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Bauen und Wohnen Für seniorengerechten Wohnkomfort sorgen

Selten nehmen es Immobilienanbieter mit Barrierefreiheit so genau. Sie werben mit „seniorengerecht“ oder „altersgerecht“. „Solche Formulierungen haben keine rechtliche Verbindlichkeit“, so Verbraucherschützer.
03.02.2022, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von tro

Nicht immer nehmen es Immobilienanbieter mit echter Barrierefreiheit so genau. Sie werben mit Begriffen wie „seniorengerecht“ oder „altersgerecht“. „Solche Formulierungen haben keine rechtliche Verbindlichkeit“, warnt Erik Stange, Sprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund (BSB). Verbindlicher seien Begriffe wie „barrierefrei“ oder „behindertengerecht“, bei denen sich ein Bauherr auf einschlägige DIN-Normen berufen kann.

„Die Bau- und Leistungsbeschreibung sollte“, sagt Erik Stange, „klare und detaillierte Angaben enthalten, was genau der künftige Nutzer für sein Geld bekommt. Wer sich unsicher im Hinblick auf seine altersgerechten Wohnwünsche ist, sollte bereits vor einem Vergleich verschiedener Hausanbieter sachverständigen Rat einholen.“

Selbstbestimmtes Leben

Wichtige Funktionsräume für ein selbstbestimmtes Leben im Alter sind Küche und Bad. „Vorwandsysteme, die heute Standard im Badbau sind, bieten hier viele Möglichkeiten“, sagt Renate Schnock vom Badausstatter Geberit. So können nach ihrer Auskunft am WC, am Waschtisch und in der Dusche unsichtbare Montageplatten angebracht werden, an denen sich später Stütz- und Greifhilfen oder Klappsitze mit minimalem Aufwand nachrüsten lassen.

Im Alter ist die Küche oftmals Lebensmittelpunkt. Ergonomisch auf Hüfthöhe eingeplante Elektrogeräte wie Backofen oder Spülmaschine ersparen anstrengendes Bücken. Oberschränke bleiben auch von einer Sitzposition aus gut erreichbar, wenn sie an einem vertikal beweglichen Schienensystem befestigt sind. Besonders hygienisch ist in diesem Zusammenhang Edelstahl. „Die porenfreie Oberfläche von Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel verhindert die Anhaftung von Keimen. Die Robustheit des Werkstoffs prädestiniert ihn für altersgerechte Küchen“, sagt Hans-Peter Wilbert vom Verband WZV Edelstahl Rostfrei.

Ebenerdiger Eingang

Nicht zu eng ausgelegt werden sollten Treppen und Flure, damit sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Der Hauseingang sollte ebenerdig sein. Wo das nicht möglich ist, lassen sich Höhenunterschiede durch Rampen statt Treppenstufen überwinden. Ein neuralgischer Punkt war dabei früher die Türschwelle. Sie trug dazu bei, dass bei Regen und Stauwasser keine Feuchtigkeit in den Innenraum eindringt. Doch selbst eine kleine Schwelle kann die Bewegungsfreiheit mit Rollstuhl oder Rollator stark beeinträchtigen. Im Neubau werden heute oft schwellenlose Übergänge zum Außenbereich realisiert, doch auch nachträglich kann man dies erreichen.

Inzwischen gibt es dafür Lösungen wie Rinnen, die mit einem Rost abgedeckt sind. Sie werden vor der Tür vertieft in den Boden eingesetzt und leiten das Wasser wirksam ab. Dabei sollten die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bauteilen rund um die Türschwelle auf Dauer sicher abgedichtet sein. Systeme auf Flüssigkunststoffbasis sind dafür gut geeignet. „Die Aushärtung dauert nur eine Stunde, trotz der geringen Schichtdicke ist die Abdichtung dauerhaft haltbar. Das bestätigt das Institut für Fenstertechnik Rosenheim“, sagt Slava Schmidt vom Hersteller Triflex.

Altersgerecht schlafen

Senioren wollen selbstbestimmt und altersgerecht schlafen. Ein konventionelles Pflegebett können sich die wenigsten für ihr Heim vorstellen. Dabei gibt es optisch ansprechende Alternativen wie das Funktionsbett „My Care Bed“ von Rummel Matratzen. Ein zentrales Element bildet dabei der motorisierte Hublift. Bequem liegen, schlafen, lesen, fernsehen oder einfach nur entspannen: Ein Tastendruck auf die Fernbedienung und das Bett fährt in die gewünschte Position.

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