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Wir in Horn-Lehe Zwischen Natur und Technologie

Der Bremer Stadtteil Horn-Lehe überzeugt mit einem vielseitigen Angebot sowohl für Familien als auch für Gewerbetreibende und hat spannende Projekte auf der Agenda.
19.01.2023, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Ellen Stüdgens

Nach rund 20 Minuten Fahrt mit der Straßenbahnlinie 4 aus der Innenstadt erreicht man Horn-Lehe. Der Stadtteil liegt im Bremer Osten und besteht aus den drei Ortsteilen: Horn, Lehe und Lehesterdeich. Mit seiner Mischung aus eleganten, alten Villen, modernen Wohngebäuden und Einfamilienhäusern mit Gärten zieht das Quartier besonders Studierende und junge Familien an. Aber auch bei Senioren ist Horn-Lehe wegen seiner vielen Grünanlagen sehr beliebt.

Im Stadtteil befindet sich ebenfalls der Campus der Universität Bremen. Die größte Hochschule im Land Bremen wurde im Jahr 1971 gegründet. Hier lernen, lehren, forschen und arbeiten rund 23.000 Menschen. Zur Auswahl stehen mehr als 100 Bachelor- und Masterstudiengänge.

Gefeiert wird in Horn-Lehe natürlich auch: Das Sommerfest Vorstraße lockt jedes Jahr Studenten aus allen Stadtteilen auf das Gelände des Studierendenwohnheims in der gleichnamigen Straße. Dort erwartet die Besucher ein rauschendes Fest mit Live-Bands, Slams und Party-Bereich. Daneben ziehen Veranstaltungen wie das Festival „Horn to be Wild“ viele Musikbegeisterte in den Rhododendron Park, um auf der Bühne regionale Newcomer zu erleben. Auch das Kulturfest auf dem Lestra-Gelände mit angeschlossenem Flohmarkt und der Weihnachtsmarkt im Mühlenviertel fanden in den letzten beiden Jahren erfreulich viele Besucher.

Ein besonderes Schmuckstück unter den Grünanlagen ist der Rhododendronpark mit seiner weltweit größten Rhododendron-Sammlung. Von April bis Juni zeigt sich der Park von seiner schönsten Seite. In diesem Zeitraum stehen die rund 3000 Pflanzen in voller Blüte. Mitten im Park befindet sich die botanika – der Botanische Garten – mit beeindruckenden Pflanzen aus aller Welt. Außerdem ist der Park schön gelegen: an der von imposanten historischen Villen gesäumten Marcusallee.

Sehr modern präsentiert sich der Ortsteil Lehe. Hier befindet sich neben der Uni auch der Technologiepark – Bremens Innovations- und Technologiezentrum: die Heimat zahlreicher Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Um einiges ruhiger geht es im Ortsteil Lehesterdeich zu. In diesem ländlichen Gebiet befinden sich in erster Linie Wohnbebauung sowie der eine oder andere landwirtschaftliche Betrieb.

Spaziergänger, Radfahrer und Inlineskater finden im Naturschutzgebiet Westliches Hollerland ihr Paradies: eine wunderschöne Landschaft für abwechslungsreiche Touren im Grünen. Vom Hollerland aus gelangen die Ausflügler direkt ins Blockland, der größten freien Wiesenlandschaft Bremens. Neben dem Naturschutzgebiet Westliches Hollerland ist der Stadtwaldsee ein beliebtes Ziel zum Wandern, Joggen und Baden.

Eine weitere Attraktion in Horn-Lehe ist das neue Horner Bad. Seit dem 4. Juni 2022 ist das Schwimmbad mit angrenzendem Freibad für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit sichtbarem Erfolg: Mehr als 70.440 Menschen besuchten im Sommer 2022 das Freibad, bis dieses eine Woche vor Saisonende wegen eines Wasserschadens an der Pumpzentrale den Badebetrieb einstellen musste. Das angrenzende topmoderne Hallenbad erweitert die vorhandene Bäderlandschaft für Schulen, Vereine und schwimmbegeisterte Bürger.

Mit dem futuristischen Universum Bremen besitzt der Stadtteil außerdem in unmittelbar Nähe der Universität ein interaktives Wissenschaftsmuseum. Der über die Stadtgrenzen bekannte und beliebte Besuchermagnet punktet mit seinem ausgeprägten Erlebnischarakter für alle Entdecker.

Auf dem knapp 70.000 Quadratmeter großen ehemaligen Telekom-Gelände an der Leher Heerstraße ist neben einem neuen Wohnquartier auch ein Standort mit einem attraktiven Mix aus Handels-, Dienstleistungs-, Büro- und Praxisflächen entstanden. Die Gewerbetreibenden streben künftig eine stärkere Vernetzung an. „Bis zum 30. Juni dieses Jahres soll die Gründung einer Werbegemeinschaft erfolgen“, berichtet Ortsamtsleiterin Inga Köstner. Unter dem Namen „Wir in Horn-Lehe – Gemeinsam stark!“ möchten sich neben Gewerbetreibenden auch Vereine und Institutionen dem Verbund anschließen.

Aktuell stehen in Horn-Lehe weitere spannende Projekte auf der Agenda. Gleich vier Schulen haben sich im Stadtteil auf den Weg gemacht, Teil eines Bildungscampus zu werden. Die Planungen für den Campus Ronzelenstraße starteten bereits 2020; die Idee zur Fusion zum Klimacampus erörterten die Wilhelm-Focke-Oberschule (WFO) und die Marie-Curie-Grundschule erstmals 2021. In diesem Jahr sollen erste greifbare Ergebnisse vorliegen, erklärt die Ortsamtsleiterin. Im Fall des geplanten Campus der Grundschule Horner Heerstraße und der Oberschule Ronzelenstraße startet in Kürze der Bau einer neuen Sechsfachsporthalle, die im Sommer 2024 eröffnet werden soll.

In eine konkrete Planungsphase soll auch der gemeinsame Klimacampus in diesem Jahr gehen. Neben der Sicherung des Schulstandortes der WFO hätten auch die aktuellen klimatischen Entwicklungen Einfluss auf die Idee und das Konzept gehabt, berichtet Köstner. Die WFO beabsichtigt, sich auf der naturwissenschaftlichen Ebene mit dem Zertifikat „MINT-Schule“ auszeichnen zu lassen. Diese Bezeichnung steht für ein überdurchschnittliches, praxisnahes Unterrichtsangebot in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Auch in baulicher Hinsicht soll der Campus der beiden Schulen durch Neu- und Umbauten sowie Sanierungen aufgewertet werden.

Der Beirat Horn-Lehe ließ sich im Januar 2022 erstmals das Projekt zur Einbringung von Totholz zur Schaffung von mehr Lebensraum im Unisee vom Sportfischerverein Bremen e.V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen vorstellen. Dabei erfuhren die Mitglieder auch von weiteren Ideen, die im Hinblick auf den Umwelt- und Artenschutz von Bedeutung sind. Ein Thema waren unter anderem die Verschmutzungen der Kleinen Wümme und ihr Austrocknen während langer regenloser Sommer. Eine erste Maßnahme zur Abhilfe stehe kurz vor der Genehmigung, freut sich Inga Köstner: das Erstellen zweier Kiesbetten in Höhe des Rhododendronweges. Die Wasserschutzbehörde muss hierfür allerdings noch ihre Zustimmung erteilen.

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