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Ende des Jahres ist DSL mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde für 99 Prozent der Haushalte verfügbar
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Bald schnelles Internet für fast alle

Johannes Heeg 21.08.2013 0 Kommentare

Zum Vergleich: Noch 2008 war das Kabelnetz im Landkreis Rotenburg so beschaffen, dass 57 Prozent der Hausanschlüsse kein DSL mit sechs Megabit/Sekunde oder schneller erhalten konnten. Und bei Verträgen mit DSL 6000 lag die tatsächliche Übertragungsrate in der Regel niedriger, wie vielen genervten Internetnutzern sicher noch in schmerzlicher Erinnerung ist.

"Ende 2013, und damit sogar schon ein Jahr früher als geplant, gehören wir bundesweit zu den Landkreisen mit dem besten Breitbandausbau", sagt Landrat Hermann Luttmann. Für diese "Erfolgsgeschichte", wie Luttmann das Projekt nennt, muss der Steuerzahler allerdings tief in die Tasche greifen. Der Breitbandausbau ist in der Vergangenheit daran gescheitert, dass die Telekommunikationsunternehmen die notwendigen Investitionen in den Netzausbau gescheut haben, weil ihnen die erwarteten Einnahmen als zu gering erschienen. Die Telefonkonzerne machten eine "Wirtschaftlichkeitslücke" geltend.

Die sah für den Landkreis Rotenburg so aus: Von den Gesamtausgaben in Höhe von 18,7 Millionen Euro für den Breitbandausbau übernahmen Landkreis sowie Städte und Gemeinden 11,3 Millionen Euro – das sind 60 Prozent der Investitionskosten. Das sei sinnvoll investiertes Geld, heißt es von Seiten der Gemeinden. Denn nun könnten sich Dörfer mit den DSL-Geschwindigkeiten der dichter besiedelten, städtisch geprägten Gebiete messen und gewönnen zusätzlich an Attraktivität.

In einem aufwendigen Verfahren mit europaweiter Ausschreibung hat der Oldenburger Telefonanbieter Ewetel den Zuschlag bekommen. Laut Ewetel werden 29000 Haushalte – das sind 65 Prozent – die vom Landkreis angestrebte Geschwindigkeit von 40 Megabit/Sekunde erhalten, weitere 30 Prozent liegen an Leitungen, die Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen zehn und 40 Megabit ermöglichen. Vier Prozent der Haushalte könnten mit einer deutlichen Verbesserung rechnen.

Laut Ewetel-Sprecher Michael Klüser nutzten derzeit etwa 3500 Haushalte im Landkreis Rotenburg das superschnelle DSL. Die Zahl der Kunden werde aber rasch zunehmen, wenn der Ausbau beendet und das neue Angebot tatsächlich überall verfügbar sei. Zahlreiche Interessenten steckten noch in alten Verträgen, die erst auslaufen müssten, bevor an einen Wechsel zu denken sei.

Klüser betonte, dass auch andere DSL-Anbieter Zugang zu dem mit Steuermitteln geförderten Netz der Ewetel bekämen. Entsprechende Schnittstellen stelle sein Unternehmen bereit. Allerdings müssten die Mitbewerber aktiv werden und entsprechende Netzzugänge schaffen, um ihren eigenen Kunden die schnellen Internetverbindungen anbieten zu können. Dies sei bisher noch nicht geschehen.


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Leserkommentare
suziwolf am 23.10.2019 13:09
tommi24 ...

„mountainbiker“ leben länger ... „Rennradler“ auch.

„Kampfradler“ durchschnittlich weniger lang und ...
Deichgraffe am 23.10.2019 13:07
Die Situation in Findorf zeigt doch, wie sehr die Kfz-Mentalität "ich zahle Kfz-Steuern und darf daher parken wo ich will" bei vielen ...
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