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Krebs durch Erdgasförderung?

Julia Soostmeyer 19.09.2014 0 Kommentare

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert weitere Untersuchungen wegen der erhöhten Leukämie-Rate im Kreis Rotenburg, die Vermutungen zufolge auf die Erdgasförderung im Kreisgebiet zurückzuführen sind. Ein Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsens (EKN) hatte kürzlich bestätigt, dass in der Samtgemeinde Bothel die Krebsrate bei Männern deutlich erhöht ist.

„Damit ist die Sache nicht erledigt, sie fängt gerade erst an“, äußerte sich SPD-Fraktionschef Bernd Wölbern. Es müsse genauer hingeschaut werden, welche Faktoren zu diesen Erkrankungen beigetragen hätten. Landrat Hermann Luttmann schließe sich dieser Meinung an. Wölbern appelliert an das Erdgas-Unternehmen, dass es im eigenen Interesse liegen sollte, einen Zusammenhang zwischen der Gasgewinnung und den Krebsraten auszuschließen.

Für die Sozialdemokraten sei bis dahin klar: „Solange die Untersuchungen andauern, sollten alle Aktivitäten in Sachen Erdgas und Erdöl ruhen. Jetzt über neue Erkundungsbohrungen nachzudenken, verbiete sich eigentlich von selbst.“

Auch die CDU des Landkreises Verden fordert ein Forschungsprogramm. Sie nehmen dabei die Landesbehörden in die Pflicht. Dem Land Niedersachsen stünden die nötigen statistischen Daten zur Verfügung und durch die Universitätskrankenhäuser, Medizinischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen für Geowissenschaften auch eine große Fachkompetenz.

„Ein Sonderforschungsprogramm für die Folgen der Erdgasförderung ist ein Gebot der Stunde“, erklärte Wilhelm Hogrefe, CDU-Fraktionsvorsitzender. Er kritisiert: „Das Land kassiert die Förderabgabe, wenn es aber um die Aufklärung negativer Folgen geht, tut Hannover viel zu wenig.“


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 12:30
Vielleicht wissen wir am 1.11. um 11:11h mehr.


Sie meinen sicher den 11.11. um 11:11h?
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

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