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Handel und Handwerk im Flecken Ottersberg Wolle und Kreatives für Handarbeiten

Zum 1. April übergab die Spinnstube-Gründerin Gisela Hartard ihr Geschäft aus Altersgründen nun vertrauensvoll in die Hände der neuen Inhaberin Michelle Butschkowksi.
06.05.2022, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Schack

Wolle in verschiedensten Qualitäten und Farben, passende Nadeln und Zubehör, Kleider und Knöpfe – das Angebot der Spinnstube im Krummen Ort 5 im Künstlerdorf Fischerhude ist vielfältig. In mehr als 40 Jahren hat sich das beliebte Geschäft für Handarbeitsartikel aller Art einen großen Kundenstamm aufgebaut. Zum 1. April übergab Gründerin Gisela Hartard ihr Geschäft aus Altersgründen nun vertrauensvoll in die Hände der neuen Inhaberin Michelle Butschkowksi.


„Es war eine glückliche Fügung“, berichtet die 34-Jährige von der Geschäftsübernahme. Denn ursprünglich hatte sie sich bei Gisela Hartard als Mitarbeiterin beworben. Die Mutter von drei Kindern lebt mit ihrer Familie in Sottrum und suchte eigentlich nur eine Teilzeitanstellung. „Ich bin praktisch in einem Wollgeschäft aufgewachsen. Meine Mutter und meine Großmutter haben mich früh für die Handarbeit begeistert“, erklärt sie. Darum habe sie sich sehr gefreut, als Gisela Hartard sie zu einem Gespräch einlud.


Schnell kamen die beide Woll- und Handarbeitsfans ins Fachsimpeln – und es zeigte sich, dass die Chemie zwischen den beiden Frauen stimmte. „Über das Angebot, dieses wundervolle Geschäft zu übernehmen, habe ich mich sehr gefreut und nach etwas Bedenkzeit zugesagt“, erzählt die neue Besitzerin. Mit ihrer Vorgängerin ist sie weiterhin im regelmäßigen Kontakt: „Ich nehme jetzt Spinnunterricht bei Frau Hartard“, verrät sie.
Über ihre Entscheidung ist die junge Unternehmerin sehr glücklich. „Ich fühle mich hier wohl und liebe es, das Sortiment und die Einrichtung Stück für Stück mit meinen Ideen zu ergänzen“, erzählt sie. So könnten die Stammkunden weiterhin darauf zählen, ihre bekannten Waren zu bekommen und gleichzeitig auch Neues entdecken. Dazu gehörten etwa Makramee-Kordeln, mit denen sich sehr schön eigene Accessoires und Home-Dekorationen im aktuell beliebten Boho-Stil knüpfen und häkeln lassen.


In einer weiteren neuen Ecke des Geschäftes können Kunden Kleidung für Babys und Kleinkinder entdecken. Das Besondere: Die schönen Strampler hat Michelle Butschkowski selbst entworfen und genäht. „Ich bin ursprünglich durch meine eigenen Kinder auf die Idee dafür gekommen und habe das eine ganze Zeit lang als Hobby betrieben“, erzählt sie.


Überhaupt seien Kinder für viele Menschen ein schöner Anlass, sich wieder mit der Handarbeit zu beschäftigen. Auch das entschleunigte Leben während der Pandemie habe seinen Teil dazu beigetragen, dass Nähen, Stricken, Filzen und Häkeln heute wieder sehr gefragt seien. Für Wieder- und Neueinsteiger hat die neue Geschäftsinhaberin eine ganze Reihe von Anleitungen vorrätig, mit denen sich diese Kunst Schritt für Schritt erlernen lässt.


Beim Rundgang durch das Geschäft gibt es noch mehr zu entdecken, „immer umweltfreundlich, nachhaltig und von guter Qualität“, ist Butschkowski wichtig. „Unsere Wolle hat so wenig Kunstfasern wie möglich“, erzählt sie. Bei der Schurwolle für Socken etwa könne man schlecht darauf verzichten, wenn die Socken auch halten sollen. Doch wo es gehe, würde sie natürliche Materialien beim Einkauf stets bevorzugen.


Neu im Sortiment sei in diesem Zusammenhang die Wolle der Firma Pascuali: „Die Baumwoll-Kaschmir- und Alpaka-Baumwollmischungen eignen sich gut für kuschelige Decken“, empfiehlt die Expertin. Neu und beliebt seien auch handgefärbte Wollknäuel, mit denen sich individuelle Schals und Tücher anfertigen ließen.

Die Spinnstube im Krummen Ort 5 in Fischerhude hat montags bis samstags durchgehend von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon: 0 42 93 / 78 69 79.

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