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Team Funke zeigt Trends beim Energiesparen

Julia Soostmeyer 13.07.2010 0 Kommentare

Kleines Gerät, große Wirkung: Sven Ahlers (l.) und Henning Diephaus vom Team Funke haben die Technik der Wärmepumpe im G
Kleines Gerät, große Wirkung: Sven Ahlers (l.) und Henning Diephaus vom Team Funke haben die Technik der Wärmepumpe im G (MEISSNER)

Twistringen. Die Einsparung von Energie wird heutzutage aufgrund der steigenden Strom- und Heizkosten immer wichtiger. So entwickelten sich über die Jahre immer mehr Möglichkeiten, Energie zu regenerieren oder zu rationieren. 'Im Gegensatz zur Kühlung hat man bei der Wärme viele Optionen, Kälte kostet immer Geld', erklärt Henning Diephaus, einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter des Teams Funke in Twistringen.

Der Betrieb ist ein traditionelles Familienunternehmen in der vierten Generation, dessen Tätigkeitsfelder sich zunehmend erweitert haben. Angefangen als Klempnerei im Jahre 1867 kamen Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts die Sanitär- und Heizungstechnik hinzu und 1980 schließlich - mit der Übergabe an den jetzigen Mitgesellschafter Heiner Funke - die Lüftungstechnik. Seit 2007 gehören neben den genannten Bereichen - durch die Aufnahme zwei weiterer Gesellschafter - auch Klima-, Kälte- und Elektrotechnik zu den Spezialgebieten der Firma.

Das Trio beschäftigt etwa 45 Mitarbeiter. 'Es ist ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Tätigkeitsfeld, und die Energieeinsparung ist derzeit ein sehr gefragtes Thema', erzählt Buchhalterin Silke Böger. Gerade in Neubauten wird darauf geachtet, dass den Bauherren das richtige System dazu verhilft, speziell die Heizkosten gering zu halten. Mittlerweile ist es sogar möglich, bis zu 50 Prozent der Energiekosten in einem privaten Haushalt einzusparen.

Richtige Pumpe spart 120 Euro

Ständig wechselnde Richtlinien garantierten zu Anfang noch Zuschüsse für Heizungssysteme in Neubauten über ein Förderprogramm, denn gerade beim Hausbau gibt es einige Regeln, die regenerative Energie vorschreiben. 'Diese wurden nun aber wieder stark gekürzt', sagt Böger. Trotzdem sei eine Beratung - egal ob bei neuem Einbau oder nur bei einem Umbau - ratsam. Denn schon allein durch die richtige Pumpe könne ein Haushalt im Durchschnitt etwa 120 Euro jährlich sparen.

Eine Wärmepumpe beispielsweise zieht die Wärme aus Luft, Wasser oder aus der Erde und funktioniert prinzipiell wie ein Kühlschrank. Die Flüssigkeit im Rohr nimmt die Außentemperatur an. Durch Kompression steigt schließlich die Temperatur. Holz, Kohle oder Gas werden somit überflüssig. Dennoch: 'Holzöfen sind gemütlich und auch sinnvoll, wenn die Wärme mal nicht ganz ausreicht', erklärt die Buchhalterin. Die sogenannte Photovoltaik-Technik wird zur Stromerzeugung genutzt.'Eine solche Anlage nutzen wir bei unserer neuen Halle, die wir gerade bauen, selber', erzählt Mitarbeiterin Böger. Eine Anlage wird hierbei auf dem Dach montiert. Solarzellen dagegen dienen der Wärmeerzeugung. Sinn macht die Installation solcher aber erst für einen Haushalt ab drei bis vier Personen. Die Technik ist jedoch noch nicht sehr gefragt.

Die Kosten für einen Umstieg auf energiesparende Anlagen können letztlich allerdings nicht abgeschätzt werden. Die benötigte Anlagenart kann erst nach genauen Kalkulationen und Berechnungen abgeschätzt werden. Aber trotzdem: 'Auch wenn man erst investieren muss - das refinanziert sich im Laufe der Zeit in jedem Fall', erzählt Böger.

Bei der Klima- und Kühltechnik sieht es etwas anders aus. 'Hier ist sparen kaum möglich', sagt Gesellschafter Henning Diephaus. Die Regenerierung sei auch hier ein Thema sowie der Einsatz von Systemen, die nur nach Bedarf arbeiten. Die Klimatechnik beschränkt sich übrigens auf Temperaturen bis zu einer Untergrenze von ungefähr 18 Grad Celsius. Die Kältetechnik reicht bis zu minus 20 Grad Celsius. Kühltheken in Lebensmittelgeschäften, Tankstellen oder aber Kühlhäuser in Betrieben zählen hierbei zum Aufgabenbereich der Techniker.

Nicht ganz ungefährlich ist der Beruf, wenn unachtsam mit den Kühlflüssigkeiten umgegangen wird, denn dann besteht Eisbrandgefahr bei Berührung. 'Wir haben aber ja unsere Sicherheitsbestimmungen, und auch Schulungen finden regelmäßig statt, sodass eigentlich nichts passiert', erzählt Diephaus.

Das Einsatzgebiet des Teams Funke hat sich kürzlich bis auf Neapel in Italien ausgebreitet. 'Dort haben die eben keine richtigen Heizungsbauer', sagt der Gesellschafter lachend. Auch in Süditalien sei Energieeinsparung derzeit ein großes Thema, und das Interesse liege dort auf Biogasanlagen. Ansonsten ist der Betrieb in ganz Deutschland, der Schweiz und den Beneluxländern aktiv.

Auf dem Arbeitsmarkt sieht es für die Zukunft in dem Bereich scheinbar gut aus. 'Es ist schön zu sehen, dass sich die jungen Leute für den Beruf als beispielsweise Anlagenmechatroniker interessieren, und wir bekommen viele Anfragen und Bewerbungen', erzählt die Buchhalterin sichtlich erfreut.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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