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Christopher Gevatter sichert sich internationale Meistertitel im Kickboxen / Für Weltmeisterschaft qualifiziert
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Der Weg des Kriegers zum Erfolg

Kim Wengoborski 29.07.2013 0 Kommentare

Christopher Gevatter möchte mit seinen Tattoos seine Lebensphilosophie nach außen tragen. Den Weg des Kriegers lebt er i
Christopher Gevatter möchte mit seinen Tattoos seine Lebensphilosophie nach außen tragen. Den Weg des Kriegers lebt er im Kampfsport aus und folgt beharrlich seinen Zielen. (Kim Wengoborski)

Osterholz-Scharmbeck. Christopher Gevatter beschreitet den Weg des Krieges. Bushido nennt sich diese Philosophie aus dem japanischen Raum. Seinen Weg gehen, an sich selbst arbeiten und die nächsten Hürden und Blockaden meistern. Daran glaubt der 26-jährige Kreisstädter, und diese Philosophie hat ihn weit gebracht: Im Frühjahr 2013 trat er bei den internationalen Meisterschaften im Kickboxen an und ist nun zweifacher internationaler Meister. Einen Titel sicherte er sich im Teamfight, den anderen in seiner Gewichtsklasse 90Plus. Damit hat sich Christopher Gevatter für die Weltmeisterschaft im Oktober in Italien qualifiziert.

Geglaubt habe er vor den Wettkämpfen nicht an einen Sieg, sagt der 26-Jährige. "Wir sind mit sechs Leuten dahin gefahren und drei von uns haben sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert", berichtet Christopher Gevatter, der auch Trainer in einem Studio der Kampfkünste in Osterholz-Scharmbeck ist. Zweimal in der Woche werden dort Anfänger und Profis im Kickboxen trainiert. Die Kampfmannschaften finden sich an einem weiteren Tag ein. Außerdem werden andere Kampfsportarten wie Jiu Jitsu oder ASD Karate angeboten.

"Kickboxen hat einen schlechten Ruf. Viele denken, es geht nur ums drauf hauen", glaubt der 1,98 Meter große Mann. Seine Größe sei bei dem Sport manchmal von Vor- aber manchmal auch von Nachteil, erzählt Christopher Gevatter. "Meine Reichweite ist größer, aber ich bin in der Ausführung der Technik eingeschränkt, wenn ich gegen kleinere Gegner kämpfe", sagt der 26-Jährige.

Bereits seit er sechs ist, trainiert Christopher Gevatter Kampfsport, seit zehn Jahren Kickboxen. Dass dieser Sport anders als seine Philosophie gar nicht japanisch ist, stört ihn nicht: "Das ist einfach mein Ding, darin bin ich am besten", sagt Gevatter. Ihn faszinieren am Kickboxen vor allem die An- und Herausforderungen durch die Technik, Ausdauer und Disziplin. Der Weg des Kriegers eben. Und das trägt der Gesundheits- und Krankenpfleger gern nach außen, möchte es ausstrahlen. Sein Rücken und seine Oberarme sind von – hauptsächlich japanischen – Tattoos übersät. "Der Drache steht für Kraft, Gehorsamkeit und Inspiration", erklärt Gevatter das große Reptil auf seinem Rücken. Der Drachenkoi auf seinem Unterarm soll Freiheit und Glück verdeutlichen. Schwalben, die eine lebensbejahende Bedeutung haben, zieren seinen linken Oberarm und darunter steht ganz groß das Wort Familie – für seine Frau und die zehn Monate alte Tochter. Bald sollen noch deren Lippen auf den Unterarm tätowiert werden. "Das ist viel persönlicher als einfach die Namen zu nehmen", meint der Familienvater.

Angeeckt sei er wegen seiner Tattoos trotz anfänglicher Befürchtungen nicht: "Die älteren Patienten in meinem Beruf fragen oft interessiert nach. Besonders gefallen ihnen die Blümchen auf meinem Oberarm, die finden sie chic", sagt der Krankenpfleger des Klinikums Bremen Nord schmunzelnd. Damit hätten sich die etwa 80 Stunden, die er für seinen Körperschmuck investiert hat, schon fast gelohnt, doch er möchte noch einen Schritt weiter. Durch einen Bekannten aufmerksam gemacht, probiert er sich nun auch als Tattoo Modell. Der Kontakt zu einer Agentur in Stuttgart besteht bereits. Mit seinem Bekannten macht er regelmäßig Sportfotografien. Aber es gehe um viel mehr, als einfach nett, oder in dieser Sparte eben gerade nicht nett, für Fotos auszusehen: "Ich möchte das Image des Kampfsportes verändern, es attraktiver machen. Und vielleicht Sponsoren auf uns aufmerksam machen."

Umso höher man im Sport käme, umso interessanter und herausfordernder würde es, meint Gevatter. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Oktober steht allerdings noch in den Sternen – das Geld was er für die Fahrt aufbringen müsste, braucht Gevatter dringender für seine kleine Familie. Denn auch wenn sein Weg der eines Kriegers sein soll, stehen Frau und Kind weiterhin im Mittelpunkt.

Weitere Informationen über Christopher Gevatter gibt es auch unter www.sdk-ohz.com

Der Weg des Kriegers zum Erfolg

Christopher Gevatter sichert sich internationale Meistertitel im Kickboxen / Für Weltmeisterschaft qualifiziert

Zitat:

"Der Drache steht für Kraft, Gehorsamkeit

und Inspiration."

Christopher Gevatter, Kickboxer


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...
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