Anzeige

Moin Moin gesundes Leben Kleiner Piks und nun?

Nachdem die vergangene Grippesaison noch ziemlich glimpflich verlief, empfehlen Ärzte in der kalten Jahreszeit vor allem Risikopatienten eine Impfung. Denn Grippe ist weitaus mehr als eine eifnache Erkältung.
11.11.2021, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Femke Liebich

Geimpft oder nicht geimpft? In den vergangenen Monaten haben sich viele Menschen intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt. Der gelbe Impfausweis scheint in vielen Praxen allgegenwärtig zu sein. Das sollte er auch weiterhin, denn mit Beginn der kalten Jahreszeit rät die Ständige Impfkommission (Stiko) vor allem Risikopatienten zur Grippeschutzimpfung.

Die echte Grippe ist keinesfalls mit einer einfachen Erkältung zu vergleichen. Bei der Influenza handelt es sich um eine ernst zu nehmende Krankheit, die auch in Zeiten von Corona nicht unterschätzt werden sollte. Immerhin sterben laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung allein in Deutschland je nach Schwere der Grippewelle jedes Jahr bis zu 20.000 Menschen daran. Nach einer Ansteckung zeigt ungefähr ein Drittel der Betroffenen die typischen Anzeichen wie hohes Fieber über 38,5 Grad Celsius, trockenen Reizhusten, Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Schweißausbrüche. Die Erkrankung dauert in der Regel fünf bis sieben Tage.

Um einem schweren Influenza-Verlauf vorzubeugen, bietet die Grippeschutzimpfung die beste Möglichkeit, um sich und andere zu schützen. Deshalb empfiehlt die Stiko besonders denjenigen Personengruppen eine Impfung, die im Erkrankungsfall ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Zu den genannten Risikopatienten zählen Ältere ab 60 Jahren, Schwangere, Vorerkrankte und medizinisches Personal. Darüber hinaus wird auch allen Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko oder gefährdeten Personen im nahen Umfeld zu einer Grippeschutzimpfung geraten. Angesprochen sind demnach vorrangig Beschäftigte in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr wie öffentliche Verkehrsmittel, Schulen und Kindertagesstätten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt angesichts der weiterhin unsicheren Entwicklung der Pandemie in diesem Winter vor einer größeren Grippewelle. Diese könne immerhin das Risiko mit sich bringen, die Folgen und Belastungen der vierten Corona-Welle noch zu verstärken.

Im vergangenen Winter ist die Grippewelle weltweit ausgefallen. Die Corona-
Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten, Hygiene, ein Alltag mit Maske und regelmäßiges Lüften haben die Influenzaviren erfolgreich eindämmt. Deshalb besteht aber in diesem Winter die Gefahr, dass das Immunsystem weniger gut auf die zu erwartenden zirkulierenden Grippeviren vorbereitet ist.

Die Grippe wird durch Viren verursacht, die auf zwei Wegen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Zum einen über Tröpfcheninfektion: Beim Husten oder Niesen gelangen kleinste Tropfen in die Luft und auf die umgebenden Flächen. Diese werden eingeatmet oder können später über die Hände durch unbewusstes Berühren des Mundes beziehungsweise anderer Schleimhäute aufgenommen werden. Dieser zweite Übertragungsweg nennt sich Schmierinfektion.

Eine Grippeschutzimpfung sollte jedes Jahr vorzugsweise ab Oktober bis spätestens Mitte Dezember erfolgen. Nach dem Piks dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Deshalb ist es ratsam, sich möglichst vor Beginn der Grippewelle impfen zu lassen. Diese hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen. Wer den richtigen Zeitpunkt zu Beginn des Winters verpasst hat, kann die Impfung zu Beginn des neuen Jahres nachholen, denn eine Spritze schützt in der Regel über die gesamte Grippesaison.

Wichtig zu wissen: Die Grippeimpfung schützt nur vor Grippeviren und nicht generell vor anderen Erkältungskrankheiten oder einer Ansteckung mit Covid-19.

Ihr Partner vor Ort

Mehr zum Thema