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Projekt der Kunsthochschule Ottersberg an IGS Grasberg / Alle Kinder einbezogen
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Mit der Kraft der Fantasie

Sabine von der Decken 11.06.2014 0 Kommentare

Kinder Grasberg und Ottersberg
Alle Schüler der Klasse 6.2 waren in das Kunstprojekt „Da guckst du“ integriert. (Sabine von der Decken)

Aus der eigenen Haut schlüpfen und eine neue Identität annehmen, war die Idee des Kunstprojekts „Da guckst du“. Im Rahmen des von der Kunsttherapeutin und Performancekünstlerin Sara Schwiebacher entwickelten Projekts erarbeiteten Schüler der Klasse 6.2 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Grasberg im Verlauf einer Woche Kunstfiguren mit ganz eigenen Charakteren und Äußerem. „Das ist eine Premiere“, beschrieb Schulleiterin Karina Kögel-Renken das künstlerische Schulprojekt der Kunsthochschule Ottersberg.

Das Projekt eröffnete den Schülern innerhalb einer Woche neue Lernfelder und andere Dimensionen. Die in der Integrierten Gesamtschule Grasberg durch Kollegium und Schulleitung erfahrene Unterstützung sowie Wertschätzung der künstlerischen Arbeit machte sich während der Woche positiv bemerkbar, betonte die Performancekünstlerin. Seit November laufen die Vorbereitungen für die performative Projektwoche, an der ebenfalls die Stadtwaldschule Achim und die Wümmeschule Ottersberg beteiligt sind. Schwienbacher hofft, das Projekt noch in weitere Schulen der Region tragen zu können.

Eine Chance zu überraschen

Eine Woche lang lernten die Schüler der sechsten Klasse durch die kreative Entwicklung ihrer Kunstfiguren, Schulraum anders wahrzunehmen und Körper zu verformen. Mithilfe von Sara Schwienbacher und sieben Kunststudentinnen füllten sie ihre Figuren mit Leben. Gleichzeitig entwickelten sie das Selbstbewusstsein, diese öffentlich zu präsentieren. Am letzten Projekttag gingen sie an verschiedene Schulstandorte und in Klassenräume und verhielten sich nicht gemäß der Norm, um Reaktionen der Mitschüler zu provozieren.

So streckten sich durch den Spalt einer geöffneten Klassentür zuerst lange, neonfarbene Fingernägel, dann bevölkerten Fantasiegestalten den Klassenraum. Mithilfe dieser von ihnen ins Leben gerufenen Kunstfiguren eröffneten sich den Schülern Möglichkeiten zu überraschen und Andersartigkeit zu erleben. Es gelang den Sechstklässlern, Verlegenheit zu überwinden, Selbstbewusstsein zu entwickeln, Visionen umzusetzen und Gemeinschaft zu leben. Sie lernten Alltagshandlungen zu abstrahieren und ästhetisches Empfinden zu schulen. Die Reaktionen der Klassen auf den Besuch der Kunstfiguren reichten von Erstaunen, Erschrecken bis hin zu Überforderung. Als einen durch Interaktion geschaffenen Freiraum beschrieb Schwienbacher die Performance, die der Höhepunkt der Projektwoche war. „Auch Kinder mit Förderbedarf sind integriert“, begeisterte sich Schulleiterin Kögel-Renken für das Kunstprojekt. Sie seien über ihre Grenzen hinausgewachsen, so ihr positives Resümee. Denn für ihre Persönlichkeitsentwicklung lernten die Zwölfjährigen während dieser Tage in neue Rollen zu schlüpfen, Körperwahrnehmung und Durchhaltevermögen.

Am 11. Juli findet eine Präsentation des Kunstprojekts von IGS Grasberg, Wümmeschule und Stadtwaldschule in Grasberg statt.


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Leserkommentare
admiral_brommy am 21.10.2019 11:29
Zitat: ".....und die Behörden lehnen seinen Asylantrag ab. "

Ausreisepflichtig scheint er aber nicht zu sein. Warum?
Warum ...
oldkarzwortel am 21.10.2019 11:20
Ist ja interessant, die ganze AFD WhatsApp Gruppe ist in heller Aufregung, schreibt man mal ein paar Fakten zu diesem Bericht in die Kommentarzeilen. ...
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