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Premiere der Theatergruppe Völk’ser Platt gefällt dem Publikum / Szenenapplaus und großer Jubel zum Schluss
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Rasches Spiel mit Verwechslungen

Inka Sommerfeld 08.01.2013 0 Kommentare

Langwedel-Völkersen. Schon bevor sich der Vorhang hob, gab es Beifall: Jörg Meyer war es, der dem Publikum applaudierte. "Das hatten wir noch nie: Bereits vor der Premiere sind die Karten für sämtliche Aufführungen ausverkauft", staunte der Regisseur.

Meyer hatte weiteren Grund zu applaudieren, dieses Mal aber "seinen" Schauspielern. Denn die Premiere der Theatergruppe Völk‘ser Platt am Sonnabend lief wie geschmiert. "Hier sünd se richtig" lautet der Titel der plattdeutschen Boulevardkomödie, die für einen vollen Saal im Gasthaus zur Post in Völkersen sorgte. Tatsächlich war das Publikum hier richtig, denn Meyer hatte für einen flotten Spielverlauf gesorgt und mit den Akteuren die Pointen sorgfältig herausgearbeitet. Das Ergebnis: ein amüsanter Theaterabend, der die Zeit wie im Flug vergehen ließ. So gab es nicht nur am Schluss lauten Jubel sondern auch immer wieder Szenenapplaus.

Wie gewohnt zeigten die "alten Hasen" des Ensembles Schauspielkunst vom Feinsten. Doch dieses Mal mit Verstärkung: Wenn Timo Poetukat bei seinem Debüt Lampenfieber hatte, war es ihm nicht anzumerken – er agierte ebenso wie seine Kollegen sicher und selbstbewusst. Regisseur Meyer dürfte über den Nachwuchs hocherfreut sein.

Ein Meisterwerk ist das Bühnenbild: Ein Salon in Hellblau, mit hübschen Bildern an den Wänden und eleganter Dekoration. Die Schauspieler waren entsprechend dem Klischee ausstaffiert: beispielsweise die Klavierlehrerin in altmodischer Rüschenbluse und langem Rock, die Malerin in modernem Fummel und Malerkittel, das Hausmädchen ganz brav mit Schürze und der Heiratskandidat im chicen Anzug und mit Blumenstrauß in der Hand. Klar, dass die Lacher nicht ausblieben – die Zuschauer wussten mehr als die Personen auf der Bühne. Es hatten nämlich alle vier Damen eine Annonce aufgegeben. Dadurch wurde der Eingangssatz der vier Herren "Ich komme auf die Anzeige hin" zum Auslöser folgenschwerer Verwechslungen. Denn die Antwort der Frauen "Hier sind Sie richtig" wog die Männer in Sicherheit. So geriet das selbstverliebte Modell Spartacus (Timo Poetukat) erst an die prüde Klavierlehrerin Zäzilie (Steffi Bokeloh-Brischke) und dann an die divenhafte Vermieterin (Jana Wöhler), der erwartungsfrohe Heiratskandidat (Erhard Kettenburg) an die Vermieterin, der arglose Mieter (Reinhard Körte) und der muttersöhnchenhafte Klavierschüler (Uwe Behrmann) an die exzentrische Malerin Gabi (Nina Henke). Mittendrin das gewissenhafte Hausmädchen Berta (Rieke Aßmann), das die Klamotten der Männer wegräumen muss. Denn die Hüllen fielen: Bevor die Malerin mit ihrem vermeintlichen Modell einverstanden war, wollte sie es im Adamskostüm sehen. Das "richtige" Modell dagegen zog sich ungefragt aus – Spartacus war nur allzu erpicht darauf, seine Muskeln zu präsentieren. Und dem Heiratskandidaten wurde vom Kräuterschnaps derart heiß, dass er in Unterwäsche auf dem Sofa einschlief. Wie die passenden Paare zusammenfinden? Das wird hier nicht verraten, sondern auf der Bühne im Gasthaus Zur Post.

Wegen der großen Nachfrage gibt es eine Zusatzvorstellung am Donnerstag, 24. Januar, 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf können telefonisch bei Ingrid Heimsoth täglich von 18 Uhr an unter der Telefonnummer 0 42 32 / 9 41 23 bestellt werden.


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Leserkommentare
alterwaller am 22.10.2019 10:39
Da sollen also die, die sich Privatschule nicht leisten können die Schulen der "FDP-Klientel" pampern ? Passt zu Bremen und der Partei.
Neal am 22.10.2019 10:36
Parken und fahren wie es dem/der Fahrer/in gerade in den Sinn kommt, ist ja nicht nur zum Freimarkt ein Problem.
Wir brauchen a) eine besser ...
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