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Ausschuss berät über Kuhkampsiedlung und Oewerweg
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Hitzige Diskussion um Tempolimits

GESA WICKE 21.10.2010 0 Kommentare

Zwar herrscht in den meisten Straßen der Kuhkampsiedlung bereits ein Tempo 30-Limit, doch keineswegs überall. Und genau das wollen die Anwohner jetzt ändern. Konkret geht es um die Straße Beim Rethpohl und um die Heiligenbergstraße. 'Besonders für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und ältere Menschen ist es hier sehr gefährlich, weil viele Autofahrer zu schnell fahren und wenig Rücksicht nehmen', sagt Lothar Dräger, Vorsitzender des Vereins Kuhkampsiedlung. 'Wir haben das Problem mehrfach auf Einwohnerversammlungen diskutiert und sind geschlossen der Ansicht, dass die Einführung von Tempo 30 zwingend notwendig ist.' Dieser Meinung ist auch der Fachausschuss des Stadtteilbeirates. Einstimmig beschlossen die Mitglieder den Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung an die zuständigen Behörden und forderten die notwendige Beschilderung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bei der BSAG begegnet man derartigen Forderungen kritisch. 'Wir werden die Sache sorgfältig prüfen und auch Geschwindigkeitsmessungen durchführen', sagt ihr Vertreter Ralf Gießmann. 'Im schlimmsten Fall könnte es bei einer Einführung von Tempo 30 zu einer Ausdünnung des Fahrplans kommen. Denn dann schaffen wir es nicht mehr, den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten und die BSAG kann es sich nicht leisten, einen zusätzlichen Bus einzusetzen.' Viele Anwohner allerdings halten die Argumentation der Vekehrsbetriebe für 'reine Panikmache.'

Verärgert sind die Osterholzer über das Unternehmen noch aus einem weiteren Grund: Obwohl am Osterholzer Möhlendamm bereits Tempo 30 gilt, führen Busse der Linie 37 auf dieser Strecke regelmäßig erheblich schneller, klagen mehrere Anrainer. 'Wir werden auch dieser Angelegenheit nachgehen. Wenn Fahrer der BSAG Geschwindigkeitsbegrenzung missachten, ist das natürlich nicht akzeptabel', sagt Ralf Gießmann.

Ebenfalls missachtet würde die Tempo-30-Beschilderung im Oewerweg, beschweren sich besorgte Anwohner, die sich auch bereits an das Ortsamt gewandt haben. Bereits vor Jahren hatten diese das Problem mit der zuständigen Polizeibehörde diskutiert, bisher jedoch ohne Ergebnis. 'Wir machen von Zeit zu Zeit Messungen in dem Gebiet und können auch immer wieder Temposünder fassen', sagt Rüdiger Biese vom Polizeirevier Osterholz. Allerdings, so Biese weiter, könnten aufgrund der eingeschränkten Finanz- und Personalsituation des Reviers nur stichprobenartige Kontrollen erfolgen. Eine erneute Überprüfung der Verkehrssituation bis zur nächsten Ausschusssitzung sei allerdings fest eingeplant. Ein Versprechen, das auch Elke Wienert vom Amt für Straßen und Verkehr bekräftigt.

Zum Abschluss der Sitzung geht es schließlich, weit weniger hitzig, um die Benennung der Endwendeschleife der Straßenbahnlinie 1 und des dazugehörigen Haltestellenbereiches. 'Wir haben uns auf die Bezeichnung Osterholzer Marktplatz geeinigt.' Aber das müsse jetzt bis zur nächsten Sitzung noch interfraktionell beraten und abgesegnet werden, kündigt Ingeborg Hartje, stellvertretende Ortsamtsleiterin, an.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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