Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Aussicht auf Landeshilfe findet bei Niedersachsens Kommunen positives Echo
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Breitbandförderung vor neuer Runde

Bernhard Komesker 29.11.2013 0 Kommentare

DSC_9210.jpg
Ernste Mienen bei den Teilnehmern des niedersächsischen Breitbandgipfels. Landrat Bernd Lütjen und Gastgeber Peer Beyersdorff (Zweiter und Fünfter von rechts) versprechen sich von der geplanten Ausbauförderung des Landes durchaus neue Impulse. (CVA)· (Christian Valek)

Viel erreicht, viel zu tun: So lautet das Veranstalter-Fazit des jüngsten Breitbandgipfels. Die Ausbauoffensive des Landes ließ Optimismus aufkommen – trotz einer gewissen Skepsis bei manchen Teilnehmern.

Der niedersächsische Breitbandgipfel in Osterholz-Scharmbeck hat die Hoffnungen der Städte und Gemeinden auf einen neuen Schub beim Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets auf dem Lande genährt. Der Osterholzer Landrat Bernd Lütjen erklärte, die Signale aus Hannover hätten einen anderen Charakter als unter der Vorgängerregierung. Wie berichtet, will Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ein 60-Millionen-Euro-Programm auflegen, um weiße Flecken von der Breitband-Landkarte zu tilgen. Der Entwurf werde Mitte 2014 auf Regionalkonferenzen vorgestellt; die Förderung soll nicht mit der Gießkanne erfolgen.

Planung auf Kreis-Ebene

Bedacht werden Gebiete mit Anschlussgeschwindigkeiten von weniger als 30 Megabit pro Sekunde, in denen sich der Ausbau für die Telekommunikations-Unternehmen nicht rechnet. Dies und auch die Stärkung der Landkreise bei der künftigen Ausbauplanung sei von den Gipfel-Teilnehmern sehr positiv aufgenommen worden, bilanzierte Gastgeber Peer Beyersdorff vom Breitband-Kompetenzzentrum.

Die eintägige Konferenz, die 260 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in der Stadthalle zusammengeführt hatte, war nach seinen Worten „ein Meilenstein, der in der Szene Beachtung findet“. Es gab viele Beiträge, die Eingang in die Breitbandstrategie des Landes finden sollen. In drei Workshops erörterten Kommunalvertreter, TK-Wirtschaft und kommunale Betriebe, wie sich der Ausbau des schnellen Internets bei den weiten Wegen in der Fläche wirtschaftlicher gestalten lässt – mit oder ohne Landesmittel, die auch Lies noch nicht für ausreichend hält.

Der Präsident des niedersächsischen Städtetags, Ulrich Mädge, hatte erklärt, er wünsche sich einen partnerschaftlichen Dialog mit Dienstleistern und Providern. Deren unternehmerisches Risiko dürfe nicht einfach zur kommunalen Ebene verlagert werden. „Wir sind nicht automatisch Mitfinanzierer, aber wenn der Bund uns bei der Grundsicherung entlastet, fällt den Kommunen sicher etwas ein.“ Das Ganze bleibe eine Sisyphus-Arbeit, da die technische Entwicklung vorangehe, so Mädge. Da sei es gut, auf das Kompetenz-Zentrum in Heilshorn zurückgreifen zu können

Der dort erstellte Breitbandatlas gibt Auskunft über den Stand des Netzausbaus in Niedersachsen (Näheres unter www.breitband-niedersachsen.de). Geschäftsführer Peer Beyersdorff informierte über eine Versorgungsquote mit Anschlüssen der nächsten Generation (mehr als 50 Megabit pro Sekunde) von derzeit 58 Prozent der Gebäude in Niedersachsen.

Der Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens (Die Linke) hält das nur für einen theoretischen Wert; die Anbieter gäben sich doch sehr zugeknöpft, sagte er. Auch seien die in Aussicht gestellten Landesmillionen nur ein Tropfen auf den heißen Stein; der Bund müsse ebenfalls mehr tun.


Ein Artikel von
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sport aus der Region
Sport aus der Region
WESER-KURIER Kundenservice
Anzeige

Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...
Veranstaltungen in der Region