwerk gewonnen werden, zudem wird in das Gebäude ein Fahrstuhl eingebaut, um die Barrierefreiheit sicherzustellen. Das Ganze lässt sich die Gemeinde Oyten rund 700 000 Euro kosten. Einen exakten Zeitplan gibt es noch nicht, doch Moos hofft darauf, die lärmintensiven Arbeiten in den kommenden Sommerferien erledigen zu lassen. Dazu zählt auch, dass das gesamte Dach dieses Gebäudeteils abgenommen werden muss.

Schulausschuss berät neues Raumprogramm

So genaue Überlegungen gibt es bei der Verwaltung bezüglich der Erweiterung der Grundschule Bassen noch nicht. Doch 2019 soll im Schulausschuss das neue Raumprogramm beraten und festgelegt werden, was nötig ist, da auch in Bassen in einigen Jahren dann der Ganztagsschulbetrieb starten soll. Die Verwaltung geht davon aus, noch 2019 mit den genauen Planungen zu starten – eine Kostenkalkulation ist daher noch nicht möglich. Eine der Fragen, die es bei der Aufstellung eines neuen Raumkonzeptes zu diskutieren gilt, ist, ob die Grundschule Bassen eine eigene Mensa bekommt. Bisher wird das Mittagessen angeliefert. „Es hat sich aber gezeigt, dass es viele Vorteile hat, wenn wir selbst kochen“, merkt Bürgermeister Manfred Cordes an. Die Grundschule in Oyten hat eine eigene Küche, die Schüler in Sagehorn gehen zum Essen über die Straße in die IGS.

Stichwort IGS: Für den Oberstufenbetrieb, der in diesem Jahr mit dem elften Jahrgang begonnen hat, werden auch dort noch zusätzliche Räume benötigt. Durch die bauliche Erweiterung, die spätestens 2020 fertiggestellt werden muss, sollen allgemeine Unterrichtsräume und Fachräume für die naturwissenschaftlichen Fächer entstehen. Die Mittel dafür hat die Politik für das kommende Jahr schon bereitgestellt. Mit einer Investitionssumme von 1,2 Millionen Euro wird kalkuliert – immerhin übernimmt dabei der Landkreis 50 Prozent der Kosten.

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